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Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 97 Mehr Berufe und mehr Infos auf www.berufskunde.de 33% 67% Glaser/in ‹ abmessen, zuschneiden, bohren, schleifen, polieren, montieren, abdichten › Glas wird vielseitig eingesetzt: für Fens- ter, Türen, Wintergärten (Glasfassaden), Glasdächer, Schalteranlagen, Trennwän- de (Innenausbau) und vieles mehr.  Glaser spezialisieren sich auf eine von zwei Fachrichtungen: Entweder »Fens- ter- und Glasfassadenbau« oder »Ver- glasung und Glasbau«.  In der Fachrichtung Fenster- und Glas- fassadenbau arbeiten sie direkt hand- werklich. Jede Verglasung muss beson- deren Ansprüchen genügen: Fenster sollen z.B. wärmeisolierend, schalldäm- mend und brandhemmend sein; Schau- fenster sollen einbruchshemmend, Tür- verglasungen bei einem Bruch unge- fährlich sein; Milchglas hingegen soll zwar noch Licht durchlassen, aber keine deutliche Sicht zulassen.  In der Fachrichtung Verglasung und Glasbau kann sowohl technisch wie künstlerisch gearbeitet werden. Glaser und Glaserinnen fertigen zum Beispiel anspruchsvolle Spiegel oder Vitrinen. Ein künstlerischer Auftrag kann auch das Einsetzen eines Kirchenfensters sein – die vielen verschiedenfarbigen kleinen Scheiben müssen dann, wie Mosaikteile, ein Ganzes ergeben.  Die Glaserin und der Glaser bespre- chen mit ihren Kunden spezielle Anfor- derungen und Wünsche und bereiten dann die Einzel-Elemente in der Werk- statt vor (Glasbearbeitung). Sie messen, schneiden zu, bohren Löcher, schleifen und polieren Kanten, setzen Beschläge ein usw. Schließlich transportieren sie die so vorbereiteten Scheiben (Vergla- sungselemente) und die Fenster- und Fassadenelemente zum Auftragsort. Dort bauen sie alles unter Beachtung der bauaufsichtlichen und physikalischen Vorgaben in die Gebäude-Außenhülle ein. Damit alles wind- und wasserdicht ist, dichten sie die Fugen danach noch sorgfältig ab. Zutritt Mindestens Hauptschulabschluss; in der Berufsberatung und in Be- trieben nachfragen. Ausbildungsdauer 3 Jahre (Handwerk): duale Ausbil- dung im Betrieb und in einer über- betrieblichen Ausbildungsstätte sowie Berufsschule. Sonnenseite Die Tätigkeit des Glasers ist ab- wechslungsreich: In der Werkstatt bereitet er das Glas je nach Auftrag wieder anders vor, auf dem Bau montiert er es fachgerecht. Schattenseite Während der Montage ist der Glaser der Witterung ausgesetzt. Das kann unangenehm sein. Die oft dreiglasigen Fenster sind recht schwer. Vorurteil »Glasscheiben einsetzen ist doch immer wieder das Gleiche!« Realität Die Arbeit des Glasers ist an- spruchsvoll. Der Glaser muss wis- sen, für welchen Zweck er welche Glasart einsetzen kann, und den Kunden entsprechend beraten. Da- rüber hinaus muss er auch noch bauphysikalische Aspekte berück- sichtigen können. Was, wozu? Damit die bestellten Verglasungen in der korrekten Größe vorbereitet werden, nimmt der Glaser an Ort und Stelle die Maße auf. Damit nach dem Einsetzen einer Glastür in den Rahmen ein Türgriff befestigt werden kann, bohrt die Glaserin in der Werkstatt die ent- sprechenden Löcher. Damit sich später niemand an den Glaskanten schneidet, schleift und poliert sie der Glaser. Damit am Rand einer Fensterschei- be ein Ventilator einmontiert wer- den kann, erstellt die Glaserin den erforderlichen Ausbruch. Damit eine Dachverglasung kein Wasser durchlässt, wodurch Schä- den entstehen können, dichtet der Glaser die Fugen exakt ab. Damit auf Neubauten Verglasun- gen nicht durch Unachtsamkeit kaputtgehen, markiert die Gla- serin alle eingesetzten Scheiben deutlich. Damit die Kirche ein besonders schönes Fenster bekommt, setzt der Glaser fertige, in Blei gefass- te Glasteile zu einem Mosaik zu- sammen. Entwicklungsmöglichkeiten Unternehmer/in, Master of Engineering Bachelor of Engineering – Glas und Keramik Betriebsassistent/in im Handwerk Glastechniker/in, Fach- und Betriebswirt/in, Fachkaufmann/-frau – Handwerkswirtschaft Glasermeister/in, Glasgestalter/in Glaser/in Exakte Arbeitsweise Freude am Arbeiten im Freien Freude am Werkstoff Glas Gute Auffassungsgabe Handwerkliches Geschick Kräftige Konstitution Räuml. Vorstellungsvermögen, zeichnerische Begabung Schwindelfreiheit Teamfähigkeit Technisches Verständnis

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