Berufskatalog -K- des Berufskunde-Verlags

Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 96 99% 1% Gießereimechaniker/in ‹ einbetten, schmelzen, ausgießen, reinigen, nachbehandeln, prüfen › Es gibt kaum eine Branche, in der man keine Gussteile braucht! Das sind Teile, die aus flüssigem Eisen/Stahl oder auch Aluminium, Zink oder Messing gegos- sen sind und die man für viele Maschi- nen, Maschinenteile, Apparategehäuse, Turbinen, Autos, Schiffe oder anderes braucht.  Der Gießereimechaniker und die Gießereimechanikerin stellen solche Gussteile her und überprüfen ihre Quali- tät. Sie sind für den gesamten Produkti- onsablauf verantwortlich. Dazu verfügen sie über moderne, stark automatisierte Einrichtungen. Sie überwachen den Ablauf direkt oder von Schaltzentralen aus.  Vom Modellbauer bekommen die Gießereimechaniker ein exaktes Modell des Gussstücks: Damit bereiten sie die Gussform vor, die sie dann mit flüssi- gem Metall füllen. Das kann manchmal recht knifflig sein. Das fertige Gussstück reinigen sie, bearbeiten und behandeln es nach und kontrollieren die Maße und Metallqualität.  Gießereimechaniker und Gießerei- mechanikerinnen verfügen über eine breite Grundausbildung. Sie können in verschiedenen Arbeitsbereichen tätig sein, beispielsweise in Betrieben der Hüt- ten- und Stahlindustrie, im Kraftfahr- zeugbau, in der Arbeitsvorbereitung, Forschung, Entwicklung oder im Labor. Zutritt Mindestens Hauptschulabschluss; in der Berufsberatung und in Betrie- ben nachfragen. Gute Leistungen inMathematik werden empfohlen. Ausbildungsdauer 3,5 Jahre (Industrie): duale Aus- bildung Betrieb/Berufsschule. Die Ausbildung kann in einem der fol- genden Schwerpunkte absolviert werden: Druck- und Kokillenguss, Feinguss, Handformguss, Kernher- stellung, Maschinenformguss sowie Schmelzbetrieb. Sonnenseite Es ist eine selbständige Arbeit mit abwechslungsreichen und inte­ ressanten Aufgaben, denn es wer- den alle Arbeitsgänge, vom Sand- formen bis zur Qualitätskontrolle erledigt. Schattenseite Am Arbeitsplatz herrschen Lärm und Hitze, teilweise ist auch Schicht­ arbeit zu leisten. Vorurteil »Metall, Metall, Metall!« Realität Die Gießereiindustrie entwickelt sich zur Hightech-Industrie. Durch die verschiedenen Arbeitsbereiche bieten sich immer gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Was, wozu? Damit der Gießereimechaniker über flüssigesMetall verfügt, das er in die bereit gestellte Gussform giessen kann, schmilzt er es im Hochofen. Damit ein Gussstück genau der vorgeschriebenen Form entspricht, bettet die Gießereimechanikerin das Modell sorgfältig in den spe- ziell präparierten Sand (Ballen) und nimmt es vorsichtig wieder heraus, sobald die Form exakt hergerich- tet ist. Damit auch Gussstücke mit gefor- mten Innenhohlräumen gefertigt werden können, erstellt der Gieße­ reimechaniker zur Außenformnoch die Kerne (Innenformen) der Teile: Das ist besonders anspruchsvoll und erfordert viel Geschicklichkeit. Damit ein Gussteil den Qualitäts­ anforderungen entspricht, kühlt die Gießereimechanikerin das ausge- gossene flüssige Metall langsam ab, bis es sich verfestigt hat, reinigt es und behandelt die Metallinnen- und -außenflächen. Damit eventuelle Lufteinschlüsse imGussteil entdeckt werden, bevor es an den Kunden geliefert wird, überprüft der Gießereimechaniker die Metallbeschaffenheit des Teils. Entwicklungsmöglichkeiten Bachelor of Engineering, eigenes Unternehmen Gießereitechniker/in, Management Industriemeister/in Gruppenführung, Vorarbeiter/in Gießereimechaniker/in Exakte Arbeitsweise Flexibilität Logisches Denkvermögen Organisationstalent Praktische Veranlagung Räumliches Vorstellungsvermögen Selbständigkeit Teamfähigkeit Technisches Interesse Widerstandsfähige Konstitution

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