Berufskundeverlag Berufskatalog.de

Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 95 Mehr Berufe und mehr Infos auf www.berufskunde.de keine Angaben keine Angaben Gesundheits- und Krankenpflegehelfer/in ‹ beobachten, motivieren, pflegen, betten, verabreichen, begleiten › Gesundheits- und Krankenpflegehelfer und -helferinnen sind die unverzicht- baren Betreuer im Krankenhaus, im Be- hinderten-, Pflege- oder Altersheim. Die stationär aufgenommenen Menschen sind auf ihre tägliche Pflege und Zu- wendung angewiesen. Zutritt Abgeschlossene Hauptschule oder erfolgreicher Abschluss einer Beruf- sausbildung. (In Hamburg ist keine bestimmte Schulbildung vorge- schrieben.) Ärztliches Attest zur gesundheitlichen Eignung. Ausbildungsdauer Je nach Bundesland verschieden. Zum Beispiel 1 Jahr in Hamburg und Niedersachsen oder 2 Jahre an staatlich anerkannten Berufs- fachschulen in Krankenhäusern. Schule, Praktikum und Wohnort liegen nicht immer am selben Ort; z.T. mehrwöchiger Blockunterricht. Sonnenseite Gesundheits- und Krankenpflege- helferinnen sind ständig imKontakt mit den verschiedenen Patienten. Mit geübten, fachgerechten Hand- griffen und aufmunterndenGesprä- chen erleichtern sie ihnen den All- tag. Sie erhalten viel Anerkennung. Schattenseite Die körperliche Belastung kann groß sein, etwa beim Umbetten oder Umsetzen in den Rollstuhl oder die Badewanne. Auch die seelische Belastung ist beträcht- lich. Dazu kommt unregelmäßige Arbeitszeit mit Nacht- undWochen- enddienst. Vorurteil »Da muss man alles machen, wozu Gesundheits- und Krankenpflege- rinnen keine Lust haben.« Realität In Krankenhäusern arbeiten die Gesundheits- und Krankenpfleger und Gesundheits- und Kranken- pflegehelfer Hand in Hand. Die Pfl­ egerinnen übernehmen vor allem die Behandlungspflege, die Pfle- gehelferinnen die Grundpflege. In Heimen allerdings sind sie oft allein verantwortlich. Was, wozu? Damit sich der Patient im Kranken- haus oder Heim aufgehoben fühlt, sorgt die Gesundheits- und Kran- kenpflegehelferin für sein tägliches Wohl und kümmert sich um seine Wünsche und Anliegen. Damit bettlägerige Patienten bequem liegen und vor allem nicht wund werden, richtet der Gesun- dheits- und Krankenpflegehelfer die Betten und lagert die Patien- ten – unter Einsatz verschiedener Lagerungshilfsmittel – so schonend wie möglich. Damit sich der Patient frisch fühlt, unterstützt ihn die Gesundheits- und Krankenpflegehelferin bei der Körperpflege und hilft, wo immer nötig. Damit der Patient nicht aufgibt und an Selbständigkeit verliert, ermun- tert ihn der Gesundheits- und Kran- kenpflegehelfer immer wieder zu eigenständigen Tätigkeiten. Damit sich der Arzt jederzeit über den Krankheitsverlauf informieren kann, misst die Gesundheits- und Krankenpflegehelferin regelmäßig Temperatur, Puls und Blutdruck des Patienten und trägt die Werte in die entsprechenden Krankenblätter oder Computerdateien ein. Entwicklungsmöglichkeiten Lehrkraft für Pflegedienstmanagement (in Alters- und Pflegeheimen) Fachwirt/in Alten- und Krankenpflege Pflegefachmann/-frau, Operationstechnische/r Assistent/in, Arbeit in Reha-Abteilungen, Sanitätshäusern, Tageskliniken, in der Industrie für Hilfsmittel für Kranke oder Krankenpflege Gesundheits- und Krankenpflegehelfer/in Belastbarkeit Freundlichkeit Geduld, praktisches Geschick Gute Beobachtungsgabe Kontaktfreudigkeit, Einfühlungsvermögen Positive Einstellung Rasche Auffassungsgabe Teamfähigkeit Verantwortungsbewusstsein Verschwiegenheit  Gesundheits- und Krankenpflege- helferinnen übernehmen vor allem die sogenannte Grundpflege kranker Menschen. Dazu zählen die zahlreichen Pflegeverrichtungen wie die Unterstüt- zung der Patienten bei der Körperpflege, Haarpflege, Nagelpflege und Hautpfle- ge. Sie helfen ihnen beim An- und Aus- kleiden und begleiten sie zu Untersu- chungen. Müssen die Patientinnen das Gehen erst wieder üben, stützen sie sie und leiten sie an.  Bei bettlägerigen Menschen sorgen sie für bequemes Liegen. Sie bringen ihnen die Mahlzeiten, helfen ihnen bei der Nahrungsaufnahme oder stützen und begleiten diejenigen, die unsicher auf den Beinen sind.  Die Gesundheits- und Krankenpflege- helfer unterstützen das Krankenpflege- personal bei den vom Arzt veranlass- ten Behandlungen. Auch helfen sie bei Therapiemaßnahmen und sorgen für Sauberkeit und Hygiene auf der Station. Durch ihre Tätigkeit haben sie engen Kontakt mit den Patienten. Vertrauen und der Aufbau eines guten Verhält- nisses zu ihnen und ihren Angehörigen gehören mit zu ihrem Arbeitsbereich, genauso wie ausreichende Deutsch- kenntnisse in Wort und Schrift.  Gesundheits- und Krankenpflegehel- ferinnen sind in Krankenhäusern, Ge- sundheitszentren oder Facharztpraxen, ebenso wie in Altenwohn- und Pflege­ heimen zu finden. Je nach Bundesland werden sie auch Gesundheits- und Krankenpflegeassistent/in oder Pflege- assistent/in, geprüfte/r Pflegefachhel- fer/in und ähnlich genannt.

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