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Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 89 Mehr Berufe und mehr Infos auf www.berufskunde.de 92% 8% Forstwirt/in ‹ sägen, keilen, fällen, pflanzen, bauen, pflegen, planen, lagern › Forstwirt ist ein Beruf, der wie kaum ein anderer in der Wirklichkeit wesent- lich anders aussieht als in der Vorstel- lung der meisten Menschen. So ist wenig bekannt, dass die Forstarbeit – trotz modernster Maschinen – kör- perlich anstrengend ist. Dazu sind der Forstwirt und die Forstwirtin oft dem Lärm, den Abgasen und Vibrationen der Arbeitsmaschinen ausgesetzt.  Natürlich hat die Waldarbeit auch höchst positive Seiten: das selbständige Arbeiten im Freien, die Naturbezogen- heit und die Gewissheit, eine wirklich nützliche Aufgabe zu erfüllen.  Forstwirtinnen kümmern sich um alle Bereiche im Wald, damit dieser seine Aufgaben als Erholungsraum, Holzpro- duktionsstätte und Wasserregulierer gut erfüllen kann.  Forstwirte fällen Bäume, entrinden, entasten und lagern sie übersichtlich sortiert und leicht zugänglich für den späteren Abtransport. All das will gut geplant sein.  Die Holzwirtschaft ist auf die umsic- htige Arbeit des Försters und seiner Forstwirte angewiesen. Alle Arbeits- vorgänge erfordern überlegtes und konzentriertes Handeln. Forstwirt ist kein Beruf für Träumer!  Die Ausbildung umfasst folgende Bereiche: Rechtsgrundlagen, wirt- schaftliche Zusammenhänge, Ökologie, Naturschutz und Landschaftspflege; Planen, Vorbereiten und Kontrollie- ren der Arbeiten, Kosten/Nutzen-Eva- luation; waldbauliche Grundlagen, Schützen und Entwickeln besonderer Lebensräume u. v.m. Zutritt Mindestens Hauptschulabschluss; in der Berufsberatung und in Betrie- ben nachfragen. Ausbildungsdauer 3 Jahre (Landwirtschaft): duale Aus- bildung Betrieb/Berufsschule. Sonnenseite Der Forstwirt übt seine Arbeit in der natürlichen, freien Umgebung des Waldes aus. Er arbeitet selbständig nachAnweisungen des Försters. Die Auswirkungen seiner Arbeit kann er zum Teil über längere Zeiträume beobachten. Schattenseite Die Forstwirtin ist oft auch unan- genehmenWitterungsbedingungen ausgesetzt. Das Gelände, in dem sie arbeiten soll, ist vielfach nur unter Anstrengung begehbar. Diemeisten Waldarbeiten sind Schwerarbeit. Vorurteil »Der Forstwirt verrichtet seine Arbeit allein, in aller Ruhe undAbge- schiedenheit, so richtig im Frieden und Einklang mit der Natur.« Realität Der Forstwirt arbeitet mit moderns­ ten Maschinen, ist also auch Lärm und Abgas ausgesetzt. Gegen Unfälle und Gesundheitsschäden schützt er sich mit Helm, Gehör- und Gesichtsschutz, Handschuhen und speziellen Arbeitskleidern. Aus Sicherheitsgründen sind Forstwirte häufig auch zu dritt unterwegs. Was, wozu? Damit unser Bedarf an Holz gedeckt werden kann und unsere Wäl- der nach naturnahen Methoden gepflegt werden, fällt der Forst- wirt Bäume. Damit das Holzverarbeitungsge- werbe und die Holzindustrie mit Rohstoff versorgt werden, bea- rbeitet die Forstwirtin die gefäll- ten Bäume, rückt die fertigen Stämme an die Abfuhrwege und lagert sie dort in verkaufsbereiten Sortimenten. Damit künftige Waldgeneratio- nen gedeihen können, pflanzt der Forstwirt neue Bäume und hegt und pflegt den Jungwald in regel- mäßigen Abständen. Damit die lebenswichtigen Schutz- funktionen desWaldes erhalten und zum Beispiel Hänge stabil bleiben, hilft die Forstwirtin je nach Landes- gegend beimWeg-, Bach-, Schnee- und Lawinenverbau. Damit die gefällten Bäume trans- port- und verarbeitungsfähig wer- den, setzt der Forstwirt spezielle Entrindungs- und Entastungsma- schinen ein. Entwicklungsmöglichkeiten Förster/in Forstwirtschaftsmeister/in Vorarbeiter/in, Forstmaschinenführer/in Forstwirt/in Freude an Arbeit im Freien Freude an körperlicher Leistung, Ausdauer Gefahrenbewusstsein, Verantwortungsbewusstsein Gutes Beobachtungs- und Reaktionsvermögen Handwerkliches Geschick, technische Begabung Naturverbundenheit Robuste Konstitution Teamfähigkeit Umsicht, Zielstrebigkeit Zuverlässigkeit, Selbständigkeit

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