Berufskatalog -K- des Berufskunde-Verlags

Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 86 4 % 96% Florist/in ‹ zusammenbinden, arrangieren, dekorieren, beraten, verpacken, verschicken › Ein farbiger Blumenstrauß macht Freu- de! Wie schade wäre es doch, könn- ten wir nicht hin und wieder Blumen schenken. Je nach Saison stellen Florist und Floristin Blumen, Blütenzweige und Pflanzen zu Sträußen, Bouquets oder Gestecken zusammen. Dabei setzen sie die Farben und Formen der Pflanzen mit viel Geschmack so ein, dass jede Arbeit ein kleines Kunstwerk wird.  Ihre Kunden sind Privatleute, Ge- schäftsleute, Verliebte oder Geburts- tagsgäste.  Die Floristin geht freundlich und fachkundig auf alle Wünsche ein und empfiehlt je nach Umständen Schnitt- blumen oder Topfpflanzen, exotische oder heimische Gewächse und berät die Kunden, wie sie ihre Blumen oder Pflanzen am besten pflegen können. Daneben verkauft sie aber auch Vasen und Schalen.  Floristen fertigen außerdem Blumen- arrangements: auf Bestellung oder so- fort in Anwesenheit des Kunden. Um al- lenWünschen nachzukommen, müssen sie sich manchmal fast »überschlagen«. In flauen Stunden dagegen finden sie Zeit, ihre Pflanzen im Geschäft zu pfle- gen und Arrangements fürs Schaufens- ter zu binden.  Es gibt drei Handlungsbereiche für die Floristin und den Floristen: die Pflanzen- pflege sowie den handwerklich-künstle- rischen und den kaufmännisch-betriebs- wirtschaftlichen Bereich.  Mit ihrer Abschlussprüfung erbrin- gen die Floristinnen und Floristen auch gleichzeitig den Sachkundenachweis für die Abgabe von Pflanzenschutzmitteln. Zutritt Mindestens Hauptschulabschluss; in der Berufsberatung und in Be- trieben nachfragen. Ausbildungsdauer 3 Jahre (Handel): duale Ausbildung Betrieb/Berufsschule. Sonnenseite Die Floristin arbeitet täglich mit den unterschiedlichsten Blumen und Pflanzen. Das ist eine schöne Umgebung. Ihre Arbeit bringt sie in Kontakt mit vielen Menschen. Schattenseite Da Blumen ein eher kühles und feuchtes Klima brauchen, ist die Temperatur im Blumengeschäft niedrig (14–18 °C) und die Luft- feuchtigkeit hoch. Zudemmuss die Floristin praktisch den ganzen Tag stehen. Vorurteil »Die Floristin muss nur Blumen in Vasen arrangieren.« Realität Die täglich anfallenden Arbeiten (Tragen von Säcken mit Erde, von gefüllten Vasen und großen Pflan- zen) erfordern manchmal kräfti- ges Zupacken. Das Arrangieren von Pflanzen braucht jedoch einen fei- nen Sinn für Formen, Farben und Gestaltung. Dazu noch die Kun- denberatung und das ganze Kauf- männische! Was, wozu? Damit die Blumen bestens zur Gel- tung kommen, arrangiert sie die Floristin in geschmackvollen Sträu- ßen und Gebinden. Damit Blumenschmuck Feste und Feiern (Hochzeiten, Jubiläen, Be- gräbnisse) verschönert, nimmt die Floristin die entsprechenden Be- stellungen entgegen und sorgt für ihre exakte Ausführung. Damit die Kunden möglichst lan- ge Freude an ihren Blumen haben, berät sie die Floristin in Bezug auf Auswahl, Zusammenstellung und Pflege. Damit alle Pflanzen und Blumen zu Verkaufsbeginn vorhanden sind, holt sie die Floristin schon in den frühenMorgenstunden vomGroß- markt – lange vor Ladenöffnung. Damit der Kunde einem Bekannten oder Freund einen Strauß als Über- raschung zustellen lassen kann, nimmt die Floristin die Adresse ent- gegen und übergibt die verpack- ten Blumen dem Lieferdienst des Geschäftes. Damit das Schaufenster des Ge- schäfts zum Blumenkauf verlockt, schmückt es die Floristin mit attrak- tiven Arrangements. Entwicklungsmöglichkeiten Unternehmer/in Geschäftsführer/in Meister/in Staatlich geprüfte/r Florist/in Florist/in Belastbarkeit Freundlichkeit Freude am Gestalten, gutes Stil- und Farbempfinden Freude am Kundenkontakt Geduld Gute Ausdrucksweise, Gedächtnis für lat.-griech. Pflanzennamen Gute Gesundheit Handwerkliches Geschick Rasche Auffassungsgabe Teamfähigkeit

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