Berufskatalog -K- des Berufskunde-Verlags

Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 84 91% 9% Fleischer/in ‹ beraten, zerschneiden, verkaufen, beurteilen, zerlegen, würzen › Angehende Fleischer und Fleischerin- nen können in der zweiten Hälfte ihrer Ausbildung zwei von sechs Wahlquali- fikationseinheiten wählen:  Fleischer fürs »Schlachten« kaufen die Tiere beimViehhändler ein. Das Schlach- ten und Zerlegen – das Schneiden in große Stücke – geschieht meist in grö- ßeren Schlachthöfen.  Fleischerinnen für das »Herstellen besonderer Fleisch- und Wurstwaren« stellen unter anderem Wurstwaren, Pasteten, Rouladen oder Sülzen her.  Fleischer für das »Herstellen von Gerichten« machen Braten, Auflauf oder Fertiggerichte.  Fleischer für »Veranstaltungsservice« lernen, eigenständig Veranstaltungen zu planen, zu kalkulieren und durch- zuführen.  Fleischerinnen für »Kundenberatung und Verkauf« richtenmit Ideen und Sorg- falt Theken her, präsentieren marinierte Stücke, fertige Spieße u. a. in hygieni- schen Schalen. Sie bedienen und beraten die Kunden und geben Auskunft über die Zubereitung gewisser Fleischarten.  Fleischer für das »Verpacken von Pro- dukten« garantieren mit ihrer Verpa- ckung, dass die Fleischware geschützt und korrekt gekennzeichnet abgeschickt wird.  Allgemein müssen Fleischer die ver- schiedenen Tierarten erkennen, Roh- stoffe beurteilen und die Einhaltung der Hygiene- und lebensmittelrechtlichen Bestimmungen sicherstellen können. Zutritt Mindestens Hauptschulabschluss; in der Berufsberatung und in Betrie- ben nachfragen. Günstig ist Mitt- lere Reife. Ausbildungsdauer 3 Jahre (Industrie + Handwerk): duale Ausbildung betrieblich oder überbetrieblich sowie in der Berufs- schule. Ein Teil der Ausbildung (max. ein Viertel) kann imAusland absol- viert werden. Sonnenseite In kleineren Metzgereien haben Fleischer/innen Kontakt mit Kun- den. Sie geben ihnen Ratschläge zur Fleischzubereitung oder richten das Fleisch auf Wunsch speziell her. Schattenseite In Stoßzeiten müssen Fleischer gezielt und rasch arbeiten; teil- weise sind sie auch samstags und nachts im Einsatz. Vorurteil »Fleischer ist ein schrecklich bluti- ger Beruf.« Realität Das Schlachten und Zerlegen von Tieren ist nicht jedermanns Sache, doch kann man den Tätigkeits- schwerpunkt entsprechend wäh- len. Letztlich muss aber auch diese Arbeit ausgeführt werden. Die meiste Zeit nimmt aber das Herstellen von Wurstwaren, das Zubereiten der Fleischstücke und das Verkaufen ein. Was, wozu? Damit eine Veranstaltung auch beim Essen und Trinken ein vol- ler Erfolg wird, ohne das Budget zu überschreiten, rechnet die Flei- scherin sorgfältig die Kosten für alle Ess- und Fleischwaren sowie Getränke durch. Damit Kunden zum Beispiel über Mittag warmes, fertig zubereitetes Fleisch erhalten können, bereitet der Fleischer große Braten vor, die er scheibenweise verkauft. Damit man die Rest- und Teilstücke der geschlachteten Tiere weiterver- arbeiten kann, muss die Fleischerin die Schlachttierkörper entbeinen. Damit Fleisch bratfertig gekauft werden kann, bereitet die Flei- scherin verschiedeneMarinaden zu und mariniert einzelne Fleischstü- cke (zum Beispiel Steak mexicaine oder Cordon bleu) für den Verkauf. Damit die Fleischwaren fachge- recht verpackt werden, wählt der Fleischer das entsprechende Ver- packungsverfahren aus, richtet die Maschine ein, bedient sie, kont- rolliert das verpackte Produkt und kennzeichnet es. Damit die Kunden Appetit auf die Fleischwaren bekommen, präsen- tiert sie die Fleischerin ansprechend. Entwicklungsmöglichkeiten Unternehmer/in, Lebensmitteltechnologe/-login Abteilungsleiter/in, Filialleiter/in, Verkaufsleiter/in im Metzger-/Fleischerhandwerk, Fachlehrer/in Techniker/in FR Fleischerei-, Konserventechnik; Betriebswirt/in des Handwerks FR Fleischerhandwerk Zerleger/in, Kuttermeister/in, Salzer/in, Einkäufer/in usw. (Spezialisierung) Fleischermeister/in (Meisterprüfung) Fleischer/in Augenmaß Freude am Kundenkontakt Freude am Umgang mit Lebensmitteln Handwerkliches Geschick Kaufmännisches Geschick Leistungsbereitschaft Organisationstalent Persönliche Hygiene, Sauberkeit und Ordnungssinn Rasche Auffassungsgabe Widerstandsfähige Konstitution

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