Berufskatalog -K- des Berufskunde-Verlags

Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 82 7% 93% Feinwerkmechaniker/in ‹ sägen, drehen, fräsen, bohren, schleifen, schweißen, löten, messen › Feinwerkmechaniker und -mechanike- rinnen stellen feinmechanische Geräte her, z.B. Mess- und Prüfgeräte oder chi­ rurgische Apparate. Sie fertigen auch Maschinen, Anlagen und ganze Systeme, entweder als Einzelgeräte, in kleinen Serien und manchmal auch Versuchs- modelle (Prototypen). Gekonnt wenden sie Stanz-, Schnitt- und Umformtechni- ken an, kennen sich aus in der Vorrich- tungs- und Formenbautechnik.  Damit siemit dem Fertigen eines Gerä- tes zügig vorwärts kommen, planen sie die einzelnen Arbeitsschritte sorgfältig und legen alle Materialien bereit.  Nach technischen Zeichnungen, die ihnen Formen, Maße usw. angeben, oder nach Skizzen stellen sie von Hand und mit modernen, z. T. computergesteuer- ten Werkzeugmaschinen Teile her, die nicht zugeliefert werden: auf Millime- ter-Bruchteile genau! Danachmontieren sie das Gerät und überprüfen seine Funk- tionen. Die Feinwerkmechaniker arbeiten selbständig, bestimmen Verfahren und Material usw. weitgehend selbst.  Täglich haben die Feinwerkmechani- ker mit modernen, computergesteuer‑ten Werkzeugmaschinen zu tun. Sie programmieren diese Maschinen und lassen dann darauf Einzelteile aus Stahl und anderen metallischenWerkstoffen, aber auch aus Kunststoff und Keramik drehen und fräsen, bohren und schlei- fen. Sie fertigen Metallteile aber auch manuell.  Erfahrene Feinwerkmechaniker kön- nen auch eigene Ideen zur Gestaltung und Ausführung von Geräten einbrin- gen. Da zur Grundausbildung das Erler- nen aller handwerklichen Fertigungs- techniken gehört, finden sie auch in verwandten Berufen Arbeitsmöglich- keiten. Zutritt Mindestens Hauptschulabschluss; in der Berufsberatung und in Betrie- ben nachfragen. Gute Leistungen in Mathematik sind wichtig. Ausbildungsdauer 3,5 Jahre (Handwerk): duale Ausbil- dung Betrieb/Berufsschule. Es gibt 3 Schwerpunkte: Maschinenbau, Feinmechanik und Werkzeugbau. Die Zwischenprüfung zählt bereits für die Abschlussprüfung. Sonnenseite Die Aufgaben, die der Feinwerk- mechaniker zu lösen hat, sind viel- seitig. Was er fertigt, sieht er vor sich entstehen. Schattenseite Die Maschinen sind ziemlich laut. Vorurteil »Was für eine schmutzige Arbeit!« Realität Beim Fertigen von Einzelteilen gibt es tatsächlich Staub. Das ist beim Bearbeiten vonMetall nicht zu ver- meiden. Außerdem wird auch Öl und Schmiere gebraucht (Kugel- lager usw.). In vielen Betrieben ist darum die Fertigung (Werkstatt) von der Montage getrennt, denn für die Montage ist eine möglichst staubfreie Arbeitsumgebung not- wendig. Was, wozu? Damit die Feinwerkmechanikerin weiß, ob das Einzelteil die vorge- gebenen Abmessungen erhält, kontrolliert sie es während des Bea- rbeitens immer wieder mit Mess- geräten. Damit Konstruktionsprobleme, die z.B. bei Einzelanfertigungen oder Prototypen auftauchen, die Fer- tigstellung nicht verzögern, sucht der Feinwerkmechaniker selbstän- dig oder mit Berufskollegen neue Lösungswege. Damit die Konstruktion bei der Montage nicht plötzlich windschief ist, misst sie die Feinwerkmechani- kerin laufend nach und richtet (kor- rigiert) anfallende Verschiebungen, die sich z.B. durch Erwärmen erge- ben können. Damit das montierte Gerät beim Kunden gut funktioniert, prüft es der Feinwerkmechaniker gründlich und stellt es dann korrekt ein. Damit ausgelieferte Geräte, die beschädigt wurden, wieder ein- gesetzt werden können, repariert und überprüft sie die Feinwerkme- chanikerin. Entwicklungsmöglichkeiten Bachelor oder Master of Engineering, Unternehmer/in Industriemeister/in, Handwerksmeister/in, Techniker/in Gruppenleiter/in, Auslandsmonteur/in, technischer Kundendienst Feinwerkmechaniker/in Ausdauer und Geduld Freude an Metallbearbeitung Freude an Präzisionsarbeit Handgeschicklichkeit, guter Tastsinn Rasche Auffassungsgabe Räumliches Vorstellungsvermögen Teamfähigkeit Technisches Verständnis und Freude an Mathematik Praktische Veranlagung Eigeninitiative

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