Berufskatalog -K- des Berufskunde-Verlags

Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 81 Mehr Berufe und mehr Infos auf www.berufskunde.de 14% 86% Fahrzeuglackierer/in ‹ schleifen, reinigen, polieren, abdecken, mischen, spritzen › Lack schützt und verschönert! Wer sein Auto wegen Unfall- oder Korrosions- schäden in dieWerkstatt bringt, möchte es so schön wie neu abholen können.  Es werden meistens nicht ganze Fahr- zeuge nach Kundenwunsch umge- spritzt, sondern Reparaturstellen an Kotflügeln, Stoßstangen usw. Manch- mal müssen die Fahrzeuglackierer und Fahrzeuglackierinnen erst Autoteile aus- bauen, damit sie hinterher dort lackieren können. Kleinere Reparaturen gehören zu ihrem Pflichtenheft. Deshalb sind sie mit Vorarbeiten wie zum Beispiel der Blechbearbeitung vertraut, aber auch mit Schleifen und Grundieren.  Um schließlich genau den gewünsch- ten Farbton zu treffen, müssen die Fahrzeuglackierer meistens die Lacke mischen. Dieses Mischen kann recht schwierig sein. Ist es endlich gelungen, wird das Auto lackiert – manchmal mit Pinsel oder Rolle, meist aber mit dem Spritzgerät.  Fahrzeuglackierer und Fahrzeug­ lackierinnen erstellen auch Schriften oder Ornamente, mit Hilfe von Folien und Schablonen. Zum Schutze des Fahr- zeugs versiegeln sie dabei dessen Hohl- räume und bringen einen Unterboden- schutz an. Nach dem Lackieren sieht das Auto meist wieder aus wie neu!  Fahrzeuglackierer und Fahrzeug­ lackierinnen werden nicht nur in Fach- werkstätten für Fahrzeuglackierung, sondern auch bei Automobilherstellern ausgebildet und beschäftigt. Zutritt Mindestens Hauptschulabschluss; in der Berufsberatung und in Betrie- ben nachfragen. Ausbildungsdauer 3 Jahre (Handwerk): duale Ausbil- dung Betrieb/Berufsschule. Sonnenseite Haben Fahrzeuglackierer und -lackiererinnen ein Auto fertigge- stellt, wirkt es wieder wie neu. Der Arbeitserfolg ist direkt sichtbar und die Freude bei der Kundschaft meis- tens ebenso. Schattenseite Beim Spritzen der Farben wird stets eineMaske getragen, umdie Atem- wege zu schützen. Dass man bei der Arbeit selber mal einen Farb- spritzer abbekommt, ist kaum zu vermeiden. Vorurteil »Autoteile demontieren und dann noch all die Farben, da wird man schmutzig ohne Ende!« Realität Die Arbeit mit Fahrzeugen, Far- ben und Lacken macht die Hände schmutzig, das gehört zum Hand- werk. Dochwas zählt, ist die Freude an der Arbeit. Außerdem sind alle Werkstätten heutemit Garderoben und Duschanlagen ausgerüstet. Was, wozu? Damit das dünne Blech des Autos nicht in kürzester Zeit durchgerostet ist, kennt der Fahrzeuglackierer den komplizierten Lackaufbau jedes Wagens und bearbeitet beschä- digte Stellen fachgerecht. Damit beim Spritzen nicht auch in- takte Autopartien bearbeitet wer- den, deckt die Fahrzeuglackiererin alles außer den beschädigten Stel- len mit Papier ab. Damit beschädigte Stellen nach dem Lackieren nicht mehr sichtbar sind, beurteilt der Fahrzeuglackierer erst den bestehenden Lackaufbau und legt daraufhin die notwendi- gen Arbeitsgänge fest. Damit jede Unebenheit entdeckt und ausgeglichen wird, tastet die Fahrzeuglackiererin die beschädigte Stelle immer wieder ab und beult gröbere Dellen aus. Damit ausgespachtelte Stellen die ursprüngliche Formzurück erhalten, schleift sie der Fahrzeuglackierer so zurecht, dass das Fahrzeug nach dem Lackieren wie neu aussieht. Entwicklungsmöglichkeiten Chemieingenieurwesen (Bachelor) Unternehmer/in (eigene Fahrzeuglackiererei) Betriebsleiter/in, Geschäftsführer/in Techniker/in Fachrichtung Farb- und Lacktechnik Maler- und Lackiermeister/in, Betriebswirt/in (Handwerk) Fahrzeuglackierer/in Ausdauer, Stehvermögen Ausgeprägter Tastsinn Exakte Arbeitsweise und Sorgfalt Gutes Farbempfinden Handwerkliches Geschick Keine Allergien Qualitätsbewusstsein Selbständigkeit, Lernfreude Sinn für Darstellung und Wirkung Zuverlässigkeit

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