Berufskatalog -K- des Berufskunde-Verlags

Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 80 36% 64% Fahrzeuginterieur- Mechaniker/in ‹ ausmessen, zuschneiden, verschweißen, nähen, beziehen, abdichten › Fahrzeuginterieur-Mechaniker und Fahr- zeuginterieur-Mechanikerin montieren Bauteile und Baugruppen, bauen steue- rungstechnische Elemente in Fahrzeuge ein und prüfen sie, verlegen elektrische und pneumatische Leitungen. Ein sehr vielseitiger Beruf!  Das Fachgebiet des Fahrzeuginte- rieur-Mechanikers ist die Ausstattung der Innenräume von Autos, Schiffen, Bahnwagen oder auch Flugzeugen. Er dichtet Türen und Fenster ab, repariert Polster und Verkleidungen oder fertigt Neues nach Kundenwunsch an. Er ist vertraut mit den vielen verschiedenen Materialien, die ihm für die Arbeit zur Verfügung stehen, kennt ihre Vorzüge und Nachteile, so dass er seine Kunden optimal beraten kann.  Die Fahrzeuginterieur-Mechanikerin passt Teppiche und einen Autohimmel in ein Auto ein, ein Dachfenster oder einen Polstersitz in ein Boot oder fertigt Abdeckhüllen für Geräte oder Lastwa- gen. Viel Erfahrung erfordert das Ferti- gen von Cabriolet-Verdecken oder das Restaurieren von Oldtimern. Auch die Wärmedämmung und Schallisolierung gehören zu ihrer Tätigkeit.  Der Großteil der Arbeiten erfolgt von Hand, doch für das Nähen, Ver- schweißen und Bohren gibt es moderne Maschinen. Da Systeme von High-Tech Fahrzeugen im Interieur vernetzt sind, kommen bei der Produktion immer mehr digital gestützte Verfahren zum Einsatz, z.B. für den 3-D-Druck von Aus- stattungsteilen. Zutritt Nach gut abgeschlossener Haupt- schule (gute Noten inMathematik, Geometrie und Zeichnen). Ausbildungsdauer 3 Jahre (Industrie): duale Ausbil- dung Betrieb/Berufsschule. Sonnenseite Die Arbeit ist sehr vielseitig, man hat nicht nur mit Innenverkleidun- gen zu tun. Jeder Auftrag ist prak- tisch eine Einzelanfertigung und je nach Fahrzeug (z. B. Oldtimer) besonders reizvoll. Schattenseite Manchmal muss man unter Zeit- druck arbeiten, dann ist hohe Kon- zentration gefragt, denn alles ist Maßarbeit. Doch Hektik ist in die- sem Beruf nicht die Regel. Vorurteil »Die Arbeit ist doch wohl eher für Mädchen geeignet!« Realität Das Verarbeiten so unterschiedli- cher Materialien wie Leder, Segel- tuch, Stoffe, Teppichmaterial oder Kunststoff ist faszinierend. Der Be- ruf ist gleichermaßen für Männer und Frauen geeignet. Was, wozu? Damit der Autofahrer sein Mobil- telefon gefahrlos im Auto mitfüh- ren und benutzen kann, fertigt der Fahrzeuginterieur-Mechaniker eine entsprechende Halterung und montiert sie. Damit der Sitzbezug eines Auto­ sitzes exakt passt, misst die Fahr- zeuginterieur-Mechanikerin alle Teile aus, fertigt Schablonen an, zeichnet sie nach und schneidet dann die Teile des Bezuges gemäß den schablonierten Linien zu. Damit Waren beim Transport ge- schützt werden können, berät der Fahrzeuginterieur-Mechaniker den Kunden über die geeigneten Ma- terialien und fertigt damit Lastwa- genplanen an. Damit Schutzhüllen für Maschinen in der richtigen Größe gefertigt werden können, geht die Fahr- zeuginterieur-Mechanikerin im Unternehmen des Auftraggebers vorbei und nimmt da die Maße auf. Damit die Türverschalung und die Sitzbezüge farblich zusammenpas- sen, gleicht der Fahrzeuginterieur- Mechaniker ihre Farbgebung vor der Endfertigung ab. Entwicklungsmöglichkeiten Unternehmer/in Technischer Betriebswirt/in Abteilungsleiter/in Restaurierungstechniker/in Meister/in Fahrzeuginterieur-Mechaniker/in Farben- und Formensinn Freude an der Verarbeitung verschiedener Materialien Genauigkeit Gute Umgangsformen Gutes Augenmaß Handwerkliches Geschick Kreativität Räumliches Vorstellungsvermögen Selbständigkeit Sorgfältiges Arbeiten

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