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Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 80 59% 41% Fahrzeuginnen- ausstatter/in ‹ ausmessen, zuschneiden, verschweißen, nähen, beziehen, abdichten › Fahrzeugausstatter und Fahrzeugaus- statterin montieren Bauteile und Bau- gruppen, bauen steuerungstechnische Elemente ein und prüfen sie, verlegen elektrische und pneumatische Leitungen und leisten noch vieles mehr. Ein sehr vielseitiger Beruf also!  Das Fachgebiet des Fahrzeugausstat- ters ist die Ausstattung der Innenräume von Autos, Schiffen, Bahnwagen oder auch Flugzeugen. Er dichtet Türen und Fenster ab, repariert Polster und Verklei- dungen oder fertigt Neues nach Kun- denwunsch an. Er ist vertraut mit den vielen verschiedenen Materialien, die ihm zur Arbeit zur Verfügung stehen, und kennt ihre Vorzüge und eventuel- len Nachteile, so dass er seine Kunden optimal beraten kann.  Die Fahrzeuginnenausstatterin passt Teppiche und einen Autohimmel in ein Auto ein, einDachfenster oder einen Pols- tersitz in ein Boot oder fertigt Abdeck- hüllen für Geräte oder Lastwagen.  Viel Erfahrung erfordert das Ferti- gen von Cabriolet-Verdecken oder das Restaurieren von Oldtimern. Auch die Wärmedämmung und Schallisolierung gehören zu ihrer Tätigkeit.  Der Großteil der Arbeiten erfolgt von Hand, doch für das Nähen, Verschweißen und Bohren gibt es Maschinen. Manch- mal verläuft die Produktion auch rech- nergestützt. Zutritt Nach gut abgeschlossener Haupt- schule (gute Noten inMathematik, Geometrie und Zeichnen). Ausbildungsdauer 3 Jahre (Industrie): duale Ausbil- dung Betrieb/Berufsschule. Sonnenseite Die Arbeit ist sehr vielseitig, man hat nicht nur mit Innenverkleidun- gen zu tun. Jeder Auftrag ist prak- tisch eine Einzelanfertigung und je nach Fahrzeug (z. B. Oldtimer) besonders reizvoll. Schattenseite Manchmal muss man unter Zeit- druck arbeiten, dann ist hohe Kon- zentration gefragt, denn alles ist Maßarbeit. Doch Hektik ist in die- sem Beruf nicht die Regel. Vorurteil »Die Arbeit ist doch wohl eher für Mädchen geeignet!« Realität Das Verarbeiten so unterschiedli- cher Materialien wie Leder, Segel- tuch, Stoffe, Teppichmaterial oder Kunststoff ist faszinierend. Der Be- ruf ist gleichermaßen für Männer und Frauen geeignet. Was, wozu? Damit der Autofahrer sein Mobil- telefon gefahrlos im Auto mitfüh- ren und benutzen kann, fertigt der Fahrzeuginnenausstatter eine ent- sprechende Halterung und mon- tiert sie. Damit der Sitzbezug eines Auto­ sitzes exakt passt, misst die Fahr­ zeuginnenausstatterin alle Teile aus, fertigt Schablonen an, zeichnet sie nach und schneidet dann die Teile des Bezuges gemäß den schablo- nierten Linien zu. Damit Waren beim Transport ge- schützt werden können, berät der Fahrzeuginnenausstatter den Kun- den über die geeigneten Materia- lien und fertigt damit Lastwagen- planen an. Damit Schutzhüllen für Maschinen in der richtigen Größe gefertigt werden können, geht die Fahr­ zeuginnenausstatterin im Unter- nehmen des Auftraggebers vorbei und nimmt da die Maße auf. Damit die Türverschalung und die Sitzbezüge farblich zusammenpas- sen, gleicht der Fahrzeuginnenaus- statter ihre Farbgebung vor der Endfertigung ab. Entwicklungsmöglichkeiten Unternehmer/in Technischer Betriebswirt/in Abteilungsleiter/in Restaurierungstechniker/in Meister/in Fahrzeuginnenausstatter/in Farben- und Formensinn Freude an der Verarbeitung verschiedener Materialien Genauigkeit Gute Umgangsformen Gutes Augenmaß Handwerkliches Geschick Kreativität Räumliches Vorstellungsvermögen Selbständigkeit Sorgfältiges Arbeiten

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