Berufskatalog 2023 des Berufskunde-Verlags

Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 65 Mehr Berufe und mehr Infos auf www.berufskunde.de keine Angaben keine Angaben Erzieher/in ‹  anregen, fördern, betreuen, lehren, gestalten, bewegen, beobachten › Die Kinderkrippe oder der Kindergarten bzw. die Kindertagesstätte ist für viele Kinder die erste größere Gemeinschaft, in der sie sich ohne Eltern aufhalten. Die Erzieherin und der Erzieher betreuen dort Kinder von 8 Monaten bis zu 6 Jahren. Sie helfen ihnen, sich in der Gruppe zurechtzufinden, und fördern sie in ihrer Entwicklung. Dazu müssen die Erzieher und Erzieherinnen genau wissen, wie man die Bedürfnisse, Fähigkeiten und Entwicklungsmöglichkeiten der Kinder in den verschiedenen Altersklassen erkennt und fördert. Sie wissen auch genau, wie Gruppenprozesse ablaufen und wie sie die Kinder z. B. in Konflikten unterstützen können. Für die Arbeit stehen den Erzieherinnen viele unterschiedliche Mittel und Materialien zur Verfügung: Bücher zum Vorlesen, Musik, Bastel- undMalmaterialien, Brettspiele, Bewegungsangebote, Tanz usw. Erzieher berücksichtigen die individuellen Bedürfnisse der Kinder. Sie fördern die Kinder auf verschiedenen Ebenen, zum Beispiel ihre sprachliche Ausdrucksfähigkeit, ihr Bewegungsvermögen (Motorik) und ihre Fähigkeit, mit anderen Kindern zurechtzukommen (Sozialkompetenz). Die Erzieherinnen spielen eine sehr wichtige Rolle in der Persönlichkeitsentwicklung der Kinder. Ein guter Kontakt zwischen Erziehern und Eltern ist für die gemeinsame Aufgabe der Kindererziehung wünschenswert, deswegen werden Elternabende angeboten und Einzelgespräche geführt. Erzieher können vielerorts arbeiten: im Kinderhort (6–14 Jahre), imKinder- und Jugendheim oder Kinderdorf, in Behindertenheimen, Freizeiteinrichtungen, Jugendhäusern oder sozialpädagogischen Wohngemeinschaften. Zutritt Je nach Bundesland verschieden. In der Regel mittlerer Bildungsabschluss; oft einschlägiger Erstberuf wie Kinderpfleger/in oder in der Gesundheits- und Krankenpflege usw. Z. T. (Fach-)Hochschulreife mit Nachweis eines Praktikums von mind. 4Monaten in einer sozialpädagogischen Einrichtung, amtsärztliches Zeugnis. Ausbildungsdauer 3 Jahre: Fachschule (2 Jahre Theorie, 1 Jahr Berufspraktikum) oder 4 Jahre (mit integriertemPraktikum). Sonnenseite Jeder Tag verläuft anders. Das Fördern von Kindern ist eine interessante und verantwortungsvolle Aufgabe. Schattenseite Kinder können laut oder quengelig sein und einem ein »Loch in den Bauch« fragen. Das braucht Nerven. Vorurteil »Erzieherinnen arbeiten gar nicht richtig: Sie spielen oder sprechen nur mit Kindern.« Realität Das Umgehen mit Kindern und Jugendlichen erfordert viel Wissen und Einfühlungsvermögen. Ob Spielen, Basteln, Sprechen oderMusizieren: Immer steht die Entfaltung der Kinder an erster Stelle. Hinzu kommt die Vorbereitungsarbeit sowie Zeit für die Zusammenarbeit mit Eltern, Behörden usw. Was, wozu? Damit der Beginn einer Entwicklungsstörung eines Kindes sofort erkannt wird, beobachtet die Erzieherin die Kinder während der Unterrichtszeit. Damit die Kinder sich auszudrücken lernen, ermuntert sie der Erzieher zum Erzählen von Erlebnissen, Beschreiben von Gegenständen oder zu Sprachspielen. Damit die Kinder sich in der Gruppe zu behaupten, aber auch Rücksicht zu nehmen lernen, regt die Erzieherin zu Gruppenspielen an. Damit die Kinder ihren Erfahrungs- undWissensbereich erweitern können, arbeitet der Erzieher mit ihnen themenbezogen, z. B. zum Thema Umwelt oder Körperfunktionen. Damit das Kind seine eigene Persönlichkeit entwickeln kann, lässt die Erzieherin ihm möglichst viel Entscheidungs- und Entfaltungsfreiheit. Damit ein Kind nicht durch einen zu frühen Eintritt in die Schule überfordert wird, bespricht der Erzieher den Schulwechsel mit den Eltern und, wenn nötig, mit demSchularzt und der Schulpsychologin. Entwicklungsmöglichkeiten Kindergartenleitung, Erziehungsleitung, Sonderpädagoge/-gogin Logopäde/-pädin, Ergotherapeut/in, Heilpädagoge/-gogin, Sozialpädagogische/r Assistent/in, Sozialhelferassistent/in Erzieher/in Fachrichtung Jugend- und Heimerziehung Erzieher/in Ausdrucksfähigkeit Beobachtungsgabe Fantasie, gestalterische Fähigkeiten Fähigkeit, logisch-kausal zu denken Handwerkliches Geschick Interesse für erzieherische, soziale, psychologische Fragen Kontaktfreudigkeit, Einfühlungsvermögen Kooperationsfähigkeit Selbständigkeit Verantwortungsbewusstsein Bachelor of Arts – Pädagogik der Kindheit

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