Berufskatalog -K- des Berufskunde-Verlags

Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 60 4% 96% Elektroniker/in für Gebäude- und Infrastruktursysteme ‹ installieren, betreiben, analysieren, überwachen, prüfen, schulen › Die Elektronikerinnen und Elektroniker für Gebäude- und Infrastruktursysteme kommen in den verschiedensten Gebäu- den zum Einsatz. Das können Wohnge- bäude, Kranken- oder Geschäftshäu- ser, verkehrstechnische Anlagen oder Industrieanlagen sein. Überall sorgen sie für einen reibungslosen Ablauf der Infrastruktur. Damit sind verschiedenste Aufgaben verbunden, denn die Infra- struktur besteht aus mehreren Systemen wie etwa Lüftungs-, Heizungs-, Elektrizi- täts- und Sicherungssystemen oder auch Klimaanlagen.  Elektroniker für Gebäude- und Inf­ rastruktursysteme kontrollieren und pflegen all diese Systeme, damit kei- nes davon unerwartet ausfällt, was meist nachteilige Folgen hat. Deshalb nehmen sie auch Störungsmeldun- gen entgegen oder führen selbständig Kontrollen durch. Wenn die Elektroni- ker dabei Systemteile sehen, die einen funktionsschwachen oder materialmü- den Eindruck machen, wechseln sie sie vorsichtshalber aus, damit es nicht zu einem gefürchteten Systemeinbruch kommt. Ist kein Ersatzteil da, stellen sie es in ihrer Betriebswerkstatt selbst her. Dort kommt ihnen zunehmend auch die Digitalisierung der Arbeit zu Hilfe.  Elektroniker für Gebäude- und Inf- rastruktursysteme kennen die Sicher- Zutritt Mindestens Hauptschul-, jedoch- meist mittlerer Bildungsabschluss erforderlich. In der Berufsberatung und in Betrieben nachfragen. Ausbildungsdauer 3,5 Jahre (Industrie): duale Ausbil- dung Betrieb/Berufsschule. Sonnenseite Der Elektroniker für Gebäude und Infrastruktursysteme stellt Ersatz- teile zumTeil selber her, was Kombi- nationsgabe erfordert und Genug- tuung verschafft. Die Arbeit findet mal in der Werkstatt, mal auf dem Bauplatz statt. Schattenseite Bei der Arbeit auf dem Bauplatz können hin und wieder auch schwierige Bedingungen herrschen. Vorurteil »Geräte einbauen und anschlie- ßend ein paar bunte Drähte ver- kabeln ist doch Bastelarbeit.« Realität Es ist eine vielseitige, anspruchs- volle Tätigkeit, die handwerkliches Geschick verlangt, denn Schalt- anlagen sind je nach Anforde- rung anders zu bauen. Manchmal brauchen Energieelektroniker einen scharfen Spürsinn, um die Ursache von Defekten zu finden. Was, wozu? Damit der Fahrstuhl, der in einem großen Geschäftshaus stecken geblieben ist, wieder in Gang kommt, ergreift der Elektroniker für Gebäude- und Infrastruktur- systeme die nötigen Maßnahmen in der betroffenen Schaltanlage. Damit die überlebenswichtigen Anlagen in einemKrankenhaus bei einem Energieausfall nicht plötzlich ausfallen, sorgt die Elektronikerin für Gebäude- und Infrastruktursys- teme dafür, dass das Notstromag- gregat immer einsatzbereit ist. Damit die Lichtanlage einer Aus- stellung richtig zur Geltung kommt und so funktioniert, wie es mit dem Kunden abgesprochenwurde, plant und realisiert die Elektronikerin für Gebäude- und Infrastruktursysteme das gesamte elektronische Beleuch- tungssystem. Damit der Brandmelder einesWare- nhauses bei einem Feuerausbruch das Schlimmste verhindern kann, prüft ihn der Elektroniker für Gebäude- und Infrastruktursysteme auf seine Funktionstüchtigkeit. Entwicklungsmöglichkeiten Master of Engineering, Unternehmer/in Bachelor of Engineering Techniker/in Industriemeister/in, Ausbilder/in Elektroniker/in für Gebäude- und Infrastruktursysteme Exakte Arbeitsweise Freude an Montagearbeiten Gutes Farberkennungsvermögen Handgeschicklichkeit, keine Schweißhände Interesse für Physik Logisches Denkvermögen Praktische Veranlagung Selbständigkeit Sinn für technische Zusammenhänge Zuverlässigkeit heitsvorschriften genau und arbeiten selbständig. Dabei ist immer ein klarer Kopf gefragt, denn es gilt z. B. auch, Schaltanlagen richtig zu beschriften, damit sie das zuständige Personal sicher bedienen kann.

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