Berufskatalog -K- des Berufskunde-Verlags

Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 58 95% 5% Elektroniker/in für Betriebstechnik ‹messen, steuern, regeln, programmieren, installieren, löten › Elektroniker und Elektronikerin für Betriebstechnik bewirken das ungestörte Funktionieren von Schalt- und Steueran- lagen, Anlagen der Energieverteilung und Energienetzen, Betriebsanlagen, Produktions- und Verfahrensanlagen.  Sie haben es dabei mit Herstellern, aber auchmit Anwendern zu tun. Häufig arbeiten sie im Team und sprechen sich mit den Fachleuten ab, die am gleichen Projekt arbeiten.  Elektroniker für Betriebstechnik kon- figurieren, installieren und justieren die von ihnen entworfenen und entwickel- ten Systeme. Wenn Störungen in den Systemen auftreten, ergreifen sie alle Maßnahmen zur sofortigen Fehlerbehe- bung. Die Digitalisierung der Arbeit hat auch in diesem Beruf Einzug gehalten und findet da und dort ihre Anwendung.  Elektroniker und Elektronikerinnen für Betriebstechnik schulen auch die Nut- zer, damit diese die Systeme selbständig gebrauchen können. Sie arbeiten meist in eigener Regie und beachten dabei die Vorschriften und Bestimmungen ihres Fachs. Sie arbeiten überall dort, wo Betriebs- und Produktionsanlagen im Einsatz sind und instand gehalten werdenmüssen, aber auch für Hersteller industrieller Prozesssteuerungseinrich- tungen oder Elektroinstallationsbetriebe für technische Gebäudeeinrichtungen. Zutritt Nach abgeschlossener Hauptschule mit guten Leistungen inMathema- tik und Physik, vermehrt wird Real- schulabschluss verlangt. Ausbildungsdauer 3,5 Jahre (Industrie): duale Ausbil­ dung in Betrieben, überbetriebli- chen Zentren und in der Berufs- schule. Ein Teil der Ausbildung kann zum Teil im Ausland absol- viert werden. Sonnenseite Elektronikerinnen für Betriebstech- nik sehen das Gerät vor sich entste- hen. DieArbeit in derWerkstatt wird aufgelockert durch dieMontage auf dem Bauplatz und den Kontakt mit dem Bedienungspersonal. Schattenseite Bei der Außendiensttätigkeit gibt es manchmal recht schwierige Bedin- gungen. Vorurteil »Ein paar Geräte in ein Gehäuse bauen und danach anschließen ist doch einfach undwird schnell lang- weilig.« Realität Es ist eine abwechslungsreiche, anspruchsvolle handwerkliche Tätig­ keit. Je nach Anforderungen ist die Schaltanlage anders zu bauen. Die Elektroniker für Betriebstechnik müssen exakt arbeiten. Manchmal braucht es »kriminalistischen« Spür- sinn, um die Ursache von Defekten zu finden. Was, wozu? Damit der Elektroniker für Betriebs- technik die Anlage reibungslos zusammenbauen kann, bereitet er zuerst aufgrund der Pläne alle Ein- zelteile vor. Damit das Bedienungspersonal mit dem Einstellen der Anlage gut zurechtkommt, beschriftet die Elek­ tronikerin für Betriebstechnik sämtli- che Schalter und Anlagenelemente. Damit der Elektroniker für Betriebs- technik weiß, ob er die Geräte rich- tig montiert und aneinander ange- schlossen hat, testet er die Anlage anhand von Schaltplänenmit Mess- instrumenten. Damit imGehäuse der Anlage nicht ein unübersichtliches Kabelgewirr herrscht, montiert die Elektroni- kerin für Betriebstechnik spezielle Kanäle, durch die sie sämtliche Lei- tungen zieht. Damit die Schaltanlagenachder End- montage richtig eingesetztwird, ins- truiert die Elektronikerin für Betriebs- technik das Bedienungspersonal. Entwicklungsmöglichkeiten Bachelor of Engineering Staatl. geprüfte/r Techniker/in – FR Mechatroniktechnik Geprüfte/r Industriemeister/in – FR Mechatronik Elektroniker/in für Betriebstechnik Exakte Arbeitsweise Freude an Montagearbeiten Gutes Farberkennungsvermögen Handgeschicklichkeit, keine Schweißhände Interesse für Physik Logisches Denkvermögen Praktische Veranlagung Selbständigkeit Sinn für technische Zusammenhänge Zuverlässigkeit

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