Berufskatalog -K- des Berufskunde-Verlags

Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 56 0% 100% Elektroniker/in Übersicht ‹ aufbauen, protokollieren, überprüfen, reparieren, messen, programmieren › In der Elektronik wird mit Spannung, Strom, Widerstand, Kapazität usw. ge- arbeitet – alles physikalische Größen, die nicht direkt sichtbar sind.  Die Elektronikerinnen und Elektroniker entwerfen mehr oder weniger kompli- zierte Schaltkreise. Einfache Schaltungen kennen wir: Wenn wir eine Glühlampe über zwei Drähte mit den Polen einer Batterie verbinden, leuchtet sie.  Ein komplizierter Schaltkreis ist der Chip – ein kleines Plättchen aus Halb- leitermaterialien – oder Glas, auf dem elektronische (integrierte) Schaltungen angebracht sind. Chips gibt es in Ta- schenrechnern, Computern, Fotoappa- raten, Telefonen, Triebwerksregelungen oder Positionsleuchten, im Autopiloten oder in der Blackbox. Die Arbeit der Elektroniker erfordert ein hohes Abst­ raktionsvermögen und eine sehr gute Kombinationsfähigkeit.  Elektroniker können zwischen 6 In- dustrieberufen folgender Bereiche wäh- len und sich entsprechend spezialisie- ren: Elektroniker für Automatisierungs- technik, Betriebstechnik, Gebäude- und Infrastruktursysteme, Geräte und Syste- me, Maschinen und Antriebstechnik so- wie luftfahrttechnische Systeme.  Die vier entsprechenden Handwerks- berufe heißen: Informations- und Sys- temelektroniker sowie Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik. Zutritt Mindestens Hauptschulabschluss; in der Berufsberatung und in Be- trieben nachfragen. Ausbildungsdauer 3,5 Jahre: Lehre (Industrie + Hand- werk). Das Ergebnis der Zwischen- prüfung (Ende 2. Ausbildungsjahr) zählt bereits 40%zur Gesamtnote. Sonnenseite Die Arbeit des Elektronikers ist inte­ ressant und abwechslungsreich. Jede Aufgabe ist anders. Er muss sowohl feine Handarbeit ausfüh- ren als auch komplexe Aufgaben- stellungen lösen. Schattenseite Man ist gezwungen, sich lau- fend weiterzubilden und mit dem Fachgebiet auseinanderzusetzen, denn der technische Fortschritt in der Elektronik vollzieht sich sehr schnell. Vorurteil »Elektronik ist heutzutage einfach das Arbeitsgebiet!« Realität Die Mikroelektronik hat sich in den letzten Jahren stark entwickelt; die Zukunft ist ohne sie nicht mehr denkbar. Elektroniker sind deshalb gesuchte Fachkräfte. Es ist aber bei Weitem nicht der einzige zukunfts- orientierte Beruf. Was, wozu? Damit ein Kühlschrank die ein­ gestellte Temperatur konstant hält, entwickelt der Elektroniker eine Regelung zur Steuerung des Kühl- aggregates. Damit die Elektronikerin eine Stö- rung in einem Gerät orten kann, baut sie verschiedene empfindliche Messgeräte auf und misst syste- matisch Teil um Teil aus: Netzteil, Sicherung, Schalter usw. Damit die Geräte auch sicher funk- tionieren, bevor sie in den Verkauf gegeben werden, testet sie der Elektroniker und behebt eventuelle Fehler. Damit ein Fahrkartenautomat Wechselgeld korrekt ausgeben kann, programmiert die Elektroni- kerin den Mikroprozessor. Damit ein defektes mechanisches Bauteil ersetzt werden kann, stellt der Elektroniker ein neues her. Damit während der Entwicklung von Geräten Messresultate und Versuchsergebnisse eingesehen werden können, erstellt die Elekt- ronikerin Messprotokolle und Ver- suchsberichte. Entwicklungsmöglichkeiten Unternehmer/in Techniker/in, Bachelor of Engineering Gruppenführer/in, Vorarbeiter/in, Meister/in Elektroniker/in Ausdauer Exakte Arbeitsweise Freude an komplexen Aufgaben Freude an Mathematik Gutes räumliches Vorstellungsvermögen Handgeschicklichkeit Keine Farbenblindheit Logisch-abstraktes Denkvermögen Selbständigkeit Sinn für technische Zusammenhänge

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