Berufskatalog 2023 des Berufskunde-Verlags

Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 54 17% 83% Eisenbahner/in in der Zugverkehrssteuerung ‹  überwachen, informieren, koordinieren, einstellen, disponieren, rangieren › Eisenbahner im Betriebsdienst Fachrichtung Fahrweg (EiB F) sorgen für den pünktlichen, reibungslosen und sicheren Zugbetrieb im Schienenverkehr. Als Fahrdienstleiter im Stellwerk arbeiten sie im Herzen des Eisenbahnbetriebs und sind für die Durchführung sämtlicher Zug- und Rangierfahrten in ihrem Zuständigkeitsbereich verantwortlich. Dazu stehen unterschiedlichste Techniken zur Verfügung: von mechanischen Stellwerken bis hin zu hochmodernen computergesteuerten elektronischen Stellwerken. So werden z. B. aus der Betriebszentrale heraus kilometerweit entfernte Signalanlagen per Mausklick bedient. Ähnlich wie Fluglotsen im Tower eines Flughafens tragen der Fahrdienstleiter und die Fahrdienstleiterin damit eine hohe Verantwortung. Doch im Rahmen ihrer Ausbildung in Theorie und Praxis werden sie umfassend auf diese Verantwortung vorbereitet. In kritischen Situationen sind Koordinationsvermögen und Belastbarkeit besonders wichtig, um den Überblick zu behalten und mit Motivation, Team- und Kommunikationsfähigkeit die Schwierigkeiten wieder in den Griff zu bekommen. Zunächst lernen EiB F die Grundlagen des Eisenbahnbetriebs kennen. Hierzu gehören die Aufsicht am Zug, Rangieren, Bilden von Zügen und schwerpunktmäßig das Leiten des Fahrdienstes. Ebenso finden Seminare zu Themen wie Projektmanagement oder Verbesserung der Betriebsqualität statt. Gleichzeitig lernen EiB F verschiedene Stellwerkstechniken kennen und bedienen. Dabei wird die Fahrdienstleitung zunehmend nicht nur im Regelbetrieb trainiert, sondern auch in Störungssituationen oder bei gefährlichen Ereignissen. Zutritt Guter Realschulabschluss oder Abitur; ärztliche und psychologische Eignungsuntersuchungen. Ausbildungsdauer 3 Jahre: dreigeteilte Ausbildung auf dem Stellwerk, in der Berufsschule und in bahninternen Trainingszentren. Sonnenseite »Mittendrin statt nur dabei« – im komplexen Eisenbahngeschehen entscheiden die Fahrdienstleiter und -leiterinnen über alles, was in ihrem Stellbezirk passiert. Schattenseite Arbeiten im Schichtbetrieb. Vorurteil »Jede Zugfahrt ist gleich.« Realität Das Koordinieren der Zug- und Rangierbewegungen im Stellbereich erfolgt in Eigenverantwortung. Eine Vielzahl unterschiedlicher betrieblicher Situationen erfordert immer volle Aufmerksamkeit, Reaktionsvermögen und Entscheidungsstärke. Was, wozu? Damit Personen und Güter ihr vorgegebenes Ziel erreichen, hält sich der Fahrdienstleiter strikt an den Fahrplan (mit Fahrzeit und Laufweg des Zuges). Damit Züge pünktlich verkehren, stellt die Fahrdienstleiterin rechtzeitig die Weichen und Signale. Damit Personen und Güter sicher auf dem Schienennetz unterwegs sind, kennt der Fahrdienstleiter seinen Stellbereich ganz genau und achtet auf die geringste Unregelmäßigkeit bei der Fahrt. Damit der Betrieb bei kleineren Störungen flüssig weiterlaufen kann, greift die Fahrdienstleiterin ein: Wenn sich z. B. ein Signal nicht »auf Fahrt« stellen lässt, erteilt sie dem Lokführer schriftlicheWeisung für die Weiterfahrt. Damit auch bei größeren Störungen der Betrieb auf den Schienen schnell wieder aufgenommen werden kann, fordert der Fahrdienstleiter unter anderem Personal für die Entstörung an. Entwicklungsmöglichkeiten Bachelor of Engineering Fachwirt/in für den Bahnbetrieb Zuglenker/in Zugdisponent/in Eisenbahner/in im Betriebsdienst Fachrichtung Fahrweg (EIB F) Belastbarkeit Bereitschaft zu unregelmäßigen Arbeitszeiten Eigenverantwortliches Handeln Freude am Umgang mit Menschen Gelassenheit Kommunikation und Entscheidungsstärke Koordinationsvermögen Teamfähigkeit Technisches Verständnis Zuverlässigkeit

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