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Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 54 20% 80% Eisenbahner/in im Betriebsdienst (EIB F) ‹ überwachen, informieren, koordinieren, einstellen, disponieren, rangieren › Fachrichtung Fahrweg (EiB F): Eisenbah- ner im Betriebsdienst Fachrichtung Fahr- weg (EiB F) sorgen für den pünktlichen, reibungslosen und sicheren Zugbetrieb im Schienenverkehr.  Als Fahrdienstleiter im Stellwerk arbei- ten sie im Herzen des Eisenbahnbetriebs und sind für die Durchführung sämtli- cher Zug- und Rangierfahrten in ihrem Zuständigkeitsbereich verantwortlich. Dazu stehen unterschiedlichste Techni- ken zur Verfügung: von mechanischen Stellwerken bis hin zu hochmodernen computergesteuerten elektronischen Stellwerken. So werden z. B. aus der Betriebszentrale heraus kilometerweit entfernte Signalanlagen per Mausklick bedient.  Ähnlich wie Fluglotsen im Tower eines Flughafens tragen der Fahrdienstleiter und die Fahrdienstleiterin damit eine hohe Verantwortung. Doch im Rah- men ihrer Ausbildung in Theorie und Praxis werden sie umfassend auf diese Verantwortung vorbereitet.  In kritischen Situationen sind Koor- dinationsvermögen und Belastbar- keit besonders wichtig, um den Über- blick zu behalten und mit Motivation, Team- und Kommunikationsfähigkeit die Schwierigkeiten wieder in den Griff zu bekommen.  Zunächst lernen EiB F die Grundlagen des Eisenbahnbetriebs kennen. Hierzu gehören die Aufsicht am Zug, Rangie- ren, Bilden von Zügen und schwerpunkt­ mäßig das Leiten des Fahrdienstes. Ebenso finden Seminare zu Themen wie Projektmanagement oder Verbesserung der Betriebsqualität statt. Gleichzeitig lernen EiB F verschiedene Stellwerks- techniken kennen und bedienen. Dabei wird die Fahrdienstleitung zunehmend nicht nur im Regelbetrieb trainiert, son- dern auch in Störungssituationen oder bei gefährlichen Ereignissen. Zutritt Guter Realschulabschluss oder Abi­ tur; ärztliche und psychologische Eignungsuntersuchungen. Ausbildungsdauer 3 Jahre: dreigeteilte Ausbildung auf dem Stellwerk, in der Berufsschule und in bahninternen Trainingszen- tren. Sonnenseite »Mittendrin statt nur dabei« – im komplexen Eisenbahngeschehen entscheiden die Fahrdienstleiter und -leiterinnen über alles, was in ihrem Stellbezirk passiert. Schattenseite Arbeiten im Schichtbetrieb. Vorurteil »Jede Zugfahrt ist gleich.« Realität Das Koordinieren der Zug- und Ran- gierbewegungen im Stellbereich erfolgt in Eigenverantwortung. Eine Vielzahl unterschiedlicher betrieb­ licher Situationen erfordert immer volle Aufmerksamkeit, Reaktions- vermögen und Entscheidungsstärke. Was, wozu? Damit Personen und Güter ihr vor- gegebenes Ziel erreichen, hält sich der Fahrdienstleiter strikt an den Fahrplan (mit Fahrzeit und Lauf- weg des Zuges). Damit Züge pünktlich verkehren, stellt die Fahrdienstleiterin rechtzei- tig die Weichen und Signale. Damit Personen und Güter sicher auf dem Schienennetz unterwegs sind, kennt der Fahrdienstleiter sei- nen Stellbereich ganz genau und achtet auf die geringste Unregel- mäßigkeit bei der Fahrt. Damit der Betrieb bei kleineren Störungen flüssig weiterlaufen kann, greift die Fahrdienstleiterin ein: Wenn sich z. B. ein Signal nicht »auf Fahrt« stellen lässt, erteilt sie dem Lokführer schriftlicheWeisung für die Weiterfahrt. Damit auch bei größeren Störun- gen der Betrieb auf den Schienen schnell wieder aufgenommen wer- den kann, fordert der Fahrdienst- leiter unter anderem Personal für die Entstörung an. Entwicklungsmöglichkeiten Bachelor of Engineering Fachwirt/in für den Bahnbetrieb Zuglenker/in Zugdisponent/in Eisenbahner/in im Betriebsdienst Fachrichtung Fahrweg (EIB F) Belastbarkeit Bereitschaft zu unregelmäßigen Arbeitszeiten Eigenverantwortliches Handeln Freude am Umgang mit Menschen Gelassenheit Kommunikation und Entscheidungsstärke Koordinationsvermögen Teamfähigkeit Technisches Verständnis Zuverlässigkeit

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