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Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 44 9% 91 % Brauer/in und Mälzer/in ‹mischen, einstellen, überwachen, untersuchen, abfüllen, warten › Bier ist ein altbekanntes und weitverbrei- tetes Getränk. Die Brauer und Mälzer stellen es aus Malz, Hopfen und Wasser her. Dazu bedienen und überwachen sie die modernen Produktionsmaschinen und -anlagen.  Im Sudwerk mischen sie gereinigte und zerkleinerte Malzkörner mit Wasser zu Maische und erhitzen das Gemisch. Die entstandene Würze trennen sie von restlichen, nicht löslichen Malzteilen, geben Hopfen bei und dampfen alles auf die gewünschte Konzentration ein. Dann füllen sie das Gemisch in kühlbare Gärbehälter, geben Hefe bei und über- wachen den Gärprozess. Das schließlich so entstandene Jungbier lagern die Brau- erinnen und Mälzerinnen in Tanks, bis auch der restliche Malzzucker vergoren ist. Dann filtrieren oder zentrifugieren sie die Resthefe und Trübstoffe ab und füllen die Restflüssigkeit, das Bier, ab.  Die Brauerin undMälzerin überwacht laufend den Herstellungsprozess und greift bei einer Störung sofort ein, so dass nicht gleich literweise schlechtes Bier hergestellt wird.  Die Brauer und Mälzer achten bei ihrer Bierproduktion auf den Umwelt- schutz, die Qualitätssicherung und auch die fachbezogenen Rechtsvorschriften. Seit einigen Jahren ist eine neue Ausbil- dungsordnung in Kraft, da sich die Tech- nologie in diesem Beruf stark weiterent- wickelt hat und auch die Ansprüche an die Qualitätssicherung und Kommuni- kation deutlich gestiegen sind. Zutritt Mindestens Hauptschulabschluss. Gute Noten in naturwissenschaft- lichen Fächern sind von Vorteil. In der Berufsberatung und in den Betrieben nachfragen. Ausbildungsdauer 3 Jahre (Industrie): duale Ausbil- dung Betrieb/Berufsschule. Sonnenseite Der Brauer und Mälzer ist direkt verantwortlich für die Qualität des Biers. Er überwacht den gesamten Herstellungsprozess sowie dieQuali- tät von Produktionshilfsstoffen, Zwi- schen- und Endprodukt. Schattenseite In den Produktionsräumen variie- ren Temperatur und Luftfeuchtig- keit. Das erfordert eine gesunde Konstitution. Vorurteil »Brauer und Mälzer können zwi- schendurch immer mal wieder ein Bier trinken.« Realität Der Brauer und Mälzer kann es sich nicht erlauben, während der Arbeitszeit Bier zu trinken. Er könnte seine Arbeit nicht mehr zuverlässig ausführen, und damit wäre die Pro- duktqualität nicht gewährleistet. Was, wozu? Damit Bier glanzfein, das heißt völlig klar wird, filtriert die Brauerin und Mälzerin überschüssige Hefe und alle Trübstoffe in einembestimmten Verfahren heraus. Damit das hergestellte Bier garan- tiert einwandfrei ist, entnimmt der Brauer und Mälzer immer wieder Proben während des Herstellungs- prozesses und untersucht sie im Labor. Damit kleinere Betriebsstörungen den Herstellungsprozess nur so lange wie unbedingt nötig unter- brechen, behebt sie der Brauer und Mälzer selbst und so sorgfältig und schnell wie nur möglich. Damit Bier nicht durch Nachläs- sigkeit verunreinigt wird, reinigt und desinfiziert die Brauerin und Mälzerin die Betriebsräume und Brauereieinrichtungen regelmäßig und einwandfrei. Damit sich der Wassergehalt des gekeimten Grünmalzes verringert und so das charakteristische Malz­ aroma entstehen kann, behandelt der Brauer und Mälzer das Grün- malz in der sogenannten Darre mit Heißluft. Entwicklungsmöglichkeiten Bachelor of Engineering, Unternehmer/in Brauer- und Mälzermeister/in, Betriebsbraumeister/in, Produktionsleiter/in für Brauwesen und Getränketechnik Gärführer/in, Kellermeister/in, Abfüllmeister/in, Brauführer/in Brauer/in und Mälzer/in Charakterfestigkeit Gute Beobachtungsgabe Gutes Geruchs- und Geschmacksempfinden Hygienebewusstsein Interesse für naturwissenschaftliche Vorgänge Organisationstalent Selbständigkeit Technisches Verständnis Verantwortungsbewusstsein Widerstandsfähige Konstitution

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