Berufskatalog -K- des Berufskunde-Verlags

Mehr Berufe und mehr Infos auf www.berufskunde.de Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 41 9% 91% Berufskraftfahrer/in ‹ kontrollieren, planen, aufladen, fahren, ausfüllen, abladen, warten › Der Berufskraftfahrer und die Berufs- kraftfahrerin mit Spezialisierung auf Güterverkehr übernehmen den Trans- port verschiedenster Waren – Lebensmit- tel, Möbel, Maschinen usw. – innerhalb von Deutschland und in ganz Europa, sowohl imNah- als auch im Fernverkehr.  Grundsätzlich beginnen sie den Trans- port mit einer sorgfältigen Inspektion ihres Fahrzeugs. Dann folgt das fach- gerechte Aufladen der Güter. Sie sehen zu, dass alles gut befestigt und geschützt ist. Sie legen gegebenenfalls mit dem Disponenten die Fahrstrecke fest und kontrollieren die zur Ladung gehörenden Papiere. Nach dem Festlegen der Fahr- strecke bestimmen Berufskraftfahrer die Fahrzeit, den Treibstoffverbrauch sowie den Zeitaufwand für das Auf- und Abla- den, so dass sie die Transportkosten im voraus berechnen können. Sobald sie die Waren beim Empfänger abgeliefert haben, erstellen sie einen Rapport, d.h. sie notieren Fahrstrecke, Fahrzeit, Pannen oder andere spezielle Vorkommnisse. Bei Fahrten ins Ausland erledigen sie am Zoll die notwendigen Formalitäten.  Die Berufskraftfahrerinnen mit Spe- zialisierung auf Personenverkehr fah- ren z.B. als Busfahrerinnen Urlauber an ihren Ferienort oder befördern Schüler. Sie erledigen die regelmäßigen Kont- rollen am Fahrzeug selbst, um Störun- gen und Mängel möglichst frühzeitig zu erkennen. Zutritt Mindestens Hauptschulabschluss; in der Berufsberatung und in Betrie- ben nachfragen. Güterverkehr (ab 16 J.): LKW-Fah- rer/innen der Klassen C1 + C1E ärztl. + augenärztl. Untersuchung. Personenverkehr (ab 18 J.): Bus- und Taxi-Fahrer/innen – befristeter Führerschein DE (ab 20 J.); muss alle 5 Jahre verlängert werden. Oft wird ein höheres Mindestalter verlangt. Ausbildungsdauer 3 Jahre (Industrie) Betrieb/Berufs- schule. Mobilitätsbereitschaft ist günstig, da oft Blockunterricht mit Internat stattfindet. Während der Ausbildung erwerben die Auszubil- denden den Führerschein, dürfen aber erst mit abgeschlossener Aus- bildung und ab dem21. Lebensjahr ohne Begleitung fahren. Sonnenseite Berufskraftfahrer und -fahrerinnen arbeiten selbständig. Sie sind oft unterwegs, lernen andere Gegen- den kennen und treffen immer wie- der andere Menschen. Schattenseite Berufskraftfahrer und -fahrerinnen haben je nach Landesbestimmun- gen acht bis neun Stunden täglich zu fahren. Vorurteil »Als Berufskraftfahrer hat man ein freies, ungebundenes Leben.« Realität Berufskraftfahrer sind unterwegs ganz auf sich selbst gestellt. Das heißt, sie müssen ganz allein ihre Verantwortung als Verkehrsteilneh- mer wahrnehmen. Was, wozu? Damit die Berufskraftfahrerin an den verschiedenen Zollämtern die Formulare korrekt ausfüllen kann, muss sie die jeweiligen landesspe- zifischen Vorschriften kennen und berücksichtigen. Damit der Berufskraftfahrer seine Fahrt mit sicheremGefühl beginnen kann, erledigt er vorher die Rou- tinekontrollen (Brems- und Lenk­ systeme, Ölstand messen usw.). Damit das Fahrzeug für kleinere Schädenwie zumBeispiel ein abge- brochenes Rücklicht nicht extra in die Werkstatt gebracht werden muss, repariert oder ersetzt es die Berufskraftfahrerin selbst. Damit das Fahrzeug nach einer län- geren Fahrt wieder sauber aussieht und betriebsbereit ist, wäscht und reinigt es der Berufskraftfahrer und tankt es voll. Damit sich die Fahrgäste im Reise- bus wohl fühlen, sorgt die Berufs- kraftfahrerin mit Spezialisierung auf Personenverkehr für Komfort, Information und gute Stimmung. Entwicklungsmöglichkeiten Unternehmer/in Abteilungsleitung, Meister/in Kraftverkehr, Kraftfahrzeugtechniker/in, Disponent/in Berufskraftfahrer/in für den Transport gefährlicher Güter, Fernfahrer (Sattelschlepper, Tankzüge usw.) Kraftfahrzeugmechatroniker/in (Zusatzlehre) Spezialisierung auf Personenverkehr als Busfahrer (erst ab 21 J.) Berufskraftfahrer/in Bereitschaft zu längerer Abwesenheit Fremdsprachenkenntnisse Freude am Lenken von Fahrzeugen Gute Konstitution Handwerkliches Geschick Kontaktfreudigkeit Selbständigkeit Technisches Verständnis Verantwortungsbewusstsein Zuverlässigkeit  Unterwegs sind die Berufsfahrer rela- tiv frei, doch natürlich sind sie recht gefordert: Sie müssen aufmerksam und konzentriert fahren, Rücksicht auf andere nehmen, bei einem Unfall Erste Hilfe leisten usw.  Wer die Führerscheine C und CE erwirbt, darf alle Lastzüge fahren: Glie- derzüge, Tank- und Sattelzüge, beladene 40-Tonnen-Züge, Fahrzeuge mit unsyn- chronischen Getrieben oder mit elekt- risch-pneumatischer Schaltung.

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