Berufskatalog -K- des Berufskunde-Verlags

Mehr Berufe und mehr Infos auf www.berufskunde.de Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 37 50% 50% Bäcker/in ‹ abwiegen, mischen, kneten, formen, backen, glasieren › Verführt die Sinne: süße Teilchen, Tor- ten und Blechkuchen, frische Brötchen, schmackhaftes Brot. Die Waren einer Bäckerei sprechen wohl jeden an – und jeder besucht diese regelmäßig. Die ausgebildeten Bäcker und Bäckerinnen erfüllen vielfältige Aufgaben, um ein breites, ansprechendes Sortiment der Backwaren ihren Kunden anbieten zu können.  Dazu gehören: Das Brot formen, auf- gehen lassen in speziell dafür vorgesehe- nen Räumen und natürlich im Backofen backen. Für süße Teilchen oder bspw. Brezeln muss der Teig vor dem Backen in die typische Form gebracht werden. Die Rezepte für die Zutaten sind imCom- puter hinterlegt oder die Bäcker kennen sie auswendig. In Deutschland gibt es übrigens über 3.000 Brotspezialitäten. Viele Aufgaben, die früher von Hand erledigt wurden, übernehmen mittler- weile moderne technische Anlagen wie Knet- oder Rührmaschinen.  Bäcker und Bäckerinnen sollten Früh- aufsteher oder Nachtvögel sein; ihr beruflicher Alltag beginnt meist schon drei Uhr morgens oder am späteren Nachmittag und dauert bis nach Mit- ternacht. Sie finden Anstellung in klei- nen Familienbetrieben genauso wie in industriellen Großbäckereien. Aber auch im Catering oder in der Gastro- nomie sind ihre Fertigkeiten gefragt. Zutritt Vorausgesetzt wird mindestens ein Hauptschulabschluss sowie ein Attest des Gesundheitsamtes für das Arbeitenmit Lebensmitteln. Ausbildungsdauer 3 Jahre duale Ausbildung. Sonnenseite Die Arbeit ist vielseitig und erfüllt unmittelbar einGrundbedürfnis der Menschen. Auch ist sie sauber und angenehm. Wer etwas von der Welt sehenmöchte, schafft sichmit diesem Beruf eine gute Basis: Die Berufsleute sind auch auf Kreuz- fahrtschiffen oder in großen Hotels anzutreffen. Schattenseite Bei vielen Betrieben ist Schicht- dienst möglich, zum Teil wird sehr früh morgens oder in der Nacht gearbeitet. Doch Auszubildende dürfen erst ab 18 Jahren Nacht- schicht arbeiten bzw. vor sechs Uhr früh mit der Arbeit beginnen. Vorurteil »Teig kneten braucht viel Kraft.« Realität Kraft ist heute nicht mehr wichtig, da die schwere Arbeit von moder- ner Technik abgelöst wird; deshalb üben heute auch viele Mädchen diesen Beruf aus. Was, wozu? Damit wir schon in aller Herrgotts­ frühe Brot und frische Gipfel kaufen können, arbeitet die Bäckerin auch in der Nacht und im Schichtdienst. Damit der Brotteig gelingt und der Kunde gleichbleibende Quali- tät erhält, gibt der Bäcker verschie- dene Arten vonMehl, Wasser, Hefe und Salz in bestimmter Menge und Reihenfolge in die Knetmaschine. Damit das Brot backen und rich- tig aufgehen kann, schiebt es die Bäckerin nach einer genügend lan- gen und wohltemperierten Gär- pause in den Backofen. Damit die Kunden eine große Aus- wahl haben, stellt der Bäcker viele verschiedene Brote, Zöpfe, süße Hefegebäcke, Fruchttorten, Kuchen usw. her. Damit die Backwaren zum richtigen Zeitpunkt aus dem Ofen kommen, überwacht die Bäckerin laufend Temperatur und »Zug« des Ofens. Damit die Backwaren einwandfrei sind, achtet der Bäcker bei sich selbst und denMaschinen auf pein- lich genaue Sauberkeit und beach- tet deshalb die nötigen Hygiene- vorschriften. Entwicklungsmöglichkeiten Selbständige/r Unternehmer/in Geschäftsführung, Bachelor of Engineering (Lebensmittel) Techniker/in für Reinigungs- und Hygienetechnik, Lebensmittelkontrolleur/in Bäckermeister/in, Lebensmitteltechniker/in Bäcker/in Fingerfertigkeit Flexibilität Freude am Kundenkontakt Geschicklichkeit Gesunde Beine und Füße, keine Allergieanfälligkeit Guter Geruchs- und Geschmackssinn Hygiene- und Sauberkeitsempfinden Interesse für Nahrungsmittelwissen Technisches Verständnis Umsicht, Planung

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