Berufskatalog -K- des Berufskunde-Verlags

Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 32 33% 67% Augenoptiker/in ‹ beraten, messen, löten, biegen, schleifen, verkaufen, zentrieren › Selbst wer keine optische Brille tragen muss, kennt es vom Kaufen einer Son- nenbrille: Es ist nicht einfach, eine Brille zu finden, die einemgefällt und zu einem passt. Und dies, obwohl es unzählig viele attraktive Modelle gibt.  Die Augenoptikerin und der Augen- optiker beraten ihre Kunden, sie hören ihren Wünschen aufmerksam zu und machen Vorschläge. Sie sind stilsichere Typberater, denn eine Brille kann dem Gesicht eines Kunden einen ganz beson- deren Akzent geben und seine Persön- lichkeit unterstreichen.  Die Entscheidung für eine bestimmte Brille ist von Tragweite – ab jetzt gehört die Brille zu seinem täglichen Erschei- nungsbild. Hat der Kunde sein Modell gefunden, passt die Augenoptikerin in der Werkstatt die Gläser ein. Sie arbeitet dabei präzis, konzentriert und gewissen- haft gemäß den Angaben des Augen- arztes. Sie ist sich der Verantwortung ihrer Arbeit voll bewusst.  Augenoptiker leisten eine vielseitige Arbeit, denn zur Kundenberatung kom- men noch die kaufmännischen und die handwerklichen Tätigkeiten hinzu. Zutritt Mittlerer Bildungsabschluss (gute Noten in Mathematik, Physik, Deutsch), Abitur vorteilhaft; z. T. Eignungstests über handwerkliche Geschicklichkeit, Kommunikations- fähigkeit sowie Prozentrechnung und Rechnen mit Maßeinheiten. Ausbildungsdauer 3 Jahre (Handwerk): duale Ausbil- dung Betrieb (z.T. in überregiona- len Lehrwerkstätten)/Berufsschule. Es gibt auch ein duales Fachhoch- schulstudium (9 Sem.); dort ist die Ausbildung in den Studiengang des Bachelor of Engineering integriert. Sonnenseite Die individuellen Beratungsgesprä- che mit den Kunden bieten viel Abwechslung; dazu kommt noch die Arbeit in Büro und Werkstatt. Und krisensicher ist der Beruf auch – Brillen werden immer gebraucht! Schattenseite Umständliche Kunden kosten Geduld und manchmal Nerven. Vorurteil »Da ist man doch einfach ein Bril- lenverkäufer!« Realität Brillen verkaufen ist alles andere als »einfach«! Der Augenoptiker trägt dabei große Verantwortung: Nicht präzis gefertigte Brillenglä- ser, ungeschickt empfohlene oder falschmontierte Brillen können der Gesundheit des Kunden schaden. Was, wozu? Damit der Kunde wieder gut sehen kann, fertigt ihm der Augenoptiker die Brillengläser genau nach dem Rezept des Augenarztes. Damit sich die Kundin auch mit der Brille gefällt, zeigt ihr die Augen- optikerin das umfassende Angebot und empfiehlt ihr die zu ihrem Typ passenden Gläser. Damit der Kunde seine kaputte Brille wieder gebrauchen kann, richtet und repariert sie ihm der Augenoptiker. Damit sich der Kunde einen Jugend- traum erfüllen kann, berät ihn die Augenoptikerin beim Kauf eines Fernrohrs. Damit die Kundin, die auf keinen Fall eine Brille tragen will, dennoch wieder optimal sehen kann, berät sie der Augenoptiker eingehend über Kontaktlinsen. Damit sich die Kundin nicht ihre Augen in der Sonne schädigt, berät sie die Augenoptikerin über die ver- schiedenen Sonnenbrillen. Entwicklungsmöglichkeiten Geschäftsführer/in, Unternehmer/in; Bachelor of Engineering in Augenoptik/optische Gerätetechnik Staatl. geprüfte Augenoptiker/in, Optometrist/in Werkstattchef/in, Augenoptikermeister/in Augenoptiker/in Ausgeprägtes Qualitätsbewusstsein Fähigkeiten in Mathematik und Geometrie­ Fremdsprachen Freude am Beraten Geduld Handwerkliche Geschicklichkeit Konzentrationsfähigkeit, Genauigkeit Kundenorientierung Schönheitssinn Verantwortungsbewusstsein

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