Berufskatalog -K- des Berufskunde-Verlags

23 Informationen und Alternativen Berufsweltmeisterschaft Alle zwei Jahre findet in einem anderen Land eine internationale Berufsweltmeisterschaft statt. 2015 wurde sie in São Paulo, 2017 in Abu Dhabi und 2019 in Kazan durchgeführt. 2022 wird sie in Shanghai (China) stattfinden. Es beteiligen sich junge Berufsleute aus verschiedenen Ländern. Für den Wettbewerb müssen Arbeiten etwa auf dem Niveau der Lehrabschluss­ prüfung ausgeführt werden. In vielen Berufen gehen nationale Ausscheidungswettbewerbe voraus, die meist von Berufsverbänden oder Berufsschulen organisiert werden. Es können Auszubildende (meist im letzten Lehrjahr) sowie junge Gesellinnen und Gesellen teilnehmen. Wer sich beteiligen möchte, kann sich beim Ausbilder, beim Berufsschullehrer oder beim Berufsverband melden. Bedingungen: nicht älter als 22 Jahre, die ganze Berufslehre muss in Deutschland absolviert werden. Mitmachen lohnt sich! Man lernt junge, aktive und engagierteMenschen aus dem In- und Ausland kennen. Teilnahme und Erfolg bei der Berufsweltmeisterschaft sind ein guter Grundstein für eine erfolgreiche berufliche Zukunft! (siehe www.worldskills.com) Stiftung »Jugend forscht« Die Stiftung »Jugend forscht« e.V. bietet zwei interessante Dienstleistungen für Jugend- liche, die fasziniert sind von einem bestimmten Thema und sich gerne darin vertiefen möchten: › Wettbewerb »Jugend forscht«: findet jährlich statt. Aufgabe: eine »Forschungsarbeit« zu einem selbst gewählten Thema erarbeiten und sie an einem Workshop (Vorentscheidung) und am Wettbewerbswochenende präsentieren. Genaue Angaben und Tipps, wie eine wissenschaftliche Arbeit erstellt wird, können in einem Leitfaden nachgelesen werden (von der Stiftung zu beziehen). › Studienwochen: pro Jahr zu über 20 Themen. Während dieser Studienwochen arbeiten Jugendliche mit Fachleuten selbständig an einem wissenschaftlichen Projekt, einzeln oder in einer kleinen Gruppe. Sie können Hilfe bei der Wahl des Studiums sein. › Bedingungen: bei der Anmeldung älter als 14 und jünger als 21 Jahre; an keiner Hoch- schule eingeschrieben. › Weitere Informationen: Stiftung »Jugend forscht« e.V., www.jugend-forscht.de Mitmachen lohnt sich! Man lernt junge, aktive und engagierte Menschen kennen, eignet sich wissenschaftliche Arbeitsmethodik und vertieftes Wissen zu einem Thema an. Teilnah- me und Erfolg beim Wettbewerb sind ein guter Grundstein für eine erfolgreiche berufliche Zukunft! ihn nun attraktiver finden als ihren früheren Traumberuf! U Überlaufene Berufe Da es je nach Gebiet sehr starke Nachfra- ge-Unterschiede für die einzelnen Berufe gibt, haben wir darauf verzichtet, gewisse Berufe speziell als »Mangelberuf« zu mar- kierenodervoreinem»überlaufenenBeruf« zu warnen. Es lohnt sich jedoch, wenn du dich auch für Mangelberufe interessierst. Darin ausge- bildet, wird man zur gefragten Fachperson. V Vergleichbarkeit beruflicher Abschlüsse Zwischen Deutschland und Österreich ist eine Erklärung unterzeichnet worden, die die Berufsabschlüsse beider Länder gegensei- tig als gleichwertig anerkennt. Auch zwischen Deutschland und Frankreich besteht solch eine Erklärung. Weitere Information dazu unter: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). www.bmbf.de Verkürzung/Verlängerung Eine Verkürzung der Ausbildungszeit ist grundsätzlich bei allen Ausbildungsberufen möglich – bei entsprechender Vorbildung (höherer Schulabschluss, spezielle Vorkennt- nisse usw.). Abiturienten z.B. können Ver- sicherungs-Kaufmann in zwei Jahren (statt in drei) lernen. Z Zusatzqualifikationen Zusatzqualifikationen sind Kenntnisse und Fähigkeiten, die über die reguläre Ausbildung hinausgehen. Sie können zwar erworben werden, doch einige bringst du vielleicht schon mit. Denn oft entscheiden nicht die Kernqualifikationen eines Bewerbers darüber, ob er die Stelle bekommt, um die er sich bemüht, sondern seine anderen Fähigkeiten außerhalb des Kerns – sie erweisen sich unter Umstän- den als ausschlaggebend für die Zusage zu einer Ausbildungsstelle. Bei einem Kaufmann können das sein: Schachspie- len, Segeln und Surfen, Bergtouren, Tai Chi oder Yoga, seltene Fremdsprachen, »Soft Skills« (geschicktes Sozialverhalten, Umgänglichkeit) etc. Zwischenjahr Es gibt zahlreicheGründe, nach der obligatori- schenSchulzeitnichtsoforteineAusbildungzu beginnen. Was tun in diesem Jahr? Sinnvolle Zwischenlösungen gibt es viele: Sprachauf- enthalte, 10. Schuljahr, Berufsvorbereitungs- jahr, Grundausbildungslehrgänge, Praktika in Krankenhäusern, Büros, Hotels und Res- taurants usw. Ebenfalls in Frage kommt der Bundesfreiwilligendienst, auch da sind die Einsatzgebiete sehr vielfältig. Erkundige dich bei deinem Lehrer oder dem Berufsberater über all die verschiedenen Möglichkeiten. Auch ein sogenanntes »Freiwilliges Ökolo- gisches Jahr« und ein »Freiwilliges Soziales Jahr« sind möglich, in dem du gegen Kost, Logis und Taschengeld in Altenheimen, Behindertenstätten, Kindergärten usw. mithelfen kannst. Girls’Day, Mädchen-Zukunftstag Einmal im Jahr findet bundesweit der Girls’Day statt, der inzwischen eine wichtige Aufgabe erfüllt, nämlich Mädchen auch für sogenannte Männerberufe zu begeistern. Denn Mädchen haben im Durchschnitt die besseren Schulab- schlüsse als Jungs, wählen aber fast nie natur- wissenschaftliche oder technische Berufe. Auch im Bereich der Informatik oder in den Ingenieurwissen- schaften sind die Stellen fast immer von ihren männlichen Kollegen besetzt. Zum Glück gibt es nicht nur die Organisa- torinnen von Girls’Day, sondern auch fort- schrittliche Unterneh- men, die am Girls’Day bereit sind, ihre Türen zu öffnen und jungen Frauen einen Einblick ins Berufsleben zu geben. Hauptsache, es handelt sich um Berufe mit weiblichen Vorbildern und dies in untypischen Frauenbe- rufen. Der Girls’Day wird gewöhnlich im April durchgeführt und richtet sich an alle Mädchen ab der 5. Klasse. Alle Infos dazu findest du auf www.girls-day.de. Übrigens: Es gibt auch einen Boys’Day. der teilnehmenden Mädche n finden den Girls‘Day sehr gut oder gut der Unternehmen bekommen Bewerbungen von ehemaligen Girls‘Day-Teilnehmerinnen der Mädchen motiviert der Girls‘Day für eine spätere Ausbildung Grafiken: Girls‘Day

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