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Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 224 37% 63% Zweiradmechatroniker/in ‹ zentrieren, drehen, auswechseln, prüfen, reparieren, schweißen › Fahrrad- oder Motorradfahren ist eines, Fahr- undMotorfahrräder reparieren und instand halten etwas anderes.  Der Zweiradmechatroniker und die Zweiradmechatronikerin kümmern sich um alles: »Plattfüße«, gebrochene Metallteile, verkrümmte Räder, Zün- dungsprobleme. Sie finden die Fehler, ob mechanisch, pneumatisch, elektro- nisch, hydraulisch oder elektrisch, und beheben sie. Sie reparieren auch Roll- stühle, bringen Motoren an ihnen an usw. Immer ist zuverlässiges Arbeiten unabdingbar, sonst könnte dem Lenker ein Unfall drohen.  Zweiradmechatroniker sind besondere Fachleute für Rennfahrräder: Dabei fer- tigen sie aus diversen Einzelteilen genau nach Kundenwunsch etwas ganz Spe- zielles an. Zudem kennen sie sich mit den immer beliebter gewordenen Hyb- rid- und Elektromotoren aus. Da Radfah- ren und Motorradfahren bei schönem Wetter am meisten Spaß macht, ist im Sommer Hochsaison für diesen Beruf.  Der Beruf ist in zwei Fachrichtun- gen untergliedert: in Fahrradtechnik und Motorradtechnik. Manche Fahrrä- der werden maßgeschneidert auf die Bedürfnisse des Käufers angefertigt, mit speziell leichten Rahmen oder speziellen Gängen. Auch werden die Zweiradme- chatroniker jetzt umfassend auf den Ver- kauf von Dienstleistungen, Waren und Produkten ausgebildet. Damit können sie Leistungen aus einer Hand anbieten – sie sind also nicht mehr nur für den tech- nischen Teil von Instandsetzungen von Zweirädern zuständig, sondern auch für den Verkauf. Zutritt Mindestens Hauptschulabschluss; in der Berufsberatung und in Betrie- ben nachfragen. Ausbildungsdauer 3,5 Jahre (Handwerk): duale Ausbil- dung Betrieb/Berufsschule. Es gibt zwei Fachrichtungen: Fahr- rad- bzw. Motorradtechnik. Sonnenseite Die Mechatronikerausbildung ist eine Grundausbildung, die zahlrei- che Möglichkeiten für das berufli- che Weiterkommen eröffnet. Schattenseite Der Zweiradmechatroniker muss möglichst viel für den Kunden da sein. Darum hat er keine geregelte 5-Tage-Woche, sondernmuss auch am Samstag in der Werkstatt sein. Vorurteil »Plattfüße reparieren und Zündker- zen auswechseln ist doch ziemlich langweilig, macht nur schmutzige Hände.« Realität Zwar werden die Hände manch- mal schwarz, doch die Arbeit ist abwechslungsreich. Auch lockert der Kundenkontakt die Arbeit auf. Was, wozu? Damit defekte, ältere Fahrräder wegen Ersatzteilmangel nicht nutzlos herumstehen, fertigt der Zweiradmechatroniker nicht mehr erhältliche Einzelteile selbst an. Damit derMotorradfahrer bei einem Motorschaden nicht zu einer Neu- anschaffung gezwungen ist, zer- legt die Zweiradmechatronikerin denMotor und ersetzt defekte Teile. Damit das Motorfahrrad ruhig fährt und nicht vorzeitig Schäden auftre- ten, stellt der Zweiradmechatroni- ker die Zündung exakt ein. Damit nicht das gesamte Gestänge beim Fahrrad ausgetauscht werden muss, wenn es an einem bestimm- ten Ort gebrochen ist, schweißt die Zweiradmechatronikerin die ange- brochenen Teile wieder zusammen. Damit sich der Fahrradfahrer nach einem Zwischenfall nicht mit einer Acht im Rad begnügen muss, zent- riert der Zweiradmechatroniker das verbogene Rad neu. Damit der Motorradfahrer imDun­ keln nicht übersehen wird, repa- riert die Zweiradmechatronikerin die defekte Beleuchtungsanlage. Entwicklungsmöglichkeiten Unternehmer/in Meister/in, Werkstattchef/in Chefmechaniker/in Markenspezialist/in Zweiradmechatroniker/in Ausdauer Beweglichkeit Freude am Kundenkontakt Gute Konstitution Handwerkliche Geschicklichkeit Rasche Auffassungsgabe Selbständigkeit Technisches Verständnis Verantwortungsbewusstsein Zuverlässigkeit

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