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Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 222 6% 94% Zerspanungs- mechaniker/in ‹ auswählen, einrichten, programmieren, warten, aufspannen, überwachen › Der Zerspanungsmechaniker und die Zer- spanungsmechanikerin richten unter- schiedliche computergesteuerte Dreh-, Fräs- und Schleifmaschinen ein und überwachen sie. Dabei produzieren sie verschiedene anspruchsvolle Dreh- und Frästeile: Die Tendenz hin zu komplexen Bauteilen ist steigend.  Zerspanungsmechaniker stellen die Maschine für jeden Kunden genau auf die gewünschte Form und Qualität ein. Diese überprüfen und optimieren sie ständig, denn es wird höchste Form- und Maßgenauigkeit erwartet. Zerspa- nungsmechaniker arbeiten aber auch an ganz konventionellen Maschinen. Der Arbeitsplatz der Zerspanungsme- chanikerin ist die riesige Produktionshalle einer Metall verarbeitenden Fabrik. Die Werkstücke (Gusseisen/Stahl oder Nicht- metall) werden mit einer Vielzahl von passenden Werkzeugen bearbeitet, in die eingerichtete Maschine eingespannt undmit dementsprechenden Schleifkör- per versehen. Während des Schleifens z. B. geben die Zerspanungsmechani- ker immer wieder Kühlschmierflüssig- keit dazu, damit der Vorgang optimal läuft. Wenn der Schleifkörper anfängt, stumpf zuwerden – erkennbar durch ver- änderten Funkenflug und Blau-Färbung des Werkstücks –, wird er ausgetauscht. Deshalb brauchen Zerspanungsmechani- kerinnen stets ein waches Auge. Zutritt Mindestens Hauptschulabschluss; in der Berufsberatung und in Betrie- ben nachfragen. Gute Leistungen im Rechnen sowie in naturwissen- schaftlichen Fächern erwünscht. Ausbildungsdauer 3,5 Jahre (Industrie + Handwerk): duale Ausbildung Betrieb/Berufs- schule. Es gibt vier Fachrichtungen: Fräsmaschinen-, Drehautomaten-, Drehmaschinen- oder Schleifma- schinensysteme. Sonnenseite Jeder Auftrag stellt neue Anforde- rungen. Zerspanungsmechaniker können aufgrund ihrer Fachkennt- nisse schon in jungen Jahren Füh- rungsaufgaben übernehmen. Schattenseite Die Maschinen machen Lärm und können Ölstaub abgeben. Vorurteil »Wenn die Maschinen einmal eingerichtet sind, läuft alles von selbst.« Realität Ständige Wachsamkeit, Kontrolle und Lernbereitschaft sind gefor- dert, denn auch Maschinen sind nicht perfekt; es geht immer wieder einmal etwas schief. Was, wozu? Damit der Zerspanungsmechaniker Metallstücke richtig bearbeitet oder Teile korrekt dreht, studiert er die technische Zeichnung und hält sich an die Vorgaben. Damit ein Werkstück die richtige Formerhält, wählt die Zerspanungs- mechanikerin das angemessene Werkzeug am Automaten und bestimmt Drehzahl, Vorschub und Schnitttiefe. Damit der Zerspanungsmechaniker die Einstellungen überprüfen kann, fertigt er einige Probestücke und kontrolliert sie. Er nimmt Korrek­ turen vor, bis die Probestücke den Anforderungen entsprechen. Damit computergesteuerte Auto- maten für die Produktion bereit sind, gibt die Zerspanungsmecha- nikerin das Fertigungsprogramm in die Maschine ein. Damit der Fertigungsvorgang opti- mal läuft, sorgt der Zerspanungs- mechaniker dafür, dass immer in angemessener Menge Kühl- schmierflüssigkeit dazu fließt. Damit die Zerspanungsmechani- kerin sicher ist, dass ihr Werkzeug immer noch scharf ist, kontrolliert sie ständig den Arbeitsvorgang und die Qualität des Werkstückes. Entwicklungsmöglichkeiten Eigenes Unternehmen, Master of Engineering Bachelor of Engineering, Geschäftsführung Techniker/in Industriemeister/in, Technische/r Betriebswirt/in Gruppenführung, Arbeitsvorbereitung, Terminkalkulation, Maßkontrolle usw. Zerspanungsmechaniker/in Ausdauer Freude an der Metallbearbeitung Genauigkeit Handwerkliches Geschick Logisches Denkvermögen PC-Interesse Selbständigkeit Sorgfältige Arbeitsweise Technisches Verständnis Zuverlässigkeit  Auf den Lorbeeren ausruhen kön- nen sie sich nie, auch in diesem Beruf hat die Digitalisierung Einzug gehalten. Zudem kommen immer neue Techniken dazu. Zerspanungsmechaniker arbeiten in Betrieben der Metallverarbeitung, im Maschinen-, Stahl- oder Leichtmetall- bau, in Gießereien oder im Fahrzeugbau.

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