Berufskatalog -K- des Berufskunde-Verlags

Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 221 Mehr Berufe und mehr Infos auf www.berufskunde.de 41% 59% Zahntechniker/in ‹ erstellen, biegen, formen, gießen, fräsen, abstimmen, modellieren, polieren › Auch wenn wir unsere Zähne sorgfäl- tig pflegen, kann es passieren, dass wir eine Zahntechnikerin oder einen Zahntechniker benötigen: etwa wenn die Zahnstellung korrigiert oder ein abgebrochener Zahn ersetzt werden muss. Zahntechniker fertigen Zahner- satzteile: Kronen, Brücken, Implantate, Total- und Teilprothesen, Spangen, aber auch verschiedene Arten von Sport- schutz. Sie arbeiten mit verschiedenen Werkstoffen – Wachs, Gold, Kunst- stoff, Gips, Keramik, Stahl, Titan und andere – und unterschiedlichen Bear- beitungsweisen. Vom Zahnarzt erhalten die Zahntechnikerinnen einen genauen Silikonabdruck des Patienten-Gebisses. Davon erstellen sie ein Gipsmodell, als Arbeitsgrundlage. Kronen oder Brü- cken werden in Wachs modelliert und in eine feuerfeste Masse eingebettet. Dann gießen die Zahntechniker die Form mit flüssigem Metall aus und bearbeiten den Rohling mit hochtourigen Schleifge- räten, Schmelz- und Löteinrichtungen, Schweißgeräten und Poliermaschinen weiter, bis er exakt passt. Dabei benut- zen sie auch Laserschweißgeräte unter dem Mikroskop bis hin zur Modella- tion am PC. Die abschließende Fräsung erfolgt mit der CAD/CAM. Je nach Material verblenden (beschichten) die Zahntechnikerinnen das Trägergerüst auch mit Keramik oder Kunststoffen. Form und Farbe werden dabei genau auf die natürlichen Zähne abgestimmt. Zutritt Mindestens Hauptschulabschluss, mittlerer Bildungsabschluss vorteil- haft; in der Berufsberatung und in Betrieben nachfragen. Ausbildungsdauer 3,5 Jahre (Handwerk): duale Ausbil- dung Betrieb/Berufsschule. Sonnenseite Die Zahntechnikerin verarbeitet die verschiedensten Werkstoffe mit unterschiedlichen Bearbeitungs- techniken. Das macht die Tätigkeit abwechslungsreich. Auch führt sie eine Arbeit (Herstellung eines Zah- nersatzes oder einer Spange) von Anfang bis Ende selbständig aus. Schattenseite Zahnersatzteile sollen möglichst rasch fertig gestellt werden. Das verursacht manchmal Termindruck. Außerdem erfordert dieser Beruf Geduld, Ausdauer und präzises Arbeiten – ist also nichts für Men- schen mit Bewegungsdrang. Vorurteil »Dieser Beruf bietet kaum Auf- stiegsmöglichkeiten.« Realität Zahntechnische Labors sind meist kleinere Betriebe. Die Aufstiegs- möglichkeiten im Betrieb sind dadurch beschränkt. Die Zahntech- nikerin kann sich beispielsweise in Weiterbildungskursen spezialisie- ren und auch die Meisterprüfung ablegen. Als Meisterin darf sie ihr eigenes Labor eröffnen. Was, wozu? Damit junge Menschen, deren Zahnstellung nicht ganz korrekt ist, nicht darunter zu leiden brau- chen, fertigt die Zahntechnikerin eine spezielle Spange an, um den Fehler zu korrigieren. Damit jemand, der bei einemUnfall einen Zahn abgebrochen hat, wie- der gut aussieht und seine Zähne voll gebrauchen kann, stellt der Zahntechniker einen passenden Kronenersatz her. Damit ein Zahnersatzteil genau passt, berücksichtigt die Zahntech- nikerin stets die Anatomie der Kie- fer und Zähne des Patienten. Damit künstliche Zähne, z.B. eine Brücke, den Zähnen des Patienten entsprechen und nicht auffallen, stimmt sie der Zahntechniker in Form und Farbe äußerst genau ab. Damit die Zahnersatzteile dem Patienten keine Schmerzen ver­ ursachen und beim Kauen nicht stören, arbeitet die Zahntechnikerin millimetergenau. Damit beschädigte Prothesen rasch wieder benützt werden können, repariert sie der Zahntechniker umgehend. Entwicklungsmöglichkeiten Geschäftsführer/in, Unternehmer/in Meister/in, Abteilungsleiter/in, Cheftechniker/in (in größeren Betrieben) Gruppenleiter/in Spezialist/in für Modellguss, Prothetik, Keramik, Goldtechnik usw. Zahntechniker/in Ausdauer Exakte Arbeitsweise Feinhandwerkliches Geschick Genaues Farbunterscheidungs- vermögen Gutes Augenmaß Interesse an Anatomie, Chemie, Physik Keine Allergien Konzentrationsfähigkeit Organisationstalent Räumliches Vorstellungsvermögen

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