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Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 219 Mehr Berufe und mehr Infos auf www.berufskunde.de 92% 8% Werkzeugmechaniker/in ‹ entwickeln, einrichten, bedienen, prüfen, montieren, instand halten › Manchmal kleiner als eine Fingerkuppe, z.T. dünner als ein Haar – so genau ar- beiten die Werkzeugmechanikerin und der Werkzeugmechaniker. Sie stellen feinste chirurgische Instrumente her, so zum Beispiel Skalpelle, Pinzetten, Scheren oder Venenklemmen zum Ab- klemmen der Blutgefäße; aber auch millimetergenaue Formen für Kamera- gehäuse oder Teile für Stanzwerkzeuge, mit denen später aus Blechen Formteile ausgeschnitten werden können.  Werkzeugmechaniker arbeiten in der Maschinenindustrie. Mit modernen computergesteuerten Werkzeugma- schinen (Dreh-, Fräs-, Hobel-, Bohrma- schinen) stellen sie aus RohteilenMaschi- nenelemente her, doch im Unterschied zu den Zerspanungsmechanikern ferti- gen sie vor allem Einzelanfertigungen: Spezialmaschinen, Neuentwicklungen und Ähnliches. Routinearbeiten erle- digen computergesteuerte Maschinen für sie. Die Digitalisierung der Arbeits- prozesse ist auch hier im Vormarsch.  Mithilfe technischer Zeichnungen geben die Werkzeugmechanikerinnen vor, wie die verschiedenen Metallteile gefertigt werden sollen. Danach feilen oder polieren sie die einzelnen Metall- teile noch, montieren (»löschen«) ferti- ge Werkzeuge und testen sie auf ihre Funktionsfähigkeit. Außerdem warten und reparieren sie die Maschinen und Geräte und erklären den Kunden ihre Bedienung.  Werkzeugmechaniker und Werk- zeugmechanikerin ist ein anspruchsvol- ler Beruf, der die Auszubildenden auf der ganzen Linie fordert. Sie können sich zur Spezialisierung unter vier Einsatz- gebieten entscheiden: Formentechnik, Instrumententechnik, Stanz- und Vor- richtungstechnik. Zutritt Gut abgeschlossene Hauptschule mit guten Leistungen in Mathe- matik und Physik oder Realschule. Ausbildungsdauer 3,5 Jahre (Industrie): duale Ausbil- dung Betrieb/Berufsschule. Sonnenseite Es werden Einzelanfertigungen von Maschinenteilen gemacht – also sind die Aufgaben immer wieder anders. Schattenseite Man muss sehr genau sein. Vorurteil »Maschinen bedienen ist langwei- lig – die arbeiten ja von alleine.« Realität Computergesteuerte Produktions- maschinen sind nicht Maschinen, die auf Knopfdruck arbeiten. Der Werkzeugmechaniker muss über fundiertes Fachwissen in der Me- tallbearbeitung und eingehende Maschinenkenntnisse verfügen, um sie bedienen und program- mieren zu können. Was, wozu? Damit das Metallwerkstück später mit anderen zusammenmontiert werden kann, hält sich der Werk- zeugmechaniker bei der Fertigung genau an die vorgegebenen Maße und Angaben der technischen Zeichnung. Damit die Werkzeugmaschine den Metallrohling (»Halbzeug«) in der richtigen Reihenfolge bearbeitet, bringt die Werkzeugmechanikerin alle Einzelschritte im Programm in eine logische Abfolge. Damit Fehler im Programm oder im Maschinenlauf sofort entdeckt werden, überwacht der Werkzeug- mechaniker ständig den Arbeits- ablauf. Damit Werkzeugmaschinen die Werkstücke rentabel herstellen, optimiert die Werkzeugmechani- kerin die vorhandenen Programme, d.h., sie versucht das Werkstück mit möglichst wenigen Program- mierschritten zu erstellen. Damit die Löffelstanzform sämtli- che gewünschten Einbuchtungen und Gravuren aufweist, bearbeitet sie der Werkzeugmechaniker mit Diamantschleifern von Hand nach. Entwicklungsmöglichkeiten Bachelor of Engineering, eigenes Unternehmen Geschäftsführung Industriemeister/in – FR Mechatronik, Techniker/in, Konstrukteur/in Werkzeugmechaniker/in Ausdauer Freude an der Metallbearbeitung Genauigkeit Interesse an Mathematik und Geometrie Logisches Denkvermögen Rasche Auffassungsgabe Räumliches Vorstellungsvermögen Selbständigkeit Technisches Verständnis Zuverlässigkeit

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