Berufskatalog -K- des Berufskunde-Verlags

Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 217 Mehr Berufe und mehr Infos auf www.berufskunde.de 100% 0% Werksteinhersteller/in ‹ schneiden, biegen, flechten, gestalten, montieren, verlegen, verankern › Beton ist extrem strapazierfähig undwird deshalb überall dort eingesetzt, wo viele Menschen ein- und ausgehen oder wo eine hohe direkte Wetterabnutzung herrscht – dazu gehören Treppenhäu- ser, Fassaden, Plattenböden, Fenster- bänke oder auch Plätze.  Die Werksteinhersteller und -her- stellerinnen können ihre eigenen Ideen einbringen, denn die Gestaltung dieser Oberflächen gehört zu ihrer Arbeit. Sie fertigen und bearbeiten die Steine und Betonteile zunächst selbst in ihrer Werk- statt. Danach bauen sie sie auf der Bau- stelle ein. Das heißt, je nach Bedarf wer- den sie montiert, verankert oder verlegt.  Der Werkstoff Beton erfährt die unter- schiedlichsten Verwertungen, sei es im Denkmalschutz, für Ornamentsteine, Brunnen, Pflanzentröge oder Lärm- schutzeinrichtungen im Straßenverkehr.  Die stärkste Tradition hat der Terraz- zoboden. Er kann in allen Farben ausge- führt werden und ist extrem belastbar. Wenn ältere Terrazzoböden trotzdem einmal schlechte Stellen und kleinere Beschädigungen aufweisen, bessern die Werksteinherstellerinnen sie aus.  Außerdem pflegen, warten und reparieren die Werksteinhersteller ihre Maschinen und Geräte soweit wie mög- lich selber. Zutritt Mindestens Hauptschulabschluss; in der Berufsberatung und in Betrie- ben nachfragen. Ausbildungsdauer 3 Jahre duale Ausbildung, einer- seits im Betrieb, andererseits in der Berufsschule. Der Beruf wird in zwei Schwerpunkten ausgebil- det: 1. Betonstein und Terrazzo, 2. Betonfertigteilbau. Sonnenseite Der Beruf ist kreativ, man kann ei- gene Gestaltungsideen umsetzen. Schattenseite Allerdings ist nicht nur Kreativi- tät gefragt: Dies ist ein Beruf, der durch die gute Mischung von eige- ner Gestaltung und ausführenden Handwerksarbeiten lebt. Vorurteil »Immer nur Beton und Platten: Wo ist da die Abwechslung?« Realität Abwechslung gibt es genug. Jede neue Arbeitsstelle bringt wieder neue Aufgaben mit sich, um deren optimale Lösung man sich Gedan- ken machen muss. Was, wozu? Damit der Werksteinhersteller Zeichnungen als Grundlage für seine spätere Arbeit anfertigen kann, vermisst er das Gelände und zeichnet die erforderlichen Werk- pläne nach den ermitteltenMaßen. Damit die Werksteinherstellerin größere oder schmale Betonteile stabiler gestalten kann, setzt sie Matten und Stahl- oder Eisenstäbe, sogenannte Armierungen ein. Damit die Betonfertigteile an den richtigen Platz gelangen, berei- tet der Werksteinhersteller in der Werkhalle alles vor und montiert, verankert oder verlegt sie dann auf der Baustelle. Damit die Steine eine ansprechende Oberfläche aufweisen, gestaltet sie dieWerksteinherstellerin nach eige- nen Vorstellungen. Damit Bauten jahrzehntelang auch extremen Belastungen standhal- ten, setzt derWerksteinhersteller all seine Kunstfertigkeit für eine ideale Beschaffenheit ein. Entwicklungsmöglichkeiten Bachelor oder Master of Engineering, Unternehmer/in Betonstein- und Terrazzoherstellermeister/in, Techniker/in Vorarbeiter/in, Werkpolier/in, Polier/in im Hochbau Werksteinhersteller/in Flexibilität Freude am Bauen Freude am Gestalten Freude an Arbeit im Freien Gutes Augenmaß Handwerkliche Geschicklichkeit Räumliches Vorstellungsvermögen Robuste Gesundheit, Wetterunempfindlichkeit Teamfähigkeit Technisches Verständnis

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