Berufskatalog -K- des Berufskunde-Verlags

Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 212 8% 92% Verfahrenstechnologe/-in Mühlen- und Getreide- wirtschaft ‹ prüfen, säubern, lagern, überwachen, steuern, mahlen, instand halten › Die Müllerei blickt auf eine lange Tra- dition zurück und ist unersetzlich für die Ernährung der Bevölkerung mit Getreideprodukten. Die Herstellung von Lebensmitteln aus dem natürlichen Rohstoff Getreide erfolgt heutzutage mittels modernster, hoch technisierter Produktionsanlagen.  Verfahrenstechnologen und -tech- nologinnen Mühlen- und Getreide- wirtschaft (früher Müller/innen genannt) steuern, bedienen und warten diese Maschinen. Dies erfolgt mittels aus- gefeilter Computer-Steuerungstech- nik. Schwere Säcke schleppen gehört schon lange der Vergangenheit an und die Produktionsräume sind nicht mehr staubig. Mit speziellemKnow-how stel- len die Verfahrenstechnologen vielfältige Mahlprodukte her. Ob es um die Quali- tät der Rohstoffe oder die Verfahrens- schritte geht, alles läuft nach moderns- ten Richtlinien. Im Labor untersuchen sie Proben des Getreides, mit besonderem Augenmerk auf die Back- und Verar- beitungseigenschaften. Sie überwachen aber auch den Abtransport des ferti- gen Mehlproduktes ins Mehlsilo oder die Verladung in spezielle Silofahrzeuge, die das Mehl zu Großbäckereien fahren. Dieser vielseitige Beruf bietet nebst siche- ren Zukunftsperspektiven ein äußerst modernes Arbeitsumfeld. Nach abge- schlossener Ausbildung findet sich auch Arbeit in vielen anderen Betrieben der Lebensmittelwirtschaft. Zutritt Mindestens Hauptschulabschluss mit guten Leistungen in Deutsch undMathematik. In der Berufsbera- tung und in Betrieben nachfragen. Ausbildungsdauer 3 Jahre (Industrie + Handwerk): duale Ausbildung Betrieb und Berufsschule. Die Ausbildung bie- tet zwei Fachrichtungen an: Mül- lerei und Agrarlager. Sonnenseite Der Beruf ist abwechslungsreich, verantwortungsvoll und sehr kri- sensicher. Arbeitslose Verfahrens- technologen gibt es so gut wie keine. Schattenseite Manchmal ist Nachtschicht oder Wochenendarbeit nötig. Vorurteil »Man muss besonders stark sein!« Realität Es gibt keine Schwerarbeit mehr, sondern viele Aufgaben am Com- puter und im Labor. Der Beruf kann genauso gut von Mädchen ausge- übt werden. Was, wozu? Damit der Einkauf reibungslos ver- läuft, wählt der Verfahrenstechno- loge aus dem großen Getreidean- gebot gezielt die Qualitäten, mit denen er gute Mahlprodukte her- stellen kann. Damit eine gleichbleibende Qua- lität der Mahlprodukte gesichert ist, mischt sie die Verfahrenstech- nologin anhand vorangegangener Laborergebnisse. Damit das Getreide vor dem Mah- len sauber und sachgerecht in den Silos gelagert wird, entnimmt der Verfahrenstechnologe regelmäßig Proben. Damit das Mehl während der La- gerung die besten Bedingungen hat, kontrolliert die Verfahrens- technologin laufend Proben auf ihr spezifisches Gewicht und ihre Feuchtigkeit. Damit nur einwandfreies Getreide vermahlen wird, reinigt es der Ver- fahrenstechnologe vorab noch ein- mal gründlich mit verschiedenen Reinigungsverfahren. Entwicklungsmöglichkeiten Betriebsleiter/in Bachelor of Engineering, Betriebswirtschaft Mühlenbautechniker/in, Müllereitechniker/in Müllermeister/in Verfahrenstechnologe/-in Mühlen- und Getreidewirtschaft Freude an IT-Systemen Freude an Maschinen Genauigkeit, Ordnungssinn Gute Beobachtungsgabe Handgeschicklichkeit Interesse an der Herstellung von Lebensmitteln Interesse an labortechnischen Untersuchungen Interesse an Mathematik und Physik Technisches Verständnis Zuverlässigkeit

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