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Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 209 Mehr Berufe und mehr Infos auf www.berufskunde.de 17% 83% Verfahrensmechaniker/in für Beschichtungstechnik ‹ schleifen, reinigen, sprühen, abdecken, kontrollieren, härten, dokumentieren › Alles, was man beschichten kann – ob Holz, Metall, Kunststoff oder Leder, ob aus Schutz- oder Verschönerungsgrün- den –, wird vom Verfahrensmechani- ker und von der Verfahrensmechanikerin für Beschichtungstechnik behandelt. Zu einem großen Teil arbeiten sie an auto- matisierten Maschinen und Anlagen. Je nach Auftrag verrichten sie gewisse Arbeiten aber immer noch von Hand. So oder so, stets planen sie ihr Vorgehen sorgfältig und überprüfen amEnde jedes Beschichtungsverfahrens die Qualität der behandelten Oberflächen.  Für das Auftragen von Lacken, Farben, Kunststoffen oder bestimmten Korros- ionsschutzmitteln verwenden die Ver- fahrensmechanikerinnen und -mecha- niker entsprechende Vorgehensweisen. Bei all ihren Arbeiten achten sie auf die Umweltbelastung. Bei gewissen Tech- niken müssen sie kniend, liegend oder gebückt arbeiten. Zuverlässiges Farb- sehvermögen und gute Gesundheit sind demnach wichtig, auch wegen der ver- schiedenen chemischen Lösungs- und Verdünnungsmittel.  Die Beschichtungsprozesse, welche die Verfahrensmechaniker anwenden, finden sich in völlig verschiedenen indus- triellen Bereichen, zum Beispiel in der Chemie, Physik, IT, Verfahrensmecha- nik und Anlagentechnik. Deshalb sind die Verfahrensmechaniker und Verfah- rensmechanikerinnen hauptsächlich in Industriebetrieben des Maschinen-, Anlagen- und Fahrzeugbaus anzutreffen. Sie sind aber auch in der Elektro- und Kunststoffindustrie oder in der Möbel-, Farben- und Lackherstellung tätig. Zutritt Mindestens Hauptschul-, besser mittlerer Bildungsabschluss. In der Berufsberatung und in Betrieben nachfragen. Ausbildungsdauer 3 Jahre (Industrie und Handwerk): duale Ausbildung Betrieb/Berufs- schule. Sonnenseite Es gibt zahllose Möglichkeiten der schützenden und zierenden Beschichtung: Das macht die Arbeit interessant! Schattenseite Sprühnebel ist nicht zu vermeiden, es sei denn, man verwendet Pulver. Vorurteil »Da ruiniert man sich ja nur seine Gesundheit!« Realität Fachleute ruinieren sich eben nicht die Gesundheit – sie wissen genau, wie man’s macht! Was, wozu? Damit die Beschichtung mit einer hohen Qualität durchgeführt wer- den kann, überprüft die Verfahrens- mechanikerin für Beschichtungs- technik die Oberfläche der Rohteile, die beschichtet werden sollen, und korrigiert alle Unregelmäßigkeiten, die sie dort entdeckt. Damit die Beschichtung genau den an sie gestellten Anspruch in Bezug auf Schutzfunktion, Dekorativität und verlängerte Haltbarkeit erfüllt, wählt die Verfahrensmechanikerin für Beschichtungstechnik genau diejenige aus, die das Anforde- rungsprofil am besten abdeckt. Damit die Beschichtungskabinen optimal eingesetzt werden können, prüft und überwacht der Verfah- rensmechaniker für Beschichtungs- technik, ob die Versorgungmit Neu- luft und die Filterung von Abluft einwandfrei funktionieren. Damit der Beschichtungsprozess auch später noch nachvollzogen werden kann, dokumentiert die Ver- fahrensmechanikerin für Beschich- tungstechnik die dafür wichtigen Kennzahlen (Zeit, Menge, Tempe- ratur usw.). Entwicklungsmöglichkeiten Geschäftsführung, Techniker/in Bachelor of Engineering, Unternehmer/in Technische/r Betriebswirt, Mitglied des Planungsteams Qualitätsbeauftragte/r, Umweltbeauftragte/r Gruppenführung, Schichtführung, Industriemeister/in Vorarbeiter/in, Farbtonmischer/in, Vorführmeister/in (Spezialisierungen) Verfahrensmechaniker/in für Beschichtungstechnik Begreifen übergreifender Vorgänge und Zusammenhänge Exaktes Arbeiten Freude am Veredeln Freude an Farben Gute Gesundheit, keine Allergieanfälligkeit Gutes Farbsehvermögen Qualitäts- und Umweltbewusstsein Sinn für Darstellung und Gestaltung Sorgfalt und Ausdauer Tastsinn

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