Berufskatalog -K- des Berufskunde-Verlags

Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 204 Tierpfleger/in ‹ putzen, füttern, tränken, beobachten, pflegen, aufziehen › Wer selbst ein Tier hat, weiß, dass es mit Füttern allein nicht getan ist. Das Tier braucht darüber hinaus Pflege und Auf- merksamkeit. Die Tierpflegerin und der Tierpfleger sind für das Wohlbefinden verschiedener Tierarten verantwortlich. Das Füttern und Tränken macht dabei nur einen kleinen Teil der Arbeit aus. Viel mehr Zeit nimmt das Putzen der Gehege, Boxen oder Käfige und der Tie- re selbst in Anspruch. Tierpflegerinnen bauen aber auch selbst Tierunterkünfte und halten sie instand. Zudem bestim- men sie je nach Größe und Zustand der einzelnen Tiere die Menge und Art des Futters. Dabei prüfen sie sorgfältig die Qualität der Futtermittel.  Die Tierpfleger beobachten ihre Tiere immer genau, um bei Paarungsbereit- schaft oder Zeichen von Krankheit sofort reagieren zu können. Kranke und ver- letzte Tiere pflegen sie nach Anweisun- gen des Tierarztes. Bei Jungtieren küm- mern sie sich um möglichst artgerechte Aufzuchtbedingungen. Wenn Tiere an einen anderen Ort transportiert werden sollen, sorgen sie für das fachgerechte Verladen. Immer beachten sie die Be- stimmungen des Tierschutzgesetzes.  Man denkt bei dieser Arbeit meistens an Zoos und Tierheime, aber die Pfle- ge der Tiere in Forschungszentren ist genauso wichtig und gefragt. Deshalb spezialisiert man sich im dritten Ausbil- dungsjahr auf eine von drei Fachrich- tungen: »Forschung und Klinik«, »Zoo« oder »Tierheim- und Tierpension«. Zutritt Meist wird ein mittlerer Bildungs- abschluss verlangt. Außerdem ist ein mindestens 1 – 2-wöchiges Praktikum erwünscht. Ausbildungsdauer 3 Jahre (Industrie, Handel, öffent- licher Dienst): duale Ausbildung Betrieb/Berufsschule. Sonnenseite Tiere sind sehr dankbare Pfleglin- ge. Wird ein verletztes oder kran- kes Tier wieder gesund, ist das eine besondere Freude. Schattenseite Die Arbeit ist zum Teil körperlich recht anstrengend. In regelmä- ßigen Abständen wird auch am Samstag und Sonntag gearbeitet. Vorurteil »Das Pflegen von Tieren ist sehr schön. Man füttert sie und spielt mit ihnen.« Realität Die Haltung von Tieren erfordert viel Arbeit. Die Tierpflegerin und der Tierpfleger müssen zupacken können, sei es beim Instandhalten von Gehegen oder beim täglichen Putzen der Unterkünfte. Was, wozu? Damit die Tiere nicht von Krank- heitserregern angesteckt werden, reinigt und desinfiziert die Tier- pflegerin die Gehege und Räume regelmäßig. Damit ein verletztes Tier rasch ge- sund wird, desinfiziert der Tierpfle- ger die Wunde, wechselt den Ver- band sooft wie nötig und pflegt es mit besonderer Aufmerksamkeit. Damit Hunde- und Katzenbesit- zer unbeschwert in die Ferien rei- sen können, sorgt die Tierpflegerin während dieser Zeit in der Tierpen- sion für das Tier. Damit Versuchstiere gut betreut sind, kümmert sich der Tierpfleger Fachrichtung »Forschung und Kli- nik« um ihre Zucht, Haltung und Pflege und arbeitet bei wissen- schaftlichen Projekten mit. Damit sich Wildtiere aus anderen Ländern hier im Zoo oder Wildpark wohlfühlen, richtet die Tierpflege- rin die Gehege auf deren Bedürf- nisse ein. Damit jedes Tier die richtige Nah- rung erhält, kennt der Tierpfle- ger ihre Nahrungsbedürfnisse und stellt das Futter entsprechend zu- sammen. Entwicklungsmöglichkeiten Leiter/in eines eigenen Tierheims, Tierinspektor/in Zooinspektor/in (betriebsintern), Tierpflegemeister/in (werkintern) Obertierpfleger/in, Vorarbeiter/in, Futtermeister/in Tierpfleger/in Durchsetzungsvermögen Feingefühl für die Tiere Freude am Pflegen Freude am Umgang mit Tieren Freude an praktischer, körperlicher Tätigkeit Gute Beobachtungsgabe Keine Allergien Kontaktfreude (Tierheim) Kräftige Konstitution Verantwortungsbewusstsein 32% 68%

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