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Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 203 Mehr Berufe und mehr Infos auf www.berufskunde.de 94% 6% Tiermedizinische/r Fachangestellte/r ‹ begrüßen, beruhigen, untersuchen, helfen, assistieren, sterilisieren, pflegen › Jede Tierarztpraxis ist anders. Besonders große Unterschiede gibt es zwischen Land und Stadt. Auf dem Land betreut der Tierarzt Groß- und Kleintiere, in der Stadt dagegen nur Kleintiere – Hunde, Katzen, Meerschweinchen, Papageien –, die von ihren Besitzern in die Tierarztpra- xis gebracht werden. Die Tiermedizini- sche Fachangestellte und der Tiermedi- zinische Fachangestellte empfangen die Tierhalter freundlich, beruhigen sie wenn nötig und geleiten sie ins Wartezimmer. Am Ende des Arztbesuchs vereinbaren sie einen neuen Termin.  Die Tiermedizinischen Fachangestell- ten (früher: Tierarzthelfer und -helferin- nen) helfen dem Tierarzt beim Unter- suchen und Behandeln des Tieres und assistieren bei Operationen. Muss ein Tier einige Tage zur Beobachtung oder Behandlung bleiben, pflegen und füttern sie es. Sie helfen beim Röntgen und füh- ren im Labor Blut-, Harn- und Kotunter- suchungen durch. Zur täglichen Arbeit gehören auch administrative Aufgaben wie Rechnungen schreiben, Zahlungen kontrollieren, Bestände überprüfen und Nachbestellungen vornehmen. Zutritt Mit 16 Jahren, nach abgeschlosse- ner Hauptschule. Ausbildungsdauer 3 Jahre (Freie Berufe): duale Ausbil- dung Tierarztpraxis/Berufsschule. Sonnenseite Die Arbeit ist sehr abwechslungs- reich, man hat nicht nur mit Tie- ren, sondern auch mit Tierhaltern zu tun. Mithelfen, kranke und ver- letzte Tiere wieder auf die Beine zu bringen, gibt Befriedigung. Ein er- füllender Beruf für alle, denen das Wohl von Tieren am Herzen liegt. Schattenseite Tierhalter mit kranken Tieren kön- nen nicht einfach auf den nächs- ten Tag vertröstet werden. Darum muss die Tiermedizinische Fachan- gestellte ab und zu Überstunden leisten, die sie aber wieder kom- pensieren kann. Vorurteil »Man ist ständig in Gefahr, von den Tieren angefallen zu werden!« Realität Ab und zu gibt es einen Biss oder Kratzer, doch gute Grifftechnik ver- hütet dies meist. Was, wozu? Damit der Tierarzt für die Untersu- chung alle notwendigen Angaben zur Verfügung hat, führt die Tier- medizinische Fachangestellte eine Patientenkartei. Damit der Tierarzt während einer Operation konzentriert arbeiten kann, bereitet der Tiermedizinische Fachangestellte alles vor und reicht ihmdie benötigten Instrumente und Materialien. Damit der Tierhalter seinem Tier die verordnetenMedikamente ver- abreichen kann, gibt ihm die Tier- medizinische Fachangestellte die entsprechenden Mittel mit. Damit die Instrumente für jeden Eingriff wieder absolut sauber sind, sterilisiert sie der Tiermedizi- nische Fachangestellte nach jedem Gebrauch. Damit stets genügend Medika- mente und Verbandsmaterialien vorrätig sind, überwacht die Tier- medizinische Fachangestellte die Bestände und bestellt rechtzeitig nach. Damit nicht alle Tierhalter gleich- zeitig in der Praxis warten, verein- bart der Tiermedizinische Fachange- stellte Termine mit ihnen und führt einen Terminkalender. Entwicklungsmöglichkeiten Tierarzt/Tierärztin Veterinär-med.-techn. Assistent/in Tiermedizinische/r Fachangestellte/r mit Spezialisierung auf Laboruntersuchungen, Praxisorganisation usw. Tiermedizinische/r Fachangestellte/r Ausgeglichenheit Einfühlungsvermögen Exakte, saubere Arbeitsweise Geschick im Umgang mit Tieren Gute Konstitution Interesse für Naturwissenschaften Keine Allergien Praktische Veranlagung (keine Zimperlichkeit) Organisationstalent Rasche Auffassungsgabe

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