Berufskatalog -K- des Berufskunde-Verlags

Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 201 Mehr Berufe und mehr Infos auf www.berufskunde.de 100% 0% Tiefbaufacharbeiter/in ‹ bohren, protokollieren, messen, sichern, schalen, betonieren, reparieren › Tiefbaufacharbeiter und -facharbeiterin- nen nehmen ganz verschiedene Aufga- benwahr: Sie heben zumBeispiel Gräben aus und sichern sie ab oder sie bauen Ein- stiegsschächte. Mit jeder neuen Baustelle wechselt ihr Arbeitsplatz und natürlich auch die Aufgabenstellung. Wer nicht gerne imFreien arbeitet und lieber immer am selben Ort ist, der ist für den Beruf des Tiefbaufacharbeiters nicht geeignet.  Tiefbaufacharbeiterinnen bewegen oft riesige Erdmassen, erstellen unter äußert gewissenhaften Sicherheitsvor- kehrungen unterirdische Bauten. Sie verlegen große Rohre, bauen Einstiegs- schächte, installierenWasserförderungs- anlagen und heben Brunnenschächte aus. Sie legen aber auch Böschungen an, pflastern Wege oder bauen die Unter- lage für Schienen.  Das Fachwissen der Tiefbaufacharbei- ter ist gefragt in Betrieben der Wasser- versorgung, Abwasserwirtschaft oder des Straßen- und Schienenverkehrs, aber auch in Bauämtern oder beimWegebau und bei Pflasterarbeiten im Gartenbau. Zutritt Mindestens Hauptschulabschluss; in der Berufsberatung und in Betrie- ben nachfragen. Ausbildungsdauer 2 Jahre duale Ausbildung, einer- seits im Betrieb, andererseits in der Berufsschule. Mit einer Vertiefungs- ausbildung (1 Jahr) kann in folgen- den Berufen der Abschluss erreicht werden: Brunnenbauer, Kanal- bauer, Spezialtiefbauer, Straß- enbauer, Rohrleitungsbauer und Gleisbauer. Wer einen solchen Beruf anstrebt, wählt in den ersten 2 Jahren bereits den entsprechenden Schwerpunkt (z.B. Kanalbauarbeiten, Gleisbau- arbeiten usw.). Sonnenseite Tiefbaufacharbeiterinnen sind mit Recht stolz auf ihre anspruchsvol- len Bauten! Schattenseite Die Arbeit im Freien ist nicht immer angenehm. Mit zunehmendem Alter übernimmt der Tiefbauar­ beiter oft anspruchsvolle Unter- halts- und Reparaturarbeiten in der Werkstatt. Vorurteil »Die Arbeit auf dem Bauplatz ist anstrengend und schmutzig.« Realität Für schwere und schmutzige Arbei­ ten setzt der Tiefbaufacharbei- ter Maschinen ein. Allerdings ist Schmutz auf einem Bau einfach nicht zu vermeiden. Bauunter- nehmen verfügen aber selbstver- ständlich über sanitäre Einrichtun- gen und Umkleideräume für ihre Mitarbeiter. Was, wozu? Damit exakte Messungen erhoben werden, benutzt der Tiefbaufach­ arbeiter Schwerpunkt Straßenbauer die genauesten Messinstrumente wie GPS und Laser. Damit das Wasser nach oben beför- dert wird, errichtet die Tiefbaufach- arbeiterin Schwerpunkt Brunnen- bauer ein Pumpwerk. Damit der Tiefbaufacharbeiter Schwerpunkt Kanalbauer erkennt, ob ein Kanal gereinigt, repariert oder saniert werden muss, über- prüft er ihn durch eine ferngesteu- erte Kamera an. Damit beim Ausbaggern nicht immer wieder alles zugeschüttet wird, verhindert die Tiefbaufach- arbeiterin Schwerpunkt Spezial- tiefbauer dies schon vor dem Aus- heben der Baugrube durch einen sogenannten »Verbau«. Damit Schienenstücke gut zusam- menhalten, wenn tonnenschwere Züge darüberdonnern, verschweißt sie die Tiefbaufacharbeiterin Schwerpunkt Gleisbauer sorgfältig. Entwicklungsmöglichkeiten Techniker/in, Bachelor of Engineering Polier/in, Meister/in Brunnenbauer, Kanalbauer, Spezialtiefbauer, Straßenbauer, Rohrleitungsbauer und Gleisbauer (1 Jahr Zusatzausbildung) Tiefbaufacharbeiter/in Ausdauer Freude am Bauen Freude an der Arbeit im Freien Gewissenhaftigkeit Handwerkliche Geschicklichkeit Räumliches Vorstellungsvermögen Teamfähigkeit Technisches Verständnis Verantwortungsbewusstsein Widerstandsfähige, kräftige Konstitution

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