Berufskatalog 2023 des Berufskunde-Verlags

Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 201 Mehr Berufe und mehr Infos auf www.berufskunde.de 100% 0% Tiefbaufacharbeiter/in ‹  bohren, protokollieren, messen, sichern, schalen, betonieren, reparieren › Tiefbaufacharbeiter und -facharbeiterinnen nehmen ganz verschiedene Aufgabenwahr: Sie heben zumBeispiel Gräben aus und sichern sie ab oder sie bauen Einstiegsschächte. Mit jeder neuen Baustelle wechselt ihr Arbeitsplatz und natürlich auch die Aufgabenstellung. Wer nicht gerne imFreien arbeitet und lieber immer am selben Ort ist, der ist für den Beruf des Tiefbaufacharbeiters nicht geeignet. Tiefbaufacharbeiterinnen bewegen oft riesige Erdmassen, erstellen unter äußert gewissenhaften Sicherheitsvorkehrungen unterirdische Bauten. Sie verlegen große Rohre, bauen Einstiegsschächte, installierenWasserförderungsanlagen und heben Brunnenschächte aus. Sie legen aber auch Böschungen an, pflastern Wege oder bauen die Unterlage für Schienen. Das Fachwissen der Tiefbaufacharbeiter ist gefragt in Betrieben der Wasserversorgung, Abwasserwirtschaft oder des Straßen- und Schienenverkehrs, aber auch in Bauämtern oder beimWegebau und bei Pflasterarbeiten im Gartenbau. Zutritt Mindestens Hauptschulabschluss; in der Berufsberatung und in Betrieben nachfragen. Ausbildungsdauer 2 Jahre duale Ausbildung, einerseits im Betrieb, andererseits in der Berufsschule. Mit einer Vertiefungsausbildung (1 Jahr) kann in folgenden Berufen der Abschluss erreicht werden: Brunnenbauer, Kanalbauer, Spezialtiefbauer, Straßenbauer, Rohrleitungsbauer und Gleisbauer. Wer einen solchen Beruf anstrebt, wählt in den ersten 2 Jahren bereits den entsprechenden Schwerpunkt (z. B. Kanalbauarbeiten, Gleisbauarbeiten usw.). Sonnenseite Tiefbaufacharbeiterinnen sind mit Recht stolz auf ihre anspruchsvollen Bauten! Schattenseite Die Arbeit im Freien ist nicht immer angenehm. Mit zunehmendem Alter übernimmt der Tiefbauarbeiter oft anspruchsvolle Unterhalts- und Reparaturarbeiten in der Werkstatt. Vorurteil »Die Arbeit auf dem Bauplatz ist anstrengend und schmutzig.« Realität Für schwere und schmutzige Arbeiten setzt der Tiefbaufacharbeiter Maschinen ein. Allerdings ist Schmutz auf einem Bau einfach nicht zu vermeiden. Bauunternehmen verfügen aber selbstverständlich über sanitäre Einrichtungen und Umkleideräume für ihre Mitarbeiter. Was, wozu? Damit exakte Messungen erhoben werden, benutzt der Tiefbaufacharbeiter Schwerpunkt Straßenbauer die genauesten Messinstrumente wie GPS und Laser. Damit das Wasser nach oben befördert wird, errichtet die Tiefbaufacharbeiterin Schwerpunkt Brunnenbauer ein Pumpwerk. Damit der Tiefbaufacharbeiter Schwerpunkt Kanalbauer erkennt, ob ein Kanal gereinigt, repariert oder saniert werden muss, überprüft er ihn durch eine ferngesteuerte Kamera an. Damit beim Ausbaggern nicht immer wieder alles zugeschüttet wird, verhindert die Tiefbaufacharbeiterin Schwerpunkt Spezialtiefbauer dies schon vor dem Ausheben der Baugrube durch einen sogenannten »Verbau«. Damit Schienenstücke gut zusammenhalten, wenn tonnenschwere Züge darüberdonnern, verschweißt sie die Tiefbaufacharbeiterin Schwerpunkt Gleisbauer sorgfältig. Entwicklungsmöglichkeiten Techniker/in, Bachelor of Engineering Polier/in, Meister/in Brunnenbauer, Kanalbauer, Spezialtiefbauer, Straßenbauer, Rohrleitungsbauer und Gleisbauer (1 Jahr Zusatzausbildung) Tiefbaufacharbeiter/in Ausdauer Freude am Bauen Freude an der Arbeit im Freien Gewissenhaftigkeit Handwerkliche Geschicklichkeit Räumliches Vorstellungsvermögen Teamfähigkeit Technisches Verständnis Verantwortungsbewusstsein Widerstandsfähige, kräftige Konstitution

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