Berufskatalog -K- des Berufskunde-Verlags

Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 200 keine Angaben keine Angaben Theologe/-in (Priester, Pfarrer/in) ‹ begegnen, lehren, begleiten, zelebrieren, führen, sich engagieren › Theologen arbeiten nach dem Studium oft in kirchlichen Institutionen, an Schu- len oder Universitäten. Sie bringen den Menschen den Glauben nahe. In der Schule geben sie Religionsunterricht, in der Gemeinde organisieren sie Ver- anstaltungen und betreuen Gruppen. Sie sind besonders häufig in der Seel- sorge tätig.  Sie sind dort, wo Menschen gebo- ren werden, wo junge Menschen in die christliche Gemeinschaft aufgenom- men werden, wo Menschen ihren Alltag gestalten, wo Angehörige von lieben Menschen Abschied nehmen.  In der evangelischen Kirche können sie Pfarrer oder Pfarrerin werden. In der katholischen Kirche gibt es diese Möglichkeit nur für Männer (Priester). Theologen stehen im Mittelpunkt ihrer Gemeinden, feiern Gottesdienst und helfen den Menschen, ihr Leben aus dem Glauben zu gestalten. Katholische Theologen und Theologinnen können sich auch als Pastoralreferenten für die Gläubigen engagieren. Zutritt Abitur. Ausbildungsdauer 7 Jahre: Studium und Ausbildung. Sonnenseite Theologen und Theologinnen vermitteln den Glauben an Jesus Christus, engagieren sich für andere Menschen, helfen ihnen, ihre Prob- leme zu bewältigen und den Glau- ben mit dem Alltag zu verbinden. Schattenseite Theologen und Theologinnen tref- fen nicht immer auf gläubige Men- schen. Sie werden mit viel Not und Sorgen, mit Krankheit und Tod kon- frontiert. Vorurteil »Theologen und Theologinnen sind zu wenig von alltäglichen Proble- men betroffen: Sie sindweltfremd.« Realität Theologen und Theologinnen wer- den oft als Vorbilder angesehen. Sie setzen sich mit ihrer Persönlichkeit, ihremGlauben und ihren Erfahrun- gen ein. Wer diesen Beruf ergreifen möchte, muss für sich verschiedene Fragen klären, so etwa: Wieweit bin ich mit den Formen und Struktu- ren der Kirche einverstanden?Was mache ich in dieser Gesellschaft, in der immer weniger Menschen glauben und in die Kirche kommen? Kann ich als katholischer Priester ein eheloses Leben führen (Zölibat)? Was, wozu? Damit die Gläubigen Erfahrungen austauschen und ihren Auftrag in der Welt verwirklichen können, motivieren Theologen und Theolo- ginnen sie zu Gruppengesprächen, zurWeiterbildung und zur Mitarbeit an sozialen Projekten. Damit die Gemeinschaft der Chris- ten wachsen und Zeichen setzen kann, feiern Theologen regelmäßig Gottesdienst und verkünden das Wort Gottes. Damit der Glaube an Kinder und Jugendlichen weitergegeben wird, geben Theologinnen Religionsun- terricht und leiten Jugendgruppen, Taufvorbereitungen oder auch Elternzusammenkünfte. Damit sich einsame, alte, kranke und sterbende Menschen mit der Kirche verbunden fühlen und die Liebe Gottes erfahren, besuchen Theologen sie und organisieren Hilfe. Damit Theologen und Theologin- nen stets neu Hoffnung schenken können, suchen und finden sie Ausgeglichenheit und neue Kraft im persönlichen Gebet und in der Meditation. Entwicklungsmöglichkeiten Lehrbeauftragte/r, Leitungsaufgaben in der Kirchenbehörde Theologische/r Mitarbeiter/in bei Verlagen, in Bildungseinrichtungen usw. Theologe/-in, Priester, Pfarrer/in Berufung und Begeisterung für Gott und seine Botschaft Einfühlungsvermögen, Toleranz Kritische Offenheit gegenüber Fragen in Kirche und Welt Kontaktfreudigkeit Offenheit für die Sorgen und Nöte der Menschen Persönliche Beziehung zu Jesus Christus Psychische Belastbarkeit Soziales Engagement Teamfähigkeit Übernahme von Verantwortung

RkJQdWJsaXNoZXIy NjUxMjQ0