Berufskatalog -K- des Berufskunde-Verlags

Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 199 Mehr Berufe und mehr Infos auf www.berufskunde.de 20% 80% Textilreiniger/in ‹ prüfen, sortieren, reinigen, entfernen, behandeln, bügeln, imprägnieren › Ohne die Textilreinigerin und den Textil- reiniger könnten wir unsere Röcke, Män- tel, Blusen und Jacken nicht so lange tragen, denn sie würden ihre wertvollen Eigenschaften –Wärmehaltungsvermö- gen, Luftdurchlässigkeit und Feuchtig- keitsundurchlässigkeit – viel eher ver- lieren.  Der Textilreiniger und die Textil­ reinigerin erhalten den Wert unserer Textilien, indem sie Verunreinigungen, die die Qualität beeinträchtigen, aus den Fasern entfernt. Alle Textilien werden vor der Reinigung nach Faserart sortiert: Naturfasern oder Kunstfasern. Ist nicht sicher, welcher Faserart das Kleidungs- stück angehört, wird ein Test gemacht. Für Leder und Pelz gelten besondere Verfahren. Die Textilreinigerinnen rich- ten die Maschinen verschieden ein, je nachdemwie viel Reinigungsmittel, wel- che Temperatur und welche Dauer die Textilien zur Reinigung brauchen. Dabei hilft ihnen ihr detailliertes Fachwissen.  In Großwäschereien leiten die Textil- reiniger oft auch Hilfspersonal an. Dazu und für den fachkundigen, gewinnenden Umgang mit den Kunden brauchen sie Know-how, Freundlichkeit, Verständnis und auch Geduld. Zutritt Mindestens Hauptschulabschluss; in der Berufsberatung und in Betrie- ben nachfragen. Ausbildungsdauer 3 Jahre (Industrie + Handwerk): duale Ausbildung Betrieb/Berufs- schule. Sonnenseite Die Textilreinigerin arbeitet stets in moderner, sauberer Umgebung. Hat sie mit Kunden zu tun, kann sie ihr Fachwissen als Beraterin einset- zen und durch Freundlichkeit und Qualität der Reinigung Stamm- kundschaft gewinnen. Schattenseite Abgesehen von Großwäschereien richtet sich die Arbeitszeit der Textil- reinigerin nach den Ladenöffnungs- zeiten: Sie wird also auch samstags arbeiten müssen. Nervöse, hekti- sche Kunden können mitunter die Nerven strapazieren, Expressauf- träge die Belastbarkeit testen. Vorurteil »Die Maschinen machen ja die ganze Arbeit – man muss die Sachen nur noch einfüllen!« Realität Jede Gewebeart muss anders behandelt werden, Chemikalien und Temperaturen müssen genau ausgewählt und eingestellt wer- den. Das verlangt sowohl Chemie- kenntnisse wie auch technisches Verständnis. Was, wozu? Damit die Textilreinigerin das rich- tige Reinigungsverfahren auswäh- len kann, prüft sie zunächst die Art der Verschmutzung. Damit nur gleich zu behandelnde Textilien miteinander in die Reini- gungsmaschine kommen, sortiert sie der Textilreiniger nach Farbe, Art der Fasern und Flecken sowie nach Verschmutzungsgrad. Damit die Textilien angemessen gereinigt werden, wählt die Tex- tilreinigerin die richtigen Hilfsmittel aus, die in die Maschinen gegeben werden, und stellt die richtige Tem- peratur und Bearbeitungsdauer ein. Damit der Textilreiniger auch noch die Flecken findet, die durch die Maschinenbehandlung nicht ent- fernt werden konnten, sieht er die gereinigten Textilien darauf- hin durch. Damit die Textilreinigerin die übrig gebliebenen Flecken entfernen (detachieren) kann, behandelt sie sie auf speziellen Detachiertischen mit ganz bestimmten Detachier- chemikalien, deren Art und Rei- henfolge sie richtig wählen muss. Damit die gereinigten Textilien fal- tenlos an den Besitzer zurückge- geben werden können, führt sie der Textilreiniger in dieMangel ein, bearbeitet siemit Plättpressen oder für die Feinarbeit auch mit dem Bügeleisen. Entwicklungsmöglichkeiten Selbständige/r Unternehmer/in Bachelor of Arts – Textiltechnologie Betriebsleiter/in Abteilungsleiter/in Vorarbeiter/in Teppich-, Lederreiniger/in, Färber/in (Spezialisierung) Textilreiniger/in Freude am Umgang mit Geweben Freundlichkeit Geduld Genauigkeit Gutes Farbunterscheidungsvermögen Handgeschick Interesse für Chemie und Physik Interesse für technische Zusammenhänge Keine Allergien Zuverlässigkeit

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