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Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 198 28% 72% Textillaborant/in ‹ untersuchen, berechnen, kontrollieren, beobachten, bewerten, überwachen › Textilienmüssen verschiedenen Ansprü- chen gerecht werden, und dies nicht nur in der Mode- und Textilbranche.  Textillaborant und Textillaborantin übernehmen ganz verschiedene Auf- gaben, damit Textilien in optimaler Weise ihren Zweck erfüllen, sei es in der Umwelt- oder Medizintechnik, Lebens- mittel- oder Pharmaindustrie, in der Automobil- und Luftfahrt- oder eben in der Bekleidungsindustrie. Sie unter- suchen die Eigenschaften von textilen Rohstoffen, Halb- und Fertigprodukten.  Um die Qualität der Stoffe sicherzu- stellen, führen Textillaboranten regel- mäßig Stichproben durch. Dabei können Fehler bereits während der Fertigung oder beim Endprodukt festgestellt wer- den. Bei diesemBeruf ist deshalb gewisse Detektivarbeit nötig, zum Beispiel um herauszufinden, weshalb ein Stoff die Anforderungen nicht erfüllt.  Textillaboranten und –laborantinnen arbeiten in Labors und mit hochmo- dernen, meistens computergestützten Prüfgeräten.  Entscheiden sie sich für den Schwer- punkt Textilchemie, haben siemit chemi- schen Stoffen und Fasern zu tun.  In der Textiltechnik dreht es sich meist um die Belastbarkeit von technischen Textilien, z. B. für die Fahrzeugindustrie.  In der Textilveredelung kümmern sich die Berufsleute ums Färben, Drucken und Beschichten von Stoffen. Zutritt In der Regel mittlerer Schulab- schluss. Ausbildungsdauer 3,5 Jahre berufliche Grundbildung (Industrie): In Labors von Betrieben der Textil- und Bekleidungsindus- trie, in der Automobil- und Luft- fahrtindustrie oder in einem For- schungsinstitut. Sonnenseite Gewebearten ändern sich und neue, vermehrt auch Hightech-Ma- terialien kommen hinzu. Darum ist man in diesem Beruf laufend her- ausgefordert, Fachwissen und Krea- tivität einzusetzen, um neue Auf- gaben zu lösen. Schattenseite Da mit chemischen Substanzen gearbeitet wird, tragen die Berufs- leute zumSchutz einen Arbeitskittel sowie zeitweise eine Schutzbrille und Handschuhe. In den Werk- hallen kann es feucht und voller Fasern sein. Vorurteil »Man atmet den ganze Tag den Geruch von Lösungsmitteln.« Realität In diesem Beruf arbeitet man in modernen, mit Lüftungsanlagen ausgerüsteten Betrieben. Auch wechselt die Arbeitsumgebung je nach gewähltem Schwerpunkt, zwischen Labor und Werkhalle. Was, wozu? Damit die Ursache festgestellt wer- den kann, warum ein textiler Sitz- überzug den Belastungen nicht standhält, überprüft der Textilla- borant die Reklamationen und führt verschiedene Prüfverfahren durch. Damit die Qualitätsrichtlinien ein- gehalten werden, achtet die Tex- tillaborantin darauf, dass nur ein- wandfreie Werkstoffe verarbeitet werden. Damit die gesetzlichen Grenzwerte für Abwasser und Emissionen ein- gehalten werden, überwacht sie der Textillaborant mit speziellen Messgeräten. Damit die textile Abtrennung, die zumFlur eines Flugzeugs verwendet wird, den täglichen Anforderungen standhält, prüft es die Textillaboran- tinmit verschiedenen Verfahren auf Reiß- und Schiebefestigkeit. Damit der Produktionsprozess stö- rungsfrei abläuft undmöglichst kei- nen Ausschuss liefert, überwacht der Textillaborant die Anlagen lau- fend und entnimmt immer wieder Stichproben, die er im Labor unter- sucht. Entwicklungsmöglichkeiten Bachelor of Science in Textil- und Bekleidungstechnik, Unternehmer/in Industriemeister/in – Textilwirtschaft, Techniker/in – Textiltechnik (Textilveredelung), Industriemeister/in, Textiltechniker/in Teamleitung, Gruppenleitung Textillaborant/in Exakte, saubere Arbeitsweise Farbsehtüchtigkeit Freude an Farben und Textilien Gute Beobachtungsgabe Gute Konstitution Interesse für chemische Prozesse Organisationstalent Rasche Auffassungsgabe Teamfähigkeit Technisches Verständnis

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