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Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 197 Mehr Berufe und mehr Infos auf www.berufskunde.de 85% 15% Textil- und Modeschneider/in ‹ planen, erstellen, steppen, füttern, nähen, fixieren, zuschneiden, anbringen › Textil- und Modeschneiderin und Mo- deschneider fertigen Modelle für Be- kleidungsartikel oder sonstige Textil- waren an, vorwiegend für die Kollek- tions- und Serienfertigung. Sie planen Produktionsverfahren und -abläufe nach wirtschaftlichen und technischen Gesichtspunkten, kalkulieren den je- weiligen Kostenaufwand, bestellenMa- terial und stellen die Materialien für den Nähbetrieb zusammen. Sie arbei- ten in einem spezialisierten Betrieb der Bekleidungsindustrie, der Serien anfer- tigt, zum Beispiel Damen- oder Herren-, Kinder- oder Freizeitbekleidung, Berufs- kleider oder Wäsche.  Oft wird ein Kleidungsstück von meh- reren Textil- und Modeschneiderinnen und -näherinnen gemeinsam fertig ge- stellt: Die eine macht den Zuschnitt oder näht Ärmelteile, die andere bearbeitet Kragen und Knopflöcher, bringt Ver- schlüsse oder Taschen an usw. Für die Verarbeitung verwenden sie elektro- nisch gesteuerte Nähmaschinen.  Textil- und Modeschneiderinnen und Modeschneider beteiligen sich je- doch nur an den schwierigeren Arbei- ten: Hauptsächlich überwachen sie den Produktionsablauf und kontrollieren die fertigen Produkte. Zutritt Mindestens Hauptschulabschluss; in der Berufsberatung und in Be- trieben nachfragen. Ausbildungsdauer 3 Jahre (Industrie): duale Ausbil- dung Betrieb/Berufsschule; auch Stufenausbildung möglich – 1 Jahr nach Textil- und Modenäher/in. Sonnenseite Die Textil- und Modeschneiderin weiß meist im Voraus, was bald in Mode kommt. Sie verarbeitet ver- schiedene Stoffe, mit immer neuen Mustern und wechselnden Farb- kombinationen. Auch die Model- le ändern sich oft, denn pro Jahr werden bis zu zehn Kollektionen verkauft. Schattenseite Im Nähatelier sind stets mehre- re Maschinen gleichzeitig in Be- trieb. Das verursacht einen gewis- sen Lärm. Vorurteil »Arbeitsplätze in der Bekleidungs- industrie sind immer unsicher.« Realität Betriebe der Bekleidungsindustrie sind manchmal von äußeren Ge- gebenheiten abhängig. Setzt die Modebranche z. B. auf eine Farbe, die beim Konsumenten nicht an- kommt, werden die Modelle nicht verkauft. Oder gibt es im Winter kaum Schnee, wird nur wenigWin- terbekleidung abgesetzt. Derartige Schwankungen können vom Un- ternehmen aber meistens aufge- fangen werden. Was, wozu? Damit der Kragen eines Hemdes schön liegt, verstärkt (fixiert) ihn der Textil- und Modeschneider mit einem speziellen Einlagestoff. Damit Abnäher bei der Weiterver- arbeitung des Bekleidungsstückes nicht aufliegen, bügelt die Tex- til- und Modeschneiderin sie flach. Damit die Jacke leicht an- und aus- gezogen werden kann, füttert sie der Textil- und Modeschneider mit einem geeigneten, farblich passen- den und leicht gleitenden Stoff. Damit Nähte als ein besonderes, beispielsweise den Schnitt beto- nendes, Element wirken, steppt sie die Textil- und Modeschneiderin mit Spezialfaden. Damit der Textil- undModeschnei- der den Stoff noch besser bear- beiten kann, richtet er die Produk- tions- und Nähmaschinen dazu ein und benutzt sie fachmännisch. Damit das fertig gestellte Klei- dungsstück verpackt und ausge- liefert werden kann, bügelt es die Textil- und Modeschneiderin. Entwicklungsmöglichkeiten Bekleidungsingenieur/in Modedesigner/in, Bekleidungstechniker/in Schnitt-, Entwurfs- und Fertigungsmodelleur/-direktrice Industriemeister/in, Fachrichtung Textilwirtschaft Gruppenleiter/in, Atelierchef/in Textil- und Modeschneider/in Ausdauer und Geduld Belastbarkeit Exakte, zügige Arbeitsweise Freude am Verarbeiten verschiedenster Textilien Gutes Augenmaß Handwerkliches Geschick Interesse für die Mode Selbständigkeit Teamfähigkeit Technisches Verständnis

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