Berufskatalog 2023 des Berufskunde-Verlags

Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 195 Mehr Berufe und mehr Infos auf www.berufskunde.de 3% 97% Stuckateur/in ‹  mischen, auftragen, glattziehen, isolieren, modellieren, verputzen › Betrachtet man die Wände in älteren Gebäuden, entdeckt man schöne Stuckaturen: Verzierungen aus Gips, größtenteils von Hand modelliert. Früher wurden Häuserfassaden, Decken und Innenräume vor allem mit einer Gipsmasse verputzt – daher auch der ehemalige Berufsname »Gipser«. Der Stuckateur und die Stuckateurin von heute verarbeiten Materialien, die nur noch zum Teil Gips enthalten. Verputz ist notwendig: Die rohen Mauer- und Betonwände werden dadurch geschützt und gleichzeitig verschönert. Die Stuckateure tragen den heute oft farbigen Putz auf und geben ihm die gewünschte Struktur. Sie erstellen auch nicht-tragende Zwischenwände (Gipsplatten/Metallprofile) und konstruieren tiefer gehängte Decken. Auch Schall- undWärme-Isolationen führen sie durch. Attraktive und kostengünstige Möglichkeiten einer Bauten-Verschönerung ergeben sich heute durch eine neuartige Computer-Schablonen-Technologie. Eine spezielle Aufgabe ist die Herstellung von Architektur- und Geländemodellen. Stuckateurinnen restaurieren auch Denkmäler oder alte Bauten – eine vielseitige, anspruchsvolle Arbeit! Zutritt Mindestens Hauptschulabschluss; in der Berufsberatung und in Betrieben nachfragen. Ausbildungsdauer 3 Jahre duale Ausbildung, einerseits im Betrieb, andererseits in der Berufsschule. Man kann die Ausbildung auch in zwei Stufen machen: in den ersten 2 Jahren zum Ausbaufacharbeiter (Grundbildung), danach 1 Jahr zum Stuckateur (Vertiefungsausbildung). Sonnenseite Die Verbindung von Schutz und Schönheit ist eine faszinierende Kombination. Man sieht amAbend eines Arbeitstages förmlich, was man geleistet hat. Schattenseite Die Arbeit in Rohbauten kann je nach Witterung hart und anstrengend sein. Denn im Winter gibt es in unfertigen Gebäuden keine Heizung, auch kann es unangenehm um alle Ecken ziehen. Vorurteil »Als Handwerk ganz nett – aber schmutzig wird man doch!« Realität Handwerkliche Arbeit hinterlässt halt immer Spuren. Da könnte man doch auch stolz darauf sein! Was, wozu? Damit wertvolle Energie und Heizkosten gespart werden können, bringt der Stuckateur an den Außenwänden eines Neubaus Isolationsmaterial an. Damit hohe Räume niedriger wirken und dadurch gemütlicher werden, konstruiert die Stuckateurin mit Metallprofilen und Gipskartonplatten eine zweite, herabgehängte Decke. Damit der Verputz auch hält und ansprechend aussieht, trägt der Stuckateur zunächst den Grundputz und danach den Deckputz auf. Damit auch moderne Bauten mit Stuckverzierungen ausgestattet werden können, fertigt die Stuckateurin in ihrer Werkstatt beispielsweise Stuckstäbe, die sie dann an Wänden und Decken anbringen kann. Damit große Flächen relativ schnell mit dem Putz überzogen werden können, setzt der Stuckateur eine spezielle Putzmaschine ein, die den Mörtel auf die Wände spritzt; danach muss er ihn nur noch glatt ziehen. Entwicklungsmöglichkeiten Master of Engineering, Unternehmer/in Meister/in, Techniker/in, Bachelor of Engineering Polier/in, Vorarbeiter/in, Werkpolier/in Stuckateur/in Exakte Arbeitsweise Flair für Gestaltung Freude am Arbeiten im Freien Flexibilität Gutes Augenmaß Guter Farben- und Formensinn Handwerkliche Geschicklichkeit Räumliches Vorstellungsvermögen Teamfähigkeit Widerstandsfähige Konstitution und körperliche Beweglichkeit

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