Berufskatalog -K- des Berufskunde-Verlags

Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 193 Mehr Berufe und mehr Infos auf www.berufskunde.de 1% 99% Straßenbauer/in ‹ absperren, ausschildern, messen, setzen, ausheben, ableiten, kennzeichnen › Straßen sind die wichtigsten Verbin- dungswege in der motorisierten west- lichen Gesellschaft. Dieses Straßennetz muss laufend ergänzt und unterhalten werden. Straßen müssen so gebaut sein, dass sie den täglichen, tonnenschweren Verkehrsstrom tragen.  Straßenbauer und Straßenbauerin übernehmen die Bauarbeiten für Straß- en und Plätze. Mit ihrer Arbeit sorgen sie dafür, dass diese Bauten während langer Zeit genutzt werden können.  Vor der Arbeit kennzeichnen die Straßenbauer die Baustelle durch kla- re Ausschilderung und Absperrun- gen. Dann führen sie mit modernster Messtechnik (Laser, GPS) Vermessungen durch, heben das Straßenbett aus und erstellen den Unterbau, das sogenannte Fundament. Dabei müssen sie je nach Lage der Straße – Flachland, Hügel, Ber- ge – unterschiedlich vorgehen.  Zu den Fundamentarbeiten gehört es auch, das Wasser korrekt abzulei- ten. Dazu werden Sickeranlagen und Leitungsrohre gelegt. Ist der Unterbau fertig, setzen die Strassenbauer und Straßenbauerinnen die Randsteine und überziehen Straßen mit einem Asphalt- oder Betonbelag.  Bürgersteige, Fußgängerzonen und Plätze werden mit Betonpflaster- oder Natursteinpflaster in verschiedenen Mustern und Verbänden hergestellt. Für schwere Arbeiten benutzen diese Berufsleute Maschinen. Zutritt Mindestens Hauptschulabschluss; in der Berufsberatung und in Be- trieben nachfragen. Ausbildungsdauer 3 Jahre duale Ausbildung, einer- seits im Betrieb, andererseits in der Berufsschule. Man kann die Ausbil- dung auch in zwei Stufen machen: in den ersten 2 Jahren zum Tief- baufacharbeiter (Grundbildung), danach 1 Jahr zum Straßenbauer (Vertiefungsausbildung). Sonnenseite Die Straßenbauer erfüllen eine wichtige Arbeit, denn sie machen Wege begeh- oder befahrbar, sor- gen für funktionstüchtige Verbin- dungen, schöne Plätze und gut un- terhaltene Fußgängerzonen. Schattenseite Lärm, Schichtarbeit und immer wechselnde Arbeitsorte, das al- les gehört zum Alltag dieser Be- rufsleute. Auch Kälte, Hitze und schlechtes Wetter können einem zusetzen. Vorurteil »Straßenbauer – was ist man da schon!« Realität Der Straßenbauer-Beruf genießt tatsächlich nicht immer das Anse- hen, das ihm aufgrund der Wich- tigkeit seiner Arbeit eigentlich zu- stehen würde. Was, wozu? Damit der Nachfrage nach einem Ausbau der Verkehrswege stand- gehalten wird, sind Straßenbauer auf dem höchsten Niveau im Ein- satz, arbeiten effizient und halten ihre Termine ein. Damit Messungen einwandfrei und fehlerlos durchgeführt werden können, benutzt die Straßenbaue- rin die genauestenMessinstrumen- te wie GPS oder Laser. Damit keine Unfälle durch die Straßenbaustelle verursacht wer­ den, kennzeichnet sie der Straßen- bauer sorgfältig durch frühzeitige Ausschilderung und durch Absper- rungen. Damit die Arbeit optimal, das heißt auch wirtschaftlich ausgeführt werden kann, setzt die Straßen- bauerin je nach Aufgabe gezielt Maschinen wie Bagger, Walzen oder Planierraupen ein. Damit Garten-, Park- oder einzelne Fußgängerwege zu ihrer Umge- bung passen, setzt der Straßen- bauer auch Pflastersteine oder legt farblich abgestimmte Naturstein- platten. Entwicklungsmöglichkeiten Master of Engineering, Unternehmer/in Bachelor of Engineering, Geschäftsführer Meister/in, Techniker/in Vorarbeiter/in, Werkpolier/in, Polier/in Straßenbauer/in Ausdauer Exakte Arbeitsweise Freude an der Arbeit im Freien Freude an wechselnden Arbeitsorten Kräftige Konstitution Organisationstalent Praktisches Geschick Räumliches Vorstellungsvermögen Teamfähigkeit Technisches Geschick

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