Berufskatalog -K- des Berufskunde-Verlags

Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 192 34% 66% Steuerfachangestellte/r ‹ betreuen, beurteilen, sortieren, auflisten, informieren, überprüfen › Steuerfachangestellte haben vor allem mit Zahlen und Gesetzen zu tun, stehen aber auch in Kontakt mit Menschen.  Sie sind die rechte Hand der Steu- erberater und unterstützen diese bei allen steuerlichen und betriebswirt- schaftlichen Arbeiten. Dies bedeutet nebst allgemeinen organisatorischen und kaufmännischen Aufgaben das Bearbeiten der Steuererklärungen von Unternehmen und Privatleuten; das Prüfen von Steuerbescheiden; sowie auch das Erstellen von Finanzbuchfüh- rungen. Dazu müssen sie natürlich die verschiedenen Steuerarten unterschei- den können, sich im Schuld- und Steu- errecht auskennen und die verschiede- nen Sparten des Rechnungswesens wie Buchführung, Bilanz, Gewinn- und Ver- lustrechnung beherrschen.  Die Steuerfachangestellten beurtei- len Lebenssachverhalte und müssen in der Lage sein, diese mündlich und schriftlich klar darzustellen. Sie arbeiten zwar meist am Computer, erteilen aber auch Auskünfte an ihre Mandanten und pflegen Kontakte zu Finanzämtern und Sozialversicherungsträgern. Zutritt Mindestens mittlerer Schulab- schluss oder Abitur. Kaufmänni- sche Grundkenntnisse vorteilhaft (BK1 oder BK2). Ausbildungsdauer 2–3 Jahre. Verkürzungsmöglichkeit (Abitur oder FH-Reife) je nach Bun- desland verschieden. Sonnenseite Steuern müssen immer gezahlt werden, und die diesbezüglichen Gesetzestexte und -bestimmungen werden laufend komplexer. Arbeit ist also stets vorhanden. Auch sind die Klienten dankbar, dass jemand in Steuerfragen den Durchblick hat. Schattenseite Terminorientiertes Arbeiten erfor- dert manchmal Überstunden, auch dann muss exakt gearbeitet wer- den. Mandanten wollen freundlich behandelt werden. Vorurteil »Die Steuerfachangestellte ver- staubt unter all ihren Zahlen und Paragrafen!« Realität Die Steuerfachangestellten haben zwar viel mit Zahlen und Paragra- fen zu tun, sind aber auch immer wieder in Kontakt mit den Man- danten und den Kollegen im Büro. Freude an Zahlen ist aber sicherlich eine wichtige Voraussetzung für die Steuerfachangestellten. Was, wozu? Damit die Mandanten des Steuer- beraters die Steuererklärung kor- rekt und unter Wahrnehmung ihrer gesetzlichen Möglichkeiten einrei- chen können, hilft der Steuerfach- angestellte demSteuerberater beim Ausfüllen. Damit sichUnternehmen und Privat- personen in der komplexen Steuer- welt zurecht finden, unterstützen die Steuerfachangestellten sie ein- gehend. Auch über die aktuellen Gesetzesänderungen wissen sie bestens Bescheid. Damit die Mandanten des Steuer- beraters optimal vor den Finanz- behörden und -gerichten vertreten werden, stellt der Steuerfachange- stellte alle erforderlichen Unterla- gen zusammen. Damit Steuerfachangestellte den Steuerberater sachgerecht und tat­ kräftig unterstützen können, ken- nen sie sich in den verschiedenen Steuerarten wie Umsatzsteuer, Ein- kommens-, Lohn- und Kapitaler- werbssteuer oder Gewerbesteuer genaustens aus. Damit der Steuerfachangestellte die sorgfältig ausgefüllte Steuer- erklärung seiner Mandantin recht- zeitig ans Finanzamt übermitteln kann, schickt er ihr die Formulare zur Kenntnisnahme und Unterschrift. Entwicklungsmöglichkeiten Steuerberater/in (nach 10 Jahren Praxis; Verkürzung auf 7 Jahre Praxis mit bestandener Fortbildungsprüfung zum/zur Steuerfachwirt/in möglich) Steuerfachwirt/in (nach 3 Jahren Praxis) Fachassistent/in Lohn und Gehalt (1 Jahr nach Ausbildung) Steuerfachangestellte/r Anpassungsbereitschaft Exaktheit Freude am Umgang mit Gesetzestexten Freude am Umgang mit Zahlen Gute Umgangsformen Kombinationsfähigkeit Kontaktfähigkeit Sicherheit im schriftlichen und mündlichen Ausdruck Ständige Weiterbildungsbereitschaft Verschwiegenheit

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