Berufskatalog -K- des Berufskunde-Verlags

Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 190 26% 74% Sozialversicherungs- fachangestellte/r ‹ beraten, betreuen, informieren, beachten, prüfen, berücksichtigen › Krankheit, Unfälle und Alter können existenzgefährdende Risiken darstellen. Gesetzliche Versicherungen helfen, die gesundheitlichen und finanziellen Folgen solcher Gefahren abzusichern.  Sozialversicherungsfachangestellte sind bei Versicherungsgesellschaften beschäftigt. Dabei sind sie auf eine von fünf Fachrichtungen spezialisiert: allge- meine Krankenversicherung, gesetzliche Unfallversicherung, gesetzliche Renten- versicherung oder aber knappschaftli- che oder landwirtschaftliche Sozialver- sicherung.  Ihre Aufgabe ist es, nach den gesetz- lichen Regelungen die Versicherungs- pflicht oder Versicherungsfreiheit zu prü- fen und vor allem festzustellen, welche Leistungen erbracht werden können. Sie werben, beraten und informieren die Versicherten, klären deren Fragen und Wünsche. Dabei kann es zum Bei- spiel um die Mitgliedschaft, medizini- sche Behandlungen, das Krankengeld, die Rente oder Umschulungen gehen.  Sozialversicherungsfachangestellte setzen bei ihrer Tätigkeit modernste Informations- und Kommunikationstech- niken ein und haben häufig persönlich, telefonisch oder schriftlich Kontakt mit den Kunden.  Speziell bei der Krankenversicherung gehört auch die Mitgliederwerbung dazu. Immer jedoch müssen sie Men- schen in schwierigen Situationen kom- petent beraten. Wichtige Voraussetzun- gen für diese Arbeit sind unter anderem Team- und Kommunikationsfähigkeit, ein hohes Verantwortungsbewusstsein und Kontaktfreude. Zutritt Mindestens Hauptschulabschluss; in der Berufsberatung und in Betrieben nachfragen. Mittlerer Abschluss oder Abitur bevorzugt. Ausbildungsdauer 3 Jahre (öffentlicher Dienst): duale Ausbildung Betrieb/Berufsschule. Sonnenseite Sozialversicherungsfachangestellte haben täglich Kontakt mit Men- schen. Die Arbeit ist abwechslungs- reich und fachlich wie menschlich anspruchsvoll. Schattenseite Man muss lernen, angemessen mit menschlichen Schicksalen umzuge- hen und auch ein »Nein« verständ- lich machen können. Vorurteil »Nur Gesetze und Formulare – der Mensch geht dabei verloren!« Realität Im Gegenteil: Der Mensch steht immer im Mittelpunkt. Gesetzli- che Vorschriften bilden die Grund- lage der Arbeit. Der Computer nimmt Sozialversicherungsfach­ angestellten viel von der Routine- arbeit ab, will aber auch »gefüt- tert« sein. Was, wozu? Damit die Mitarbeiterin, die in den Ruhestand getreten ist, ihre Rente beziehen kann, bearbeitet die Sozialversicherungsfachange- stellte bei der Rentenversicherung den Rentenantrag, stellt den Ren- tenbescheid aus und veranlasst die Rentenauszahlung. Damit der Arbeitnehmer bei schwe- rer Krankheit medizinisch gut betreut wird, sorgt die Sozialver- sicherungsfachangestellte dafür, dass das Krankengeld bezahlt wird und die Krankheitskosten über- nommen werden. Damit das junge Mädchen, des- sen Vater bei einem Betriebsunfall ums Leben gekommen ist, finanziell gesichert ist, veranlasst die Sozial- versicherungsfachangestellte die Auszahlung der Waisenrente. Damit der Arbeiter, der mit einem Arm in eine Maschine geraten war, wieder ins Berufsleben integriert werden kann, sorgt die Sozialver- sicherungsfachangestellte dafür, dass er durch eine Umschulung wieder eine berufliche Chance oder wenn möglich, eine Teilrente bekommt. Entwicklungsmöglichkeiten Fachbereichsleiter/in, Abteilungsleiter/in Fachspezialist/in, Teamleiter/in, Geschäftsstellenleiter/in Sozialversicherungsfachangestellte/r Engagement Freude an IT-Arbeit Freude an Schreibtischarbeit Gute Ausdrucksfähigkeit Kontaktfreude Mathematische Fähigkeiten Schnelle Auffassungsgabe Taktgefühl Verantwortungsbewusstsein Verschwiegenheit Verhandlungsgeschick

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