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Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 185 Mehr Berufe und mehr Infos auf www.berufskunde.de keine Angaben keine Angaben Schauspieler/in ‹ proben, auswendig lernen, interpretieren, einüben, sprechen, vorführen › Schauspielerinnen und Schauspieler ver- körpern Charakteren in Filmen, Doku- mentationen oder auf der Bühne.  Theatervorführungen können recht verschieden sein, je nachdem, ob sie in großen Staats- und Stadttheatern oder auf kleinen Privatbühnen und Kleinthea- tern stattfinden. Überall jedoch müssen die Stücke geprobt werden. Das dau- ert Wochen bis Monate. Täglich 4 – 5 Stunden proben die Schauspieler mit der Schauspieltruppe, dem sogenann- ten Ensemble. Diese Proben erfordern Kritikfähigkeit und Durchhaltevermögen.  Zusammenmit demRegisseur erarbei- ten die Darsteller ein ganz bestimmtes Textverständnis, eine klassische, viel- leicht auch moderne Interpretation des Stückes.  Schauspielerinnen machen täglich Sprech- und Körperübungen, denn der Körper ist nebst der Sprache ihr Aus- drucksmittel für Mimik und Gestik. Dazu kommt das Auswendiglernen der Texte, Monologe und Dialoge.  Schauspieler, die für Film und Fernse- hen arbeiten, proben ihre Rollen nicht minder. Zwar fehlt der direkte Kontakt zum Publikum, dafür werden die einzel- nen Szenen oft unzählige Male wieder- holt, bis sie stimmen.  Schauspieler sind zuweilen auch als Sprecher bzw. Sprecherinnen tätig, in der Synchronisation, bei Hörspielen sowie in der Theaterpädagogik. Zutritt Keine einheitliche Regelung: an den staatl. Hochschulen und öffentli- chen Schauspielschulen Hoch- schulreife (mind. aber mittlerer Bildungsabschluss). Ausnahme bei besonderer künstlerischer Befähi- gung. Ausbildungsdauer Berufsfachschulen: 3–4 Jahre. Hochschule: 3–4 Jahre bis Bache- lorabschluss, zusätzlich 1–2 Jahre bis Masterabschluss. Sonnenseite Vor einem ganzen Saal voller Men- schen seine Fähigkeiten zeigen und die Zuschauer das Stück erleben las- sen ist wunderbar. Der Schauspieler hat sozusagen viele »Leben« – mit jeder Rolle kann er sich in ein ande- res Leben hineinversetzen. Schattenseite Schauspieler müssen gewisserma- ßen fürs Theater leben, denn Pro- ben, Anproben, persönliche Übun- gen und das Einstudieren der Rollen füllen praktisch jeden Tag und am Abend finden die Aufführungen statt. Vorurteil »Man kann auch ohne Ausbildung Schauspieler werden.« Realität Die Ausfallquote bei privat oder autodidaktisch ausgebildeten Schauspielern ist sehr hoch. Doch auch gut ausgebildete junge Schauspieler haben oft Mühe, ein Engagement zu finden. Der Schauspielerfolg erfordert neben Begabung auch viel Durchhalte- vermögen. Was, wozu? Damit der Schauspieler seine Rolle überzeugend vorführen kann, muss er sich in die zu spielende Persön- lichkeit einfühlen können. Damit die Schauspielerin ihre Stimme optimal einsetzen kann, muss sie ihr Stimmvolumen genau kennen. Damit die verschiedenen Personen eines Stückes überzeugend zusam- menwirken, muss sich der Schau- spieler ins Ensemble einordnen. Damit die Schauspielerin in der Vor- führung ihrer Rolle entsprechend aussieht und trotz der Scheinwer- fer aufs Publikum wirkt, wird sie vom Maskenbildner wirkungsvoll geschminkt. Damit die Inszenierung des Stückes ein Erfolg wird, probt der Regisseur mit dem Schauspieler jeden Satz und jede Handlung unzähligeMale. Das erfordert Konzentration und auch Offenheit gegenüber Kritik. Damit sich die Schauspielerin auf der Bühne geschmeidig bewegen und auch über ihren Körper aus- drücken kann, trainiert sie täglich. Entwicklungsmöglichkeiten Intendant/in Regisseur/in, Theaterpädagoge/-in Regieassistent/in Schauspieler/in Ausdrucksfähigkeit Belastbarkeit Beobachtungsgabe Fantasie und Einfühlungsvermögen Freude am spielerischen Ausprobieren von Neuem Gute Allgemeinbildung Konzentrationsfähigkeit Physische und psychische Belastbarkeit Schauspielerische Begabung und Eignung Spontaneität

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