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Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 180 55% 45% Raumausstatter/in ‹ zuschneiden, anstecken, heften, stanzen, montieren, spannen › Die Raumausstatterin und der Rau- mausstatter arbeiten an der Innenaus- stattung von Wohnungen, Geschäfts- räumen, Hotelhallen oder Restaurants. Dazu gehören sämtliche Einrichtungs­ gegenstände wie Bodenbelag, Möbel, Vorhänge, Wände, Lampen, Bilder, Pflan- zen oder Spiegel. Sie fertigen individuelle Polstermöbel, empfehlen und montie- ren Vorhänge und Gardinen, platzieren Möbel und Bilder.  Raumausstatterinnen verlegen auch Bodenbeläge und Randabschlüsse, wobei sie vorher den Untergrund (Fun- dament) des Bodens herrichten. Sie besprechen zuerst mit den Kunden, welche Stimmung der Raum am Ende ausstrahlen soll – ob gemütlich oder ele- gant, ob repräsentativ oder pragmatisch. Ihren Entwurf richten sie nach diesen Wünschen.  Raumausstatter kennen die Eigen- schaften und Wirkungen aller Materia- lien, ob Seide, Stoffe, Papier, Kunststoff, Leder, Marmor oder Holz, und setzen sie entsprechend ein. Außerdem können sie auch selbst sattlern. Ein kreativer und vielseitiger Beruf also!  Es gibt vier Schwerpunkte, auf die sie sich spezialisieren können: Raumdeko- ration sowie Licht-, Sicht- und Sonnen- schutzanlagen; Wand- und Deckende- koration; Boden; Polster. Der gewählte Schwerpunkt wird in der Ausbildung ver- tieft behandelt und in der Abschlussprü- fung besonders berücksichtigt. Zutritt Mindestens Hauptschulabschluss; in der Berufsberatung und in Betrie- ben nachfragen. Ausbildungsdauer 3 Jahre (Handwerk): duale Ausbil- dung Betrieb/Berufsschule. Sonnenseite Die Arbeit ist abwechslungsreich, denn es handelt sich meist um Ein- zelaufträge. Die Raumausstatterin ist oft bei Kunden, das heißt, der Arbeitsplatzwechselt immer wieder. Schattenseite Die Raumausstatterin ist manch- mal unter Zeitdruck. Der Kunde, der einen bestimmten Bodenbelag oder einen individuellen Lederarti- kel wünscht, möchte das meistens möglichst schnell. Vorurteil »Der heutige Raumausstatter ist doch eigentlich Bodenleger, Plat- zierer von Einrichtungsgegenstän- den oder Hersteller von Lederarti- kelserien.« Realität Der Raumausstatter hat unterschied- liche Arbeiten. Er wird gerade dann herbeigezogen, wenn es sich um individuelle, von der Serienproduk- tionabweichendeLösungenhandelt. Was, wozu? Damit die Beleuchtung eines Rau­ mes nicht nur hell ist, sondern auch schön aussieht, montiert die Rau- mausstatterin die Beleuchtung ent- sprechend. Damit das Sofa und die Sessel einer Polstermöbelgruppe farblich har­ monisch auf die übrige Einrichtung abgestimmt sind, fertigt sie der Raumausstatter in seinem Atelier im gewünschten Farbton an. Damit ein Geschäftsmann eine für seine Zwecke – d. h. für die Ablage von Unterlagen – speziell angefer- tigte Aktenmappe hat, entwirft und näht sie die Raumausstatterin gemäß seinen Angaben. Damit die Außenseiten von Leder- artikeln wie etwa Koffern strapa- zierfähig sind, verputzt und poliert sie der Raumausstatter. Damit die Raumausstatterin den Untergrund des Bodens richtig vorbereiten kann, prüft sie ihn mit einem Feuchtigkeitsmessgerät oder einem Elektrogerät. Damit sich die ausgelegten Platten (PVC) beim Benützen des Bodens nicht verschieben, verschweißt sie der Raumausstatter mit einem Heißluftgerät. Entwicklungsmöglichkeiten Innenarchitekt/in, Bachelor of Engineering, Unternehmer/in Designer/in, Techniker/in Atelierleiter/in, Einrichtungsberatung Meister/in Raumausstatter/in Exakte Arbeitsweise Freude an handwerklicher Arbeit Guter Farben- und Formensinn Kontaktfreudigkeit Körperliche Gewandtheit Materialgefühl Rasche Auffassungsgabe Räumliches Vorstellungsvermögen Sinn für Ästhetik Zeichnerische Begabung

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