Berufskatalog -K- des Berufskunde-Verlags

Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 177 Mehr Berufe und mehr Infos auf www.berufskunde.de 65% 35% Polizeivollzugsbeamter/ -beamtin im mittleren und gehobenen Vollzugsdienst ‹ helfen, melden, fahnden, überwachen, ermitteln, dokumentieren › Kontakt mit Polizeivollzugsbeamten und -beamtinnen hat man schon im Kinder- garten bzw. als junger Schüler. Zutritt Deutsche/r nach Artikel 116 des Grundgesetzes, gute körperliche Verfassung, Körpergröße mind. 160 cm; für den Einstieg in den mittleren Dienst mind. 16,5 Jahre und höchstens 30 Jahre alt, mitt- lerer Bildungsabschluss (oder mind. gleichwertiger Abschluss); für den direkten Einstieg in den gehobe- nen Polizeivollzugsdienst höchstens 31 Jahre alt und Abitur oder Fach- hochschulreife bzw. vergleichbarer Abschluss. Beim Höchstalter und der Staatsangehörigkeit sind Aus- nahmen möglich. Ausbildungsdauer Die 2–2,5-jährige Ausbildung zum mittleren Polizeivollzugsdienst erfolgt in den Polizeischulen der Bereitschaftspolizei und imRahmen von Praktika bei den Polizeirevieren der Landespolizei. Die Ausbildung zum gehobenen Polizeivollzugs- dienst beinhaltet je nach Bundes- land zum Teil eine mehrmonatige Vorausbildung bei der Bereitschafts- polizei sowie ein 3-jähriges Bache- lor-Studium an einer Hochschule für Polizei oder Fachhochschule für öffentliche Verwaltung. Sonnenseite Kontakt zu den verschiedensten Menschen und ein vielfältiges, brei­ tes Tätigkeitsspektrum. Schattenseite Es gibt schwierige und belastende Aufgaben, z. B. bei schweren Ver- kehrsunfällen. Vorurteil »Die Polizei ist doch nie da, wenn man sie braucht!« Realität Die Polizei reagiert innerhalb von wenigenMinuten auf einen Notruf. Doch sie kann nicht überall gleich- zeitig sein, deshalbwird nach Dring- lichkeit entschieden. Was, wozu? Damit die Polizistin helfen und andere und sich schützen kann, ist sie taktisch, rechtlich und psy- chologisch speziell geschult. Damit auf einen Notruf sofort rea- giert werden kann, koordiniert der Polizist in der Einsatzzentrale die Streifenfahrzeuge und Einsätze von Beamten. Damit die Polizistin bei einem Ver- brechen ihre Ermittlungen aufgrund möglichst vieler Anhaltspunkte durchführen kann, begutachtet sie den Tatort, sichert Spuren und nimmt Aussagen der Beteiligten und Zeugen auf. Damit die Ergebnisse aus Ermitt­ lungen jederzeit nachgelesen wer- den können, schreibt der Polizist eine Anzeige oder einen detaillier- ten Bericht. Damit nach Verkehrsunfällen nicht nochmehr Unglück passiert, sichert die Polizistin die Unfallstelle ab, regelt den Verkehr, sichert Spuren und vernimmt die Unfallbeteiligten. Damit die Autofahrer an Stellen, an denen häufig Unfälle passieren, vorsichtiger fahren, führt der Poli- zist in unregelmäßigen Abständen Geschwindigkeits- und Abstands- kontrollen durch. Entwicklungsmöglichkeiten Polizeihauptkommissar/in Polizeihauptmeister/in Erste/r Polizeihauptkommissar/in Polizeihauptmeister/in mit Amtszulage Polizeioberkommissar/in Polizeiobermeister/in Polizeikommissar/in Polizeimeister/in Polizeikommissar/in zur Anstellung Polizeimeister/in zur Anstellung Polizeivollzugsbeamter/-beamtin im gehobenen Vollzugsdienst Polizeivollzugsbeamter/-beamtin im mittleren Vollzugsdienst Geduld und Ausdauer Gute Beobachtungsgabe und Entscheidungsfähigkeit Gute Konstitution Klare Ausdrucksweise Kontaktfreudigkeit Rasche Auffassungsgabe und Offenheit Taktgefühl Teamfähigkeit Zuverlässigkeit und Belastbarkeit Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein  Sie bringen einem das richtige Verhal- ten im Straßenverkehr sowie die wich- tigsten Verkehrsregeln bei.  Polizistinnen und Polizisten sind auch in der Drogen- und Gewaltprävention in den Schulen aktiv. Im Alltag begegnet man ihnen auf Streife in der Fußgänger- zone, bei Hilfeleistungen, bei der Auf- nahme von Verkehrsunfällen, bei einer Verkehrskontrolle oder Demonstratio- nen.  Die Beobachtungs- und Kontaktfä- higkeit der Polizeivollzugsbeamtinnen wird stark geschult, so dass ihnen einer- seits kein Detail eines Begegnungs- oder Ermittlungsortes entgeht und sie ande- rerseits fähig sind, durch ihre diploma- tische Gesprächsführung mögliche Aggressionen der Beteiligten abzubauen.  Der Polizist ist in seiner Arbeit immer an vorderster Front. Teamarbeit gilt dabei als Schlüssel zum Erfolg. Je nach den individuellen Fähigkeiten und Fertigkei- ten der Polizistinnen bietet der Beruf Tätigkeiten in den verschiedensten Spar- ten: z.B. Streifendienst, Verkehrspolizei, Kriminalpolizei, berittene Polizei, Hub- schrauberstaffel. Der Wechsel von einer Sparte in die andere ist möglich, ebenso wie der Aufstieg in den höheren Poli- zeivollzugsdienst oder ein Wechsel zur Kriminalpolizei.

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