Berufskatalog 2023 des Berufskunde-Verlags

Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 176 87% 13% Podologe/-in ‹  beraten, beurteilen, pflegen, massieren, behandeln, korrigieren › Die Füße tragen von morgens bis abends die ganze Last unseres Körpers und werden daher sehr beansprucht. Es lohnt sich also, ihnen Sorge zu tragen und sie gut zu pflegen. Viele Menschen gehen dafür regelmäßig zu Podologen und Podologinnen, den Fachleuten für medizinische Fußpflege. Ihre Behandlungen sind ganz verschieden. Einerseits pflegen sie die Füße, andererseits behandeln sie verschiedene Fußleiden: Sie tragen Hornhaut ab und korrigieren eingewachsene Nägel, sie entfernen die oft schmerzhaften Hühneraugen oder legen einen Druckentlastungs- oder Schutzverband an. Zur Linderung massieren sie Füße und Unterschenkel mit einer speziellen Creme oder passen Venenstrümpfe an. Dabei arbeiten sie mit feinen Instrumenten und zum Teil auch mit elektrischen Apparaten. Gebrauchte Geräte und Instrumente reinigen und sterilisieren sie. Stets sind sie auf Ordnung und Sauberkeit am Arbeitsplatz bedacht, denn Hygiene ist wichtig. Podologen und Podologinnen wissen, wann ein Patient, eine Patientin dem Arzt zugewiesen werden muss. Deshalb klären sie immer auch die Ursachen der Beschwerden ab: Trägt der Kunde für seinen Fuß geeignete Schuhe? Verursacht ein Spreiz- oder Senkfuß die Schmerzen oder Druckstellen? Sind die Ursachen abgeklärt, zeigen sie dem Kunden und der Kundin, wie sie Beschwerden entgegenwirken oder zumindest lindern können. Sie geben ihnen auch Ratschläge zur zweckmäßigen Fußhygiene. Dazu führen sie ein Sortiment verschiedener Pflege- und Hilfsmittel wie Badesalz, Fußcreme, Massageöl, Gesundheitsschuhe. Zutritt Realschul- oder vergleichbarer Abschluss oder Hauptschule und Beruf (mindestens 2 Jahre). Ausbildungsdauer 2 Jahre (Vollzeit): Berufsfachschule, Teilzeit meist 3 Jahre. Der Titel »Podologe/Podologin« ist geschützt. Sonnenseite Die Podologin ist täglich im Kontakt mit Menschen. Viele ihrer Kunden kommen regelmäßig, mit der Zeit entsteht eine sehr persönliche Beziehung. Schattenseite Die Tätigkeit ist körperlich anstrengend, da die Podologin oft in gebückter Haltung arbeitet. Vorurteil »Podologinnen braucht es doch nicht!« Realität Fußleiden treten weit häufiger auf, als oft vermutet wird. Podologe und Podologin sind gesuchte Fachkräfte. Sie arbeiten in Fußpflegesalons, Spitälern und Kliniken, Altersheimen, Salons für Ganzheitskosmetik, Drogerien mit Spezialabteilung usw. Was, wozu? Damit das Hühnerauge den Kunden beim Anziehen der Schuhe nicht mehr drückt, entfernt es die Podologin geschickt und desinfiziert die Stelle. Damit sich der Kunde wohl fühlt und entspannt, massiert ihm der Podologe die Füße. Damit ein eingewachsener Zehennagel wieder normal wachsen kann, behandelt die Podologin den Nagel und korrigiert den Wuchs mithilfe einer Spezialspange. Damit der Orthopädist dem Kunden eine maßgerechte Schuheinlage fertigen kann, nimmt der Podologe den Fußabdruck ab. Damit die Kundin sich wohl fühlt und ihre Füße »zeigen« kann, schneidet und feilt die Podologin die Nägel. Damit jeder Kunde mit hygienisch einwandfreien Instrumenten behandelt wird, reinigt und sterilisiert sie die Podologin. Entwicklungsmöglichkeiten Unternehmer/in Betriebsleiter/in Podologe/-in Diskretion, Takt Einfühlungsvermögen Freude an Körperpflege Gute Gesundheit Gutes Denkvermögen Handgeschicklichkeit Interesse an medizinischen Fragen Kontaktfreudigkeit Organisationstalent Sinn für Sauberkeit und Ordnung

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