Berufskatalog -K- des Berufskunde-Verlags

Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 176 87% 13% Podologe/-in ‹ beraten, beurteilen, pflegen, massieren, behandeln, korrigieren › Die Füße tragen von morgens bis abends die ganze Last unseres Körpers und wer- den daher sehr beansprucht. Es lohnt sich also, ihnen Sorge zu tragen und sie gut zu pflegen. Viele Menschen gehen dafür regelmäßig zu Podologen und Podologinnen, den Fachleuten für me- dizinische Fußpflege.  Ihre Behandlungen sind ganz ver- schieden. Einerseits pflegen sie die Füße, andererseits behandeln sie verschiedene Fußleiden: Sie tragen Hornhaut ab und korrigieren eingewachsene Nägel, sie entfernen die oft schmerzhaften Hüh- neraugen oder legen einen Druckentlas- tungs- oder Schutzverband an.  Zur Linderung massieren sie Füße und Unterschenkel mit einer speziellen Creme oder passen Venenstrümpfe an. Dabei arbeiten sie mit feinen Instrumen- ten und zum Teil auch mit elektrischen Apparaten.  Gebrauchte Geräte und Instrumente reinigen und sterilisieren sie. Stets sind sie auf Ordnung und Sauberkeit am Arbeitsplatz bedacht, denn Hygiene ist wichtig.  Podologen und Podologinnen wis- sen, wann ein Patient, eine Patientin dem Arzt zugewiesen werden muss. Deshalb klären sie immer auch die Ur- sachen der Beschwerden ab: Trägt der Kunde für seinen Fuß geeignete Schu- he? Verursacht ein Spreiz- oder Senk- fuß die Schmerzen oder Druckstellen? Sind die Ursachen abgeklärt, zeigen sie dem Kunden und der Kundin, wie sie Beschwerden entgegenwirken oder zumindest lindern können.  Sie geben ihnen auch Ratschläge zur zweckmäßigen Fußhygiene. Dazu füh- ren sie ein Sortiment verschiedener Pfle- ge- und Hilfsmittel wie Badesalz, Fuß- creme, Massageöl, Gesundheitsschuhe. Zutritt Realschul- oder vergleichbarer Ab­ schluss oder Hauptschule und Be- ruf (mindestens 2 Jahre). Ausbildungsdauer 2 Jahre (Vollzeit): Berufsfachschule, Teilzeit meist 3 Jahre. Der Titel »Po- dologe/Podologin« ist geschützt. Sonnenseite Die Podologin ist täglich im Kon- takt mit Menschen. Viele ihrer Kun- den kommen regelmäßig, mit der Zeit entsteht eine sehr persönliche Beziehung. Schattenseite Die Tätigkeit ist körperlich anstren­ gend, da die Podologin oft in ge- bückter Haltung arbeitet. Vorurteil »Podologinnen braucht es doch nicht!« Realität Fußleiden treten weit häufiger auf, als oft vermutet wird. Podologe und Podologin sind gesuchte Fach- kräfte. Sie arbeiten in Fußpflegesa- lons, Spitälern und Kliniken, Alters- heimen, Salons für Ganzheitskos- metik, Drogerien mit Spezialabtei- lung usw. Was, wozu? Damit das Hühnerauge den Kun- den beim Anziehen der Schuhe nicht mehr drückt, entfernt es die Podologin geschickt und desinfi- ziert die Stelle. Damit sich der Kunde wohl fühlt und entspannt, massiert ihm der Podologe die Füße. Damit ein eingewachsener Zehen­ nagel wieder normal wachsen kann, behandelt die Podologin den Nagel und korrigiert den Wuchs mithilfe einer Spezialspange. Damit der Orthopädist dem Kun­ den eine maßgerechte Schuhein- lage fertigen kann, nimmt der Po- dologe den Fußabdruck ab. Damit die Kundin sich wohl fühlt und ihre Füße »zeigen« kann, schneidet und feilt die Podologin die Nägel. Damit jeder Kunde mit hygienisch einwandfreien Instrumenten be- handelt wird, reinigt und sterilisiert sie die Podologin. Entwicklungsmöglichkeiten Unternehmer/in Betriebsleiter/in Podologe/-in Diskretion, Takt Einfühlungsvermögen Freude an Körperpflege Gute Gesundheit Gutes Denkvermögen Handgeschicklichkeit Interesse an medizinischen Fragen Kontaktfreudigkeit Organisationstalent Sinn für Sauberkeit und Ordnung

RkJQdWJsaXNoZXIy NjUxMjQ0