Berufskatalog -K- des Berufskunde-Verlags

Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 174 64% 36% Physiklaborant/in ‹ vorbereiten, prüfen, filtrieren, messen, protokollieren, auswerten › Geschwindigkeit, Widerstand, Träg- heitsmoment, Spannung: Das alles sind Größen, die man vielleicht vom Physi- kunterricht kennt, die aber nicht direkt sichtbar sind. Der Physiklaborant und die Physiklaborantin messen sie mit hoch entwickelten elektronischen Messge- räten. Dazu bauen sie Versuchs- und Testeinrichtungen für physikalische Ex- perimente und Prüfverfahren auf, mes- sen, erstellen Protokolle, Auswertun- gen, Statistik und grafische Darstellun- gen. Sie beherrschen auch Feilen und Sägen, Filtrieren und Destillieren sowie einfache fotografische Arbeiten.  Beim Aufbau von Versuchen ist das Können der Physiklaboranten immer wieder neu gefordert, denn jeder Ver- such stellt andere technische Herausfor- derungen. Je nach Experiment nehmen sie an einzelnen Geräten noch Änderun- gen vor oder fertigen kleine Zusatzge- räte. Die entsprechenden technischen Angaben (Zeichnungen, Schaltschema- ta usw.) erhalten sie von Physikern oder einem Forscherteam.  Sie arbeiten zum Beispiel in der For- schung an einer Universität oder in der Entwicklungsabteilung oder Produktion eines industriellen Unternehmens. Zutritt Realschulabschluss bevorzugt (mit guten Leistungen in Physik, Che- mie, Rechnen und Raumlehre). Ausbildungsdauer 3,5 Jahre (Industrie): duale Ausbil- dung Betrieb/Berufsschule. Sonnenseite Der Physiklaborant hat eine viel- seitige Tätigkeit: Jedes Experiment ist wieder anders. Beim Aufbau von Versuchseinrichtungen ist sein Können jedes Mal neu gefordert, gilt es doch stets wieder neue tech- nische Probleme zu lösen. Schattenseite Die technische Entwicklung geht schnell voran. Die Physiklaboran- tin muss sich darum laufend wei- terbilden. Vorurteil »Die Tätigkeit ist doch recht spezi- fisch. Die Berufsmöglichkeiten sind dadurch eher gering.« Realität Der Physiklaborant verfügt über ei­ ne breite technisch-handwerkliche Ausbildung. Dadurch stehen ihm – außer im Bereich Forschung und Entwicklung – verschiedenste Be- rufsmöglichkeiten offen, so etwa Aufgaben in der Produktionsüber- wachung, Kundeninstruktion für technische Anlagen oder Tätigkeit in einem Elektroniklabor. Was, wozu? Damit regelmäßig benutzte Ver- suchseinrichtungen einfach zu be- dienen sind und auch rasch ge- naue Messresultate liefern, auto- matisiert der Physiklaborant die Vorgänge so weit wie möglich. Damit andere Fachleute ein erfolg- reich durchgeführtes Experiment im eigenen Labor wiederholen können, führt die Physiklaboran- tin das Versuchsprotokoll derart genau, dass es als Grundlage zum Nachvollziehen genügt. Damit eine speziell gefertigte elek- tronische Anlage getestet werden kann, bevor sie dem Kunden aus- geliefert wird, baut der Physiklabo- rant eine entsprechende Versuch- seinrichtung auf. Damit technische Probleme, die beim Planen eines physikalischen Experimentes auftauchen, die For- schungstätigkeit nicht behindern, erarbeitet die Physiklaborantin zu- sammen mit dem Forschungsteam Lösungsmöglichkeiten. Damit der Physiklaborant Experi- mente mit verschiedensten Stoffen ungefährdet ausführen kann, be- achtet er genau die jeweiligen Ge- fahren und Sicherheitsvorschriften. Damit die Physiklaborantin die Messgeräte jederzeit einsetzen kann, wartet sie sie regelmäßig und nimmt auch Reparaturen meist selbst vor. Entwicklungsmöglichkeiten Physikingenieur/in – Bachelor of Science Physiktechniker/in, Elektrotechniker/in, Ausbilder/in Laborleiter/in, Abteilungsleiter/in, Industriemeister/in FR Chemie Servicetechniker/in IT, Programmierer/in, Physikalisch-technische/r Assistent/in (Zusatzausbildungen) Physiklaborant/in Ausdauer und Geduld Freude am Lösen von Problemen Gute Beobachtungsgabe Handgeschicklichkeit und technisches Verständnis Interesse für Physik Logisches und abstraktes Denkvermögen Organisationstalent Selbstständigkeit und Zuverlässigkeit Sorgfalt, Gewissenhaftigkeit Teamfähigkeit

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