Berufskatalog -K- des Berufskunde-Verlags

Mehr Berufe und mehr Infos auf www.berufskunde.de Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 171 Pflegefachmann/-frau ‹ betreuen, pflegen, aufmuntern, helfen, verabreichen, verbinden, messen › Pflegefachmann und Pflegefachfrau kümmern sich um pflegebedürftige Menschen jeden Alters. Sie kennen sich aus in der Altenpflege, der allgemeinen Krankenpflege und in der Kinderkran- kenpflege. Geht es um die Betreuung im Alltag, helfen sie den Patienten z. B. bei der Körperpflege, beim Essen, Toi- lettengang und Sich-Bewegen. Immer wieder mal fließen ihre Beobachtungen und Vorschläge in den Pflegeplan ihrer Vorgesetzten ein.  Pflegefachleute sind selbständig in ihrem Tun, legen Verbände an, messen Blutdruck und Puls, geben Spritzen, assistieren Ärzten bei den Untersuchun- gen der Patienten und verabreichen auf Anweisung die verordneten Medi- kamente.  Pflegefachleute übernehmen auch administrative und organisatorische Auf- Zutritt In der Regel mittlerer Bildungsab- schluss oder Hauptschulabschluss mit einer absolvierten Berufsaus- bildung, z. B. in der Gesundheits- und Kranken- oder Altenpflegehilfe. Ärztliches Attest zur gesundheitli- chen Eignungsabklärung. Ausbildungsdauer 3 Jahre Ausbildung mit staatlicher Abschlussprüfung. Während der Ausbildung wechseln sich Schul- blöcke und Praxiseinsätze ab. Im 3. Ausbildungsjahr kannman auchmit Spezialisierung als Altenpfleger/in oder Gesundheits- und Kinder- krankenpfleger/in den Abschluss machen. Sonnenseite Es macht Freude, im Team zu arbe- iten, Kontakt mit Menschen zu haben und pflegebedürftige Men- schen in ihrem Alltag zu begleiten. Das dafür entgegengebrachte Ver- trauen und die Dankbarkeit sind unbezahlbar. Schattenseite Pflegebedürftige Menschen müs- sen rund um die Uhr betreut wer- den. Die Arbeit im Schichtdienst bedeutet auch Wochenendarbeit. Vorurteil «Man hat nur mit kranken Men- schen zu tun!» Realität In diesem Beruf kommt man mit verschiedensten Leuten in Kontakt, nebst Patientinnen und Patienten auch mit deren Angehörigen und natürlich mit anderen Fachperso- nen. Was, wozu? Damit die pflegebedürftige Dame im Altenpflegeheim oder in der Rehabilitationsklinik ihr Essen zu sich nehmen kann, unterstützt sie der Pflegefachmann dabei. Damit ein Kind im Krankenhaus seine Angst, seine Schmerzen und sein Heimweh etwas ver- gisst, ermuntert die Pflegefach- frau es dazu, sich mit einem Spiel zu beschäftigen. Damit der Patient Tag und Nacht optimal betreut wird, berichtet der Pflegefachmann seiner Ablösung bei Dienstwechsel alle Beobach- tungen und Vorkommnisse. Damit der hospitalisierte Diabetiker sein notwendiges Insulin bekommt, gibt ihm die Pflegefachfrau imAuf- trag des Arztes jeden Morgen eine Insulinspritze. Damit immer ausreichend Medika- mente undVerbandsmaterialien vor- handen sind, kontrolliert der Pflege- fachmann regelmäßig die Bestände und bestellt ggf. Nachschub. Entwicklungsmöglichkeiten Bachelor of Science in Medizinischer Assistenz, Qualitäts- oder Pflegemanagement, Pflegewissenschaft Master in Medizin- und Pflegepädagogik (Lehrtätigkeit) Leiter/in ambulante Pflege oder Pflegeeinrichtung Fachwirt/in für Organisation und Führung, Praxisanleiter/in Pflegeberufe Fachkrankenpfleger/in, Fachkinderkrankenpfleger/in oder Fachaltenpfleger/in Fachwirt/in im Gesundheits- und Sozialwesen Pflegefachmann/-frau Belastbarkeit, Flexibilität Beobachtungsgabe, Einfühlungsvermögen Motiivationsfähigkeit, pädagogisches Geschick Geistig-körperliche Gesundheit und psychische Stabilität Gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift Hygienebewusstsein Interesse und Freude an Menschen, Dis- kretion Selbstkontrolle und Konfliktfähigkeit Selbständigkeit und Verantwortungsbewusstsein Team- und Kommunikationsfähigkeit gaben, koordinieren und dokumentieren Pflegemaßnahmen und beraten ihre Klienten und deren Angehörige. Beson- ders in Seniorenpflegeheimen beziehen sie die Biografien der älteren Leute in die Pflege ein.  In der ambulanten Pflege arbeiten die Berufsleute eng mit den Familien- mitgliedern der Patientinnen und Pati- enten zusammen, stehen auch ihnen mit Rat und Tat zur Seite, leiten sie bei Pflegemaßnahmen und Rehabilitations- techniken an.  Pflegefachmann und Pflegefachfrau arbeiten in Krankenhäusern, Senioren- pflegeheimen, bei ambulanten und kurz- zeitigen Pflegeeinrichtungen, in Fach- arztpraxen und Gesundheitszentren. keine Angaben keine Angaben

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