Berufskatalog -K- des Berufskunde-Verlags

Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 163 Mehr Berufe und mehr Infos auf www.berufskunde.de keine Angaben keine Angaben Notfallsanitäter/in ‹ beatmen, beruhigen, abtupfen, anbringen, vorbereiten, verbinden, retten › In diesem Beruf braucht man gute Ner- ven, denn fast immer geht es um Men- schen in Notfallsituationen.  Der Notfallsanitäter und die Notfallsa- nitäterin fahren im Notarztwagen zum Unfallort und leisten die Erstversorgung von Verletzten. Zudem entscheiden sie, ob ein Notarzt notwendig ist, um den Verunfallten richtig zu behandeln. Die- sem assistieren sie dann.  In der Unfallsituation vor Ort sind ab- solute Einsatzbereitschaft und äußerste Konzentration nötig, denn es kann um Minuten gehen. Mit Ruhe, Wissen und Umsicht helfen sie, schwierige Situatio- nen zu meistern und Leben zu retten.  Notfallsanitäter ergreifen verschiede- ne Maßnahmen, wenn es darum geht, Leben zu retten. Sie stillen Blutungen, legen Infusionen an oder beatmen den Verletzten bei Herzstillstand. Eventuell müssen sie sogar das Stromstoßgerät einsetzen. Sind die Verunfallten bei Be- wusstsein, kann ihnen der ruhige Zu- spruch des Notfallsanitäters eine große Hilfe sein.  Unfälle passieren jederzeit: Notfall- sanitäter kommen deshalb auch nachts oder am Wochenende zum Einsatz. Sie müssen also flexibel sein. Auch der Transport von Patienten gehört zu den Aufgaben der Notfallsanitäter. Zutritt Hauptschulabschluss + 2-jährige abgeschlossene Berufsausbildung, Realschulabschluss, Hochschulrei- fe (wenn die Ausbildung mit ei- nemHochschulstudium kombiniert wird). Ärztliches Zeugnis über kör- perliche und seelische Berufseig- nung, ggfs. Führungszeugnis, Im- munisierungsnachweis, Teilnahme Erste-Hilfe-Kurs, Führerschein. Ausbildungsdauer 3 Jahre: Berufsfachschule mit prak- tischer Ausbildung (staatlich an- erkannt). Sonnenseite Es geht oft um Leben und Tod – Notfallsanitäter helfen mit, Leben zu retten. Durch ihr Wissen und Einfühlungsvermögen können sie unerträgliche Situationen mildern und Menschen helfen. Schattenseite Die persönlichen Probleme und Ängste der schwer verletztenMen- schen können belasten. Zeitdruck und Verantwortung sind groß. Vorurteil »Da bin ich schon fast ein Arzt.« Realität Der weiße Kittel macht es noch nicht. Notfallsanitäter müssen zwar eigenverantwortlich lebens- rettende Maßnahmen einleiten, wenn kein Notarzt da ist, aber grundsätzlich dürfen sie dem Arzt nur helfen. Was, wozu? Damit der Verunfallte ungehindert atmen kann, macht der Notfallsa- nitäter dessen Atemwege frei und sorgt dafür, dass sie frei bleiben. Damit der Verunfallte nicht verblu- tet, legt die Notfallsanitäterin Ver- bände zur Blutstillung an. Damit der Arzt dem Verunfallten eine Spritze geben kann, bereitet sie der Notfallsanitäter vor. Damit der Arzt einen Wiederbe- lebungsversuch machen kann, bereitet die Notfallsanitäterin die Schockbehandlung mit Infusion oder einem Stromstoßgerät (De- fibrillator) vor. Damit der Verunfallte möglichst schnell in die Klinik gelangt, fährt ihn der Notfallsanitäter mit dem Rettungswagen dahin. Damit immer alle erforderlichen Medikamente und Geräte im Ret- tungswagen sind, überprüft die Notfallsanitäterin sie nach jedem Einsatz auf Vollständigkeit und Funktionsfähigkeit. Damit mithelfende Zivildienstleis- tende oder Praktikanten das Rich- tige tun, bereitet sie der Notfallsa- nitäter auf ihre Arbeit vor. Entwicklungsmöglichkeiten Bachelor Sanitäts- und Rettungswesen, Betriebswirt/in für Management im Gesundheitswesen Leitstellendisponent/in, Ausbildungsleiter/in Schichtführer/in, Wachleiter/in, Techn. Leiter/in, Rettungsdienstleiter/in, Leiter/in Rettungsstelle Notfallsanitäter/in mit Zusatzqualifikationen Notfallsanitäter/in Bereitschaft zur Teamarbeit Interesse für Notfallmedizin Organisationstalent Physische und psychische Belastbarkeit Psychologisches Geschick im Umgang mit Menschen Rasche Entscheidungsfähigkeit Taktgefühl Technisches Verständnis Verantwortungsbewusstsein Verschwiegenheit

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