Berufskatalog -K- des Berufskunde-Verlags

Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 162 keine Angaben keine Angaben Musiker/in ‹ interpretieren, üben, proben, aufführen, singen, unterrichten › Berufsmusikerinnen und Berufsmusi- ker – ob sogenannte E-Musik (ernste Musik) oder U-Musik (Unterhaltungs- musik) – haben meist ein Musikstudium absolviert.  Es ist oft schwierig, eine künstlerische Laufbahn aufzubauen, von der man auch leben kann. VieleMusiker geben deshalb auch noch Musik-Unterricht, arbeiten in einem Musik-Verlag oder üben eine andere Nebentätigkeit aus.  Wie an alle Künstler werden auch an sie hohe Anforderungen gestellt: Sie müssen dem internationalen Wettbe- werb standhalten. Dazu müssen sie sich laufend mit ihrer Musik auseinanderset- zen und täglich üben – alleine, imOrches- ter oder im Ensemble. Gute Nerven sind ratsam: Konzerte sind »live« und Fehler nicht korrigierbar. Wer Musikerin wer- den möchte, sollte so früh wie möglich beginnen: Klavier und Geige bereits vor Schuleintritt, Flöte und Blechblasinstru- mente mit rund zehn Jahren.  Musiker und Musikerinnen, die in einemOrchester eine Anstellung finden, haben eine gesicherte Existenz. Doch die meisten müssen freiberuflich arbeiten, das heißt, sie leben von Engagements für einzelne Aufführungen. Ihre dadurch meist eigeneMusik ist ihnen dieses Risiko aber wert. Zutritt Uneinheitliche Voraussetzungen, Aufnahmeprüfung für Instrumen- talmusiker und Kirchenmusiker; bei Kirchenmusikern in der Regel auch Hochschulreife; mittlerer Bildungs- abschluss und Aufnahmeprüfung für Musikschullehrer. Ausbildungsdauer Mindestens 6 Semester: Musik- hochschule. Sonnenseite Höhepunkte des Musikerlebens sind jeweils die Aufführungen: Der Musiker spielt vor Menschen, die sich für Musik interessieren, sich von seiner Freude und Begeisterung einnehmen lassen. Schattenseite Die Musikerin hat keine regelmäß- ige Arbeitszeit. Sie übt und probt tagsüber, abends sind immer wie- der Aufführungen. Das erfordert eine hohe Konzentration. Vorurteil »Musik ist eine brotlose Kunst.« Realität Vom Musiker wird viel verlangt. Außer Talent braucht es großen Einsatzwillen und Durchsetzungs- vermögen, um als Musiker beste- hen zu können. Was, wozu? Damit die Musikerin ihre Geschick- lichkeit auf dem Instrument nicht verliert, übt sie täglich: Sie feilt an der Technik, spielt verschiedene Stücke usw. Damit der Musiker ein Werk inter- pretieren (verstehen und musika­ lisch darstellen) kann, muss er sich in die Musik einfühlen können und sich mit ihr auseinandersetzen. Damit das Orchester die Interpreta- tion einesWerkes einheitlich spielen kann, muss sich dieMusikerin in die Gruppe einordnen und die Interpre- tation des Dirigenten annehmen (auch wenn sie ihr vielleicht nicht zusagt). Damit nicht nur Konzertbesucher Musik erleben können, spielt der Musiker mit seinem Ensemble im Tonstudio auch CDs ein. Damit die Sängerin eine Rolle in einer Oper übernehmen kann, braucht sie nicht nur eine umfas- sende Ausbildung der Stimme, sondern auch schauspielerische Schulung. Damit junge Menschen ein Instru- ment erlernen und Freude an der Musik gewinnen können, erteilt der Musiker privat oder an Schu- len Musikunterricht. Entwicklungsmöglichkeiten Chor-, Blasmusikleiter/in, Kantor/in, Theorielehrer/in, Komponist/in, Fachlehrer/in usw. Solist/in Orchestermusiker/in Musiker/in Ausdrucks- und Gestaltungswille Ausgesprochene musikalische Begabung Disziplin Einsatzbereitschaft Gute Konstitution Gutes Gehör Musikalische Fantasie und Einfühlungsvermögen Rasche Auffassungsgabe Selbständigkeit Sinn für Rhythmik und Klang

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