Berufskundeverlag Berufskatalog.de

Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 160 25% 75% Milchtechnologe/-in ‹ kontrollieren, vorbereiten, portionieren, steuern, überwachen, abfüllen › Neben Milch gibt es eine Vielzahl von Milcherzeugnissen: Yoghurt, Sahne, Quark, Butter, Käse usw. Die Milchtech- nologin und der Milchtechnologe stellen all diese Milchprodukte her.  Sie nehmen die täglich frisch gelie- ferte Milch entgegen und kontrollieren derenMenge. Dann entnehmen sie Pro- ben davon und prüfen sie im Labor. Ist die Qualität einwandfrei, verteilen sie die Milch in Tanks.  Danach bereiten sie die Milch für die Weiterverarbeitung vor. In Zentrifugen reinigen und homogenisieren sie die Milch, dann pasteurisieren sie sie, um Keime abzutöten. In Separatoren wird die Milch nach Fettgehalt getrennt, in Rahm, Voll- und Magermilch. Schließ- lich werden diese Erzeugnisse an die verschiedenen Fabrikationsabteilungen verteilt. Die vielen Milchprodukte wer- den mit unterschiedlichsten Rezepturen und Maschinen hergestellt, weswegen sich die Milchtechnologen meist auf eine bestimmte Produktlinie speziali- sieren.  Säuberlich steuern und überwachen sie die Produktionsanlagen, geben Zu- taten, Milchsäurebakterien und für die Käseherstellung Lab hinzu. Während der gesamten Produktion führen sie Quali- tätskontrollen durch und überprüfen die verschiedenen Reifegrade, Geschmack und Konsistenz.  Am Ende füllen sie die fertigenMilch- produkte ab, schneiden und portio- nieren sie. All dies geschieht mit ent- sprechenden Abfüllanlagen und unter Einhaltung aller Hygienevorschriften.  Wer sich für diesen Beruf interessiert, jedoch lieber im Labor arbeitet, findet als Milchwirtschaftliche/r Laborant/in mindestens genauso spannende Auf- gaben. Zutritt Mindestens Hauptschulabschluss. In der Berufsberatung oder in Be- trieben nachfragen. Ausbildungsdauer 3 Jahre duale Ausbildung in Betrieb und Berufsschule. Sonnenseite Ein interessantes Aufgabengebiet, bei dem man auf der einen Seite mit Kontrollen, Laborarbeiten und Rezepturen zu tun hat, auf der an- deren Seite mit technologischen Verfahren und modernen Produk- tionsanlagen. Schattenseite Gewisse Wiederholungsarbeiten sind normal, auch Schichtdienst kann vorkommen. Trotzdem muss man sauber und genau sein und stets bereit, um bei Störungen der Produktionsanlagen rasch einzu- greifen. Vorurteil »Weiß bekleidete Leute und kli- nische Umgebung, wo bleibt da der Spaß?« Realität Hygiene ist bei diesem Beruf sehr wichtig, sie zu beachten schmä- lert jedoch nicht die Freude an der Arbeit oder den Kontakt zu Mitar- beitenden. Was, wozu? Damit Milchprodukte in einwand- freiem Zustand in Kühlregale von Lebensmittelgeschäften kommen, prüft der Milchtechnologe die Rohmilch erst auf ihre Qualität, bevor sie weiter verarbeitet wird. Damit das äußerst verderbliche Rohprodukt Milch nicht verunrei- nigt wird, trägt die Milchtechno- login Schutzbekleidung und be- achtet alle nötigen Hygienevor- schriften. Damit der Rahm von der Mager- milch getrennt und gleichzeitig gereinigt werden kann, füllt der Milchtechnologe die Milch in eine Zentrifuge, wo sie zu diesem Zweck geschleudert wird. Damit die Milch entkeimt und wei- ter verarbeitet werden kann, gibt sie die Milchtechnologin in eine Pasteurisierungsanlage, wo die Rohmilch erhitzt wird. Damit die Milch zu Butter, Käse, Yoghurts usw. verarbeitet werden kann, stellt der Milchtechnologe Fettgehalte fest, beurteilt Reife- grade und fügt Geschmackszuta- ten hinzu. Entwicklungsmöglichkeiten Bachelor of Engineering – Lebensmitteltechnologie Unternehmer/in Milchverarbeitungsbetrieb Techniker/in Milchwirtschaft oder Molkereiwesen, Lebensmittelchemiker/in Molkereimeister/in, milchwirtschaftliche/r Labormeister/in Milchtechnologe/-in Exakte Arbeitsweise Freude an der Arbeit in Labor und Produktion Freude an der Milchverarbeitung Gute körperliche Konstitution Gute Reaktionsfähigkeit Guter Geruchs- und Geschmackssinn Hohes Hygienebewusstsein Interesse an technologischen Verfahren Teamfähigkeit Zuverlässigkeit

RkJQdWJsaXNoZXIy NjUxMjQ0