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Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 158 100% 0% Metallbauer/in ‹ schmieden, schweißen, messen, feilen, härten, montieren › Metallbauer undMetallbauerin speziali- sieren sich auf eine der drei Fachrichtun- gen Konstruktionstechnik, Metallgestal- tung oder Nutzfahrzeugbau.  Metallbauer der Fachrichtung Kon- struktionstechnik fertigen aus Metall und Stahl Fassadenelemente, Fenster- rahmen und Schutzgitter sowie Tore und Überdachungen. Sie bearbeiten Leichtmetall oder Stahl maschinell oder von Hand und orientieren sie sich dabei an technischen Zeichnungen. Auf Kun- denwunsch stellen sie auch Sonderan- fertigungen her.  Das Ausgangsmaterial – die Metall- platten, -rohre oder Profile – reißen sie erst an (das heißt, sie markieren es), dann schneiden sie es zu und for- men es. Danach schweißen, nieten oder schrauben sie die einzelnen Bauteile zu- sammen. Wenn sie ihre Konstruktionen dann vor Ort montieren, installieren sie auch Schließ- und Sicherheitsanlagen oder Antriebe für Tor- oder Sonnen- schutzanlagen.  Metallbauerinnen der Fachrich- tung Metallgestaltung fertigen und montieren geschmiedete Bauteile, Ar­ chitekturelemente und Gebrauchsge- genstände, montieren sie und halten sie instand. All diese Teile – wie Gitter, Ge- länder, Leuchten – besitzen oft schmü- ckendem Charakter. Sie stellen meist Einzelstücke her, nach eigenen Entwür- fen oder auf Kundenwunsch. Ausgangs- material sind Baustähle, legierte Stähle und Kupferlegierungen. Sie schmieden das Metall, härten, glühen, treiben, bie- gen, löten, nieten und schweißen es. Zu- letzt kommt eine Oberflächenbehand- lung, die vor Korrosion schützt.  Metallbauer der Fachrichtung Nutz- fahrzeugbau stellen Konstruktionen für Nutz- und Sonderfahrzeuge her, Zutritt Mindestens Hauptschulabschluss; in der Berufsberatung und in Be- trieben nachfragen. Gute Leistun- gen in Rechnen und Physik vor- teilhaft. Ausbildungsdauer 3,5 Jahre (Handwerk): duale Aus­ bildung Betrieb/Berufsschule. Die Zwischenprüfung zählt bereits 30% auf die Abschlussprüfung. Sonnenseite Metallbauer führen die verschiede- nen Aufträge selbständig aus. Oft müssen sie eigene Lösungen fin- den. Dadurch können sie ihre eige- nen Ideen in die Arbeit einbringen. Schattenseite Die Arbeit ist körperlich recht an­ strengend. Metallbauerinnen sind den ganzen Tag auf den Beinen. Vorurteil »Da gibt’s keine interessanten Be- rufsmöglichkeiten!« Realität Doch! Denn die hoch technisierte Industrie kann nie auf das Metall- handwerk verzichten. Was, wozu? Damit Bauhandwerker für den Aus- hub von Erde stets gute Werkzeu- ge und Maschinen zur Verfügung haben, härtet sie der Metallbauer immer wieder neu, wenn sie ab- genutzt sind. Damit in einer Werkstatt die Ge- räte leicht von einem Arbeitsplatz zum anderen transportiert werden können, fertigt die Metallbauerin einen passenden Roller. Damit der Bauer in Scheune und Hof Ordnung halten kann, stellt der Metallbauer Abgrenzungsgit- ter für ihn her. Damit eine beschädigte Maschine wieder eingesetzt werden kann, repariert die Metallbauerin die be- schädigten Teile. Damit die Handwerker das Bau­ material auf dem Bauplatz leicht von einem Ort zum anderen brin- gen können, fertigt der Metall­ bauer Schubkarren. Damit der Kunde genau das Gelän- der bekommt, das er sich wünscht, schmiedet es die Metallbauerin nach seinen Entwürfen. Entwicklungsmöglichkeiten Selbständige/r Unternehmer/in Betriebsleitung Metallbauer/in – Restaurationen Meister/in Metallbauer/in Ausdauer Freude an der Metallbearbeitung Genauigkeit Gutes Vorstellungsvermögen Handwerkliches Geschick Kräftige Konstitution Rasche Auffassungsgabe Selbständigkeit Technisches Verständnis Zeichnerische Begabung so etwa Fahrzeugrahmen, Karosserien, Fahrwerke und Aufbauten.  Dazu fertigen sie nach Skizzen und Zeichnungen einzelne Bauteile aus Stahl- bzw. Nichteisenmetallblechen und -pro- filen. Sie reißen das Metall an, spanen und formen, schweißen und schmieden es. Die einzelnen Bauteile verschweißen, vernieten oder verschrauben sie.  Dannmontieren sie die Fahrzeuge und halten sie instand. SolcheNutzfahrzeuge werden beispielsweise in der Land- und Forstwirtschaft oder im Speditionswe- sen gebraucht.

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