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Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 154 85% 15% Medientechnologe/-in Druck ‹ anordnen, einstellen, korrigieren, prüfen, einfüllen, drucken, überwachen › Printmedien wie Zeitungen, Bücher, Pro- spekte und Verpackungen werden heut- zutage von Medientechnologen und -technologinnen Druck (vormals Dru- cker/innen) in den unterschiedlichsten Druckverfahren hergestellt. Man unter- scheidet Digitaldruck, Hochdruck, Tief- druck und Flachdruck. In welcher Weise auch immer gedruckt wird, ob dreidi- mensionales Produkt oder großforma- tiges Plakat, die Datenvorbereitung für die Prozesssteuerung geht allem voran.  Der Tiefdruck eignet sich vor allem für große Auflagen von farbigen Bildern, etwa bei Illustrierten oder Versand- hauskatalogen. Zeitungen, Prospekte und Verpackungen werden meistens im Flachdruck hergestellt.  Das Ziel der Arbeit des Medientech- nologen ist immer die Produktion einer qualitativ einwandfreien, meist farbigen Drucksache. Gedruckt wird entweder auf Rollen oder auf Bögen. Der Bedruck- stoff kann Papier, Karton, Kunststoff- folie, aber auch Holz oder Metall sein. Die meisten Steuerprozesse an den teils beachtlichen Produktionsmaschi- nen erfolgen elektronisch. Deshalb sind die Anforderungen im Bereich Mecha- nik, Elektronik und Instandhaltung von Druckmaschinen heutzutage bedeutend höher als früher. Die Medientechnolo- gen gestalten zunächst die Druckfor- men für den Bogen- oder Rollendruck. Dann bestimmen sie, wie die Text- und Bildteile der jeweiligen Drucksache auf dem Bedruckstoff angeordnet sein sol- len. Nachdem sie alle erforderlichen Materialien wie zumBeispiel Farben und Papier für den Druck vorbereitet haben, Zutritt Mindestens Hauptschulabschluss; in der Berufsberatung und in Betrie- ben nachfragen. Ausbildungsdauer 3 Jahre (Industrie +Handwerk): duale Ausbildung in Betrieb/Berufs- schule. Es gibt bei diesemBeruf zwei weitere Fachrichtungen: Medientechnologen/-in – Sieb- druck undMedientechnologe/-in – Druckverarbeitung. Mehr dazu auf www.berufskunde.de. Sonnenseite Es ist schön, am Ende der Arbeit die vielen verschiedenen Druck-Er- zeugnisse zu sehen und sich vor- zustellen, wie viele Menschen sie lesen werden. Schattenseite Die Maschinen machen Lärm. Vorurteil »Ein Knopfdruck und die Sache geht von selbst!« Realität Es ist ein anspruchsvoller und abwechslungsreicher Beruf, der viel Wissen, Genauigkeit und Konzent- ration erfordert. Was, wozu? Damit in Zeitschriften und Katalo- gen die Bilder echt erscheinen, leis- tet der Medientechnologe verschie- dene Vorarbeiten, bevor gedruckt werden kann. Damit der richtige Farbton gedruckt wird, mischt dieMedientechnologin die Farben und stimmt diesemit der Kundenvorlage ab. Damit eine hohe Produktionsleis- tung erreicht werden kann, justiert (fein einstellen) der Medientechno- loge alle Aggregate (Teilelemente) auf das Optimum. Damit die Medientechnologin prü- fen kann, ob alle Farbeinstellungen stimmen, entnimmt sie immer wie- der Proben und vergleicht sie mit den Vorgaben. Damit ein guter Druck von hoher Qualität gelingt, stellt der Medien- technologe die mechanischen und elektronischen Steuerungen genau ein und überwacht sie. Entwicklungsmöglichkeiten Bachelor of Engineering, Unternehmer/in Techniker/in, Betriebsleiter/in Meister/in, Abteilungsleiter/in Medientechnologe/-in Druck Farbunterscheidungsvermögen Geduld Gutes Reaktionsvermögen Konzentration, Genauigkeit Ordnungsliebe Organisationstalent Planungsfähigkeit Robustheit (bei größeren Maschinen), Lärmunempfindlichkeit Teamfähigkeit Technisches Verständnis stellen sie die Flachdruckmaschinen ein, füllen die Farben in die vorgesehenen Behälter und justieren die Farbgebung vor. Dann kommt bereits der Probedruck! Wenn die Farben nicht genau mit denen der Vorlagen übereinstimmen, gleichen die Drucker die Farbabweichungen aus. Während des Druckvorgangs überwa- chen die Druckerinnen alle Maschinen- funktionen, denn nur so können sie eine gleich bleibende Qualität sicher- stellen. Falls erforderlich, korrigieren sie die Maschineneinstellungen. Nach dem Druckvorgang reinigen und warten sie die Maschinen sowie alle dazu gehö- renden Teile.  Inzwischen gibt es eine weitere Druck- verfahrenstechnik, die von leistungsstar- ken Auszubildenden als Zusatzqualifika- tion erlernt werden kann.

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