Berufskatalog 2023 des Berufskunde-Verlags

Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 148 2% 98% Maurer/in ‹  ausschachten, messen, abdichten, mauern, isolieren, bearbeiten › Große Baukunst überdauert Jahrhunderte: der Kölner Dom, römische Bauten, das Brandenburger Tor, das Ulmer Münster. Doch auch die kleine Baukunst ist für uns wichtig: Wohnhäuser, Schulen, Brücken, Bibliotheken und Schwimmbäder. Verantwortlich für ihren Bau sind und waren stets die Maurer und Maurerinnen – vom Erstellen des Fundamentes bis zumVerputzen der Wände. Sie arbeiten auf den unterschiedlichsten Baustellen, bauen neue oder sanieren und modernisieren bestehende Häuser. Dabei errichten sie ganz verschiedene Arten von Gebäuden, z. B. Wohnhäuser, Bürogebäude oder Industriebauten. Beim Bauen führen sie viele verschiedene Arbeiten aus: Sie erstellen Wände mit unterschiedlichen Steinen und Platten. Die Wände können ein- und mehrschalig sein und unterschiedliche Verbandsarten aufweisen. Maurer bauen Pfeiler, Bögen und Treppen. Sie stellen Abgasanlagen aus Fertigteilen her, dichten Baukörper aus Steinen gegen Wasser ab und fertigen Schalungen für Fundamente, rechteckige Stützen und Balken. Auch für ebene Wände und Decken stellen sie Schalungen her, ebenso wie für Podeste, gerade Treppenläufe und sichtbaren Beton. Sie bearbeiten die Oberfläche des sichtbaren Betons von Hand und mit HilZutritt Mindestens Hauptschulabschluss; in der Berufsberatung und in Betrieben nachfragen. Ausbildungsdauer 3 Jahre duale Ausbildung, einerseits im Betrieb, andererseits in der Berufsschule. In den ersten 2 Jahren erfolgt die Grundbildung zumHochbaufacharbeiter, danach 1 Jahr Vertiefungsausbildung zum Maurer. Sonnenseite Der Maurer sieht »sein« Bauwerk wachsen und Form annehmen. Schritt für Schritt arbeitet er bei allen Prozessen mit. Er übernimmt die verschiedensten Aufgaben und arbeitet allein oder im Team. Schattenseite Maurerarbeit ist körperlich anstrengend. Auch ist Bauen immer termingebunden, da ist Stress manchmal nicht zu vermeiden. Vorurteil »Da wird man dreckig!« Realität Schwere und schmutzige Arbeit wird heutzutage vorwiegend von Maschinen erledigt. Lärm und Schmutz gibt es natürlich, ein Bauberuf ist schließlich kein Büroberuf. Was, wozu? Damit Maurerarbeitenwirklich professionell ausgeführt werden, arbeitet der ausgebildete Maurer im Team mit Vorarbeiter, Polier und Hilfsarbeitern. Damit eine Betonmauer die vorgeschriebene Form erhält, erstellt der Maurer die entsprechenden Holzschalungen, in die er dann den Frischbeton einfüllt. Damit ein renovierungsbedürftiges Haus nicht zerfällt, sondern wieder auf Jahre hinaus bewohnt werden kann, ersetzt die Maurerin beschädigtes und »morsches« Mauerwerk. Damit der Maurer die vielfältigen Wünsche der Kundschaft erfüllen kann, arbeitet er mit Sichtbeton, Bauziegeln, Natursteinen oder überdeckt das Grundmauerwerk mit einem Verputz. Damit die Auftraggeber in Städten und Dörfern hygienisch leben können, ist die Maurerin auch am Bau von unterirdischen Leitungen, Kanalisationsschächten, Abwasseranlagen und Kläranlagen beteiligt. Entwicklungsmöglichkeiten Master, Unternehmer/in Meister/in, Techniker/in, Bachelor of Engineering Vorarbeiter/in, Werkpolier/in, Polier/in Maurer/in Ausdauer Freude am Arbeiten im Freien Freude am Arbeiten mit Geräten und Maschinen Gute Gesundheit Gutes Augenmaß Handwerkliches Geschick Körperliche Gewandtheit Räumliches Vorstellungsvermögen Teamfähigkeit Widerstandsfähige Konstitution fe vonMaschinen. Wenn beispielsweise ein Auftraggeber und Besitzer einer Villa ausgefalleneWünsche hat, erteilt er den Mauern einen Spezialauftrag, denn sie sind es, die seinen Wunsch in die Realität umsetzen können. In solchen Fällen sind ihre Fachkenntnisse über künstliche und natürliche Baustoffe wie Gipskartonplatten, Kalksand-, Bims- oder Betonsteine besonders wichtig. Die Maurerinnen undMaurer arbeiten selbständig – teils allein, teils in einer Gruppe. Als Grundlage dienen ihnen technische Unterlagen und Arbeitsaufträge. Immer wieder überprüfen sie ihre Arbeit auf Genauigkeit und Qualität und dokumentieren die Arbeitsschritte. Sie berechnen ihre erbrachte Leistung und übergeben pünktlich die geräumte Baustelle.

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