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Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 148 1% 99% Maurer/in ‹ ausschachten, messen, abdichten, mauern, isolieren, bearbeiten › Große Baukunst überdauert Jahrhun- derte: der Kölner Dom, römische Bau- ten, das Brandenburger Tor, das Ulmer Münster. Doch auch die kleine Bau- kunst ist für uns wichtig: Wohnhäu- ser, Schulen, Brücken, Bibliotheken und Schwimmbäder.  Verantwortlich für ihren Bau sind und waren stets die Maurer und Maurerin- nen – vom Erstellen des Fundamentes bis zumVerputzen der Wände. Sie arbeiten auf den unterschiedlichsten Baustellen, bauen neue oder sanieren und mo- dernisieren bestehende Häuser. Dabei errichten sie ganz verschiedene Arten von Gebäuden, z. B. Wohnhäuser, Bü- rogebäude oder Industriebauten.  Beim Bauen führen sie viele verschie- dene Arbeiten aus: Sie erstellen Wän- de mit unterschiedlichen Steinen und Platten. Die Wände können ein- und mehrschalig sein und unterschiedliche Verbandsarten aufweisen.  Maurer bauen Pfeiler, Bögen und Treppen. Sie stellen Abgasanlagen aus Fertigteilen her, dichten Baukörper aus Steinen gegen Wasser ab und fertigen Schalungen für Fundamente, rechtecki- ge Stützen und Balken. Auch für ebene Wände und Decken stellen sie Schalun- gen her, ebenso wie für Podeste, gera- de Treppenläufe und sichtbaren Beton.  Sie bearbeiten die Oberfläche des sichtbaren Betons von Hand und mit Hil- Zutritt Mindestens Hauptschulabschluss; in der Berufsberatung und in Be- trieben nachfragen. Ausbildungsdauer 3 Jahre duale Ausbildung, einer- seits im Betrieb, andererseits in der Berufsschule. In den ersten 2 Jahren erfolgt die Grundbildung zumHochbaufacharbeiter, danach 1 Jahr Vertiefungsausbildung zum Maurer. Sonnenseite Der Maurer sieht »sein« Bauwerk wachsen und Form annehmen. Schritt für Schritt arbeitet er bei allen Prozessen mit. Er übernimmt die verschiedensten Aufgaben und arbeitet allein oder im Team. Schattenseite Maurerarbeit ist körperlich an- strengend. Auch ist Bauen im- mer termingebunden, da ist Stress manchmal nicht zu vermeiden. Vorurteil »Da wird man dreckig!« Realität Schwere und schmutzige Arbeit wird heutzutage vorwiegend von Maschinen erledigt. Lärm und Schmutz gibt es natürlich, ein Bau- beruf ist schließlich kein Büroberuf. Was, wozu? Damit Maurerarbeitenwirklich pro- fessionell ausgeführt werden, ar- beitet der ausgebildete Maurer im Team mit Vorarbeiter, Polier und Hilfsarbeitern. Damit eine Betonmauer die vor- geschriebene Form erhält, erstellt der Maurer die entsprechenden Holzschalungen, in die er dann den Frischbeton einfüllt. Damit ein renovierungsbedürfti- ges Haus nicht zerfällt, sondern wieder auf Jahre hinaus bewohnt werden kann, ersetzt die Maure- rin beschädigtes und »morsches« Mauerwerk. Damit der Maurer die vielfältigen Wünsche der Kundschaft erfüllen kann, arbeitet er mit Sichtbeton, Bauziegeln, Natursteinen oder überdeckt das Grundmauerwerk mit einem Verputz. Damit die Auftraggeber in Städ- ten und Dörfern hygienisch leben können, ist die Maurerin auch am Bau von unterirdischen Leitungen, Kanalisationsschächten, Abwasse- ranlagen und Kläranlagen beteiligt. Entwicklungsmöglichkeiten Master, Unternehmer/in Meister/in, Techniker/in, Bachelor of Engineering Vorarbeiter/in, Werkpolier/in, Polier/in Maurer/in Ausdauer Freude am Arbeiten im Freien Freude am Arbeiten mit Geräten und Maschinen Gute Gesundheit Gutes Augenmaß Handwerkliches Geschick Körperliche Gewandtheit Räumliches Vorstellungsvermögen Teamfähigkeit Widerstandsfähige Konstitution fe vonMaschinen. Wenn beispielsweise ein Auftraggeber und Besitzer einer Villa ausgefalleneWünsche hat, erteilt er den Mauern einen Spezialauftrag, denn sie sind es, die seinen Wunsch in die Reali- tät umsetzen können. In solchen Fällen sind ihre Fachkenntnisse über künstliche und natürliche Baustoffe wie Gipskar- tonplatten, Kalksand-, Bims- oder Be- tonsteine besonders wichtig.  Die Maurerinnen undMaurer arbeiten selbständig – teils allein, teils in einer Gruppe. Als Grundlage dienen ihnen technische Unterlagen und Arbeitsauf- träge. Immer wieder überprüfen sie ihre Arbeit auf Genauigkeit und Qualität und dokumentieren die Arbeitsschritte. Sie berechnen ihre erbrachte Leistung und übergeben pünktlich die geräumte Baustelle.

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