Berufskatalog -K- des Berufskunde-Verlags

Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 147 Mehr Berufe und mehr Infos auf www.berufskunde.de 93% 7% Maschinen- und Anlagenführer/in ‹ bedienen, umrüsten, ausfindig machen, beheben, überwachen, warten › Die Fachleute in diesem Beruf sind auf keinen bestimmten Industriezweig fest- gelegt, d.h., sie können in ganz unter- schiedlichen Industriezweigen arbei- ten – deshalb wird der Beruf auch als Querschnitts-Beruf bezeichnet.  Die Ausbildung erfolgt praxisnah und betriebsbezogen. Diese ausgeprägte Ausrichtung auf die Praxis bewirkt, dass sich Jugendliche mit guten praktischen Fähigkeiten (und geringerer Theoriefreu- digkeit) in diesem Beruf genau am rech- ten Platz fühlen.  In einer einjährigen Grundbildung wird zunächst das Fundament für die spätere Spezialisierung in der Ausbil- dung gelegt.  Im zweiten Ausbildungsjahr wer- den die Auszubildenden dann in ihrem Schwerpunktgebiet, z. B. Metalltech- nik, betriebsbezogen ausgebildet. Diese Struktur bietet flexible Ausbildungsmög- lichkeiten und gewährleistet, dass die Ausbildung praxisnah erfolgt.  Maschinen- und Anlagenführer sind immer dann gefordert, wenn eine Pro- duktionsmaschine fachgerecht bedient und gewartet werden muss – sei es im Rahmen einer Umrüstung oder bei einer vorbeugenden Wartung und Inspektion. Sie kennen die Anlagen und wissen, wie sie die Maschine einstellen, bedienen und pflegen müssen. Der kompetente Umgang und die fachgerechte Umrüs- tung der Maschinen sind für sie ebenso Arbeitsalltag wie die Fehlerdiagnose und die anschließende Behebung der Fehler und Mängel. Zutritt Guter Hauptschulabschluss emp- fohlen; in der Berufsberatung und in Betrieben nachfragen. Ausbildungsdauer 2 Jahre (Industrie): duale Ausbil- dung in Betrieb und Berufsschule. Die Ausbildung kann in einem Schwerpunkt fortgesetzt werden. Dabei können bis zu zwei bereits absolvierte Ausbildungsjahre ange- rechnet werden. Sonnenseite Maschinen- und Anlagenführe- rinnen können in verschiedenen Industriezweigen arbeiten, haben also die Möglichkeit, die Branche zu wechseln. Schattenseite Die Metallbearbeitung, ob von Hand oder mit Maschinen, geht nicht ohne Lärm ab. Vorurteil »Maschinen und Anlagen – Anla- gen und Maschinen! Wo ist denn da die Abwechslung?« Realität Es gibt unzählige verschiedene Maschinen und Anlagen. Es ist kaum vorstellbar, dass jemand in einem einzigen Leben mit allen Bekanntschaft macht. Was, wozu? Damit die Werkzeugmaschine richtig arbeiten kann, bereitet die Maschinen- und Anlagenführerin die Arbeitsabläufe vor und richtet die Maschine sorgfältig ein. Damit eine Maschine eine abgeän- derte Funktion übernehmen kann, rüstet sie der Maschinen- und Anla- genführer um. Damit eine Maschine möglichst schnell wieder funktioniert, wenn ein Fehler festgestellt worden ist, sucht dieMaschinen- und Anlagen- führerin den Fehler und behebt ihn. Damit die Maschinen stets funk- tionsbereit bleiben, tauscht der Maschinen- und Anlagenführer verschlissene Teile wie Filter oder Dichtungen aus. Damit immer genügend Öle, Kühl- und Schmierstoffe in den Maschi- nen vorhanden sind, füllt sie die Maschinen- und Anlagenführerin regelmäßig nach. Entwicklungsmöglichkeiten Bachelor of Engineering Technische/r Betriebswirt/in Techniker/in, Ausbilder/in Textilmechaniker/in, Zerspanungsmechaniker/in, Mechaniker/in für Karosserieinstandhaltungstechnik, Konstruktionsmechaniker/in, Schiffsmechaniker/in, Anlagen-, Industrie-, Werkzeugmechaniker/in Maschinen- und Anlagenführer/in Fähigkeit, auf Weisung zu arbeiten Freude an der Metallbearbeitung Freude an Werkstoffen (Metall, Kunststoff, Textilien, Papier) Genauigkeit und Gründlichkeit Interesse an Maschinen Logisches Denkvermögen Praktisches Geschick Teamfähigkeit Technisches Verständnis Vorsicht  Maschinen- und Anlagenführerinnen überwachen den Materialfluss, erken- nen und beseitigen Störungen in ihrem Herstellungsbereich und wissen genau, welchen Qualitätsstandard sie einhal- ten müssen.  Die Auszubildenden können zwischen fünf Schwerpunkten wählen: Metall- und Kunststofftechnik; Textiltechnik; Textilveredelung; Lebensmitteltechnik sowie Druckweiter- und Papierverar- beitung.

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